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Nachrichten

Dienstag, 2. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Nach blutigen Zusammenstößen zwischen Oppositionellen und Regierungsanhängern in Bangkok hat Thailands Regierungschef Samak Sundaravej den Ausnahmezustand über die Hauptstadt verhängt. Neben mehreren Hundertschaften Polizei marschierten in der Innenstadt auch Soldaten auf. In der Nacht waren am Regierungssitz hunderte von Demonstranten aufeinander losgegangen. Die Polizei trieb sie auseinander. Ein Mensch kam ums Leben, zahlreiche wurden verletzt. Vertreter der Opposition halten seit einer Woche die Amtsgebäude besetzt. Sie fordern den Rücktritt von Regierungschef Samak. Er sei nur eine Marionette des 2006 gestürzten und seither im Exil lebenden Premiers Thaksin Shinawatra.

TOKIO: Einen Tag nach der Rücktrittsankündigung des japanischen Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda laufen die Vorbereitungen für die Wahl eines Nachfolgers. Wie verlautete, plant Fukudas regierende Liberaldemokratische Partei (LDP), noch im September einen neuen Parteichef zu wählen. Da die LDP zusammen mit ihrem kleineren Partner Komeito über eine Mehrheit im Unterhaus des Parlaments verfügt, gilt als sicher, dass der neue LDP-Chef auch neuer Regierungschef würde. Aussichtsreichster Kandidat ist der frühere Außenminister Taro Aso, der bereits sein Interesse am Amt des Ministerpräsidenten bekundete.

BRÜSSEL: Die USA haben die Beschlüsse des Brüsseler EU-Gipfels zur Krise in Georgien begrüßt. Sie belegten, dass Europa und die USA geschlossen hinter Georgiens territorialer Integrität und Souveränität stünden, heißt es in einer Erklärung des Weißen Hauses. Die Europäische Union hatte auf ihrem Gipfel am Vortag beschlossen, weitere Verhandlungen über ein neues Partnerschaftsabkommen mit Moskau werde es erst nach dem Abzug der russischen Truppen aus dem georgischen Kernland geben. Zugleich stellte die EU Georgien ein Freihandelsabkommen und internationale Wiederaufbauhilfe in Aussicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, damit sei ein Weg gefunden worden, der die verschiedenen Interessen der Europäischen Union bündele. Der russische EU-Botschafter Wladimir Tschischow sagte, die EU habe an Glaubwürdigkeit verloren.

NEW ORLEANS: Der Wirbelsturm 'Gustav' hat über der Golfküste der USA deutlich an Kraft verloren. Er wurde vom Nationalen Hurrikanzentrum zum tropischen Sturm herabgestuft. Gleichwohl wurden in den Küstenregionen zwischen Texas und Georgia Straßen überflutet, Bäume und Strommasten umgerissen. Acht Menschen kamen bei Unfällen infolge des Sturms ums Leben. Im Bundesstaat Louisiana mit der Küstenmetropole New Orleans fielen die Schäden geringer aus als befürchtet. Dennoch sei die Gefahr von Überschwemmungen noch nicht gebannt, so die Behörden. Nach den katastrophalen Schäden, die der Hurrikan 'Katrina' vor drei Jahren verursacht hatte, war New Orleans am Wochenende fast vollständig evakuiert worden. Derweil ziehen bereits neue Wirbelstürme vom Atlantik her auf die US-Küste zu.

MINNEAPOLIS-ST.PAUL: Unter dem Eindruck des Hurrikans 'Gustav' hat die republikanische Partei in den USA ihren Nominierungskongress eröffnet. Auf dem Parteitag im Bundesstaat Minnesota soll Senator John McCain offiziell zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner ernannt werden. Das Programm war wegen des Sturms drastisch geändert worden. In der knapp dreistündigen Eröffnungssitzung ging es hauptsächlich um Regularien. Präsident George W. Bush und sein Vize Dick Cheney hatten ihre Auftritte abgesagt. Bush reiste statt dessen nach Texas, um die Maßnahmen zum Katastrophenschutz zu überwachen. McCain war bereits am Sonntag in der Region am Golf von Mexiko und informierte sich über die Arbeit des Krisenstabs. Am Rande des Parteitags kam es zu Protestaktionen gegen den Irakkrieg und Präsident Bush.

LA PAZ: In Bolivien hat das oberste Wahlgericht die Pläne von Präsident Evo Morales für ein Verfassungsreferendum vorerst gestoppt. Nach Ansicht der Richter darf nur das Parlament eine solche Volksabstimmung beschließen. Morales hatte das Referendum per Erlass vom vergangenen Donnerstag für den 7. Dezember angesetzt. Mit der neuen Verfassung soll die Stellung der verarmten Indio-Mehrheit im Westen Boliviens gegenüber den besser gestellten Bewohnern im Osten gestärkt werden. Da das Oberhaus des Parlaments von den Gegnern des linksgerichteten Präsidenten dominiert wird, ist die Abstimmung nun auf Eis gelegt.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler ist zu einem Staatsbesuch nach Kasachstan gestartet. Der Besuch ist Auftakt der zweiten großen Asienreise des Bundespräsidenten, die knapp eine Woche dauern wird. Köhler besucht auch die Mongolei und China. In der Hauptstadt Peking nimmt er an der Eröffnung der Olympischen Spiele der behinderten Sportler, den Paralympics, teil. Auf dem Programm steht zudem ein Treffen mit Chinas Staatspräsident Hu Jintao.

PEKING: Der bevorstehende Börsengang der Deutschen Bahn ist bei chinesischen Investoren auf Interesse gestoßen. Dies teilte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nach einem Treffen mit dem Vorsitzenden des chinesischen Staatsfonds CIC, Lu Jiwei, mit. Dabei sei ein grundsätzliches Interesse Chinas am deutschen Markt deutlich geworden, so Steinbrück. Bei seinem Besuch in Peking war Steinbrück mit Politikern und Wirtschaftsvertretern zusammengekommen. Am heutigen Dienstag reist er nach Schanghai weiter.

ZUM SPORT: Torhüter Oliver Kahn vom FC Bayern München bestreitet an diesem Dienstag sein Abschiedsspiel. Der 39-jährige, der zunächst für Karlsruhe und seit 1994 für die Bayern spielte, gilt als einer der besten Torhüter der Welt. Gegner am Abend in der Münchner Arena ist die deutsche Nationalelf.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Niederrhein bis zur Nordsee regnerisch. Im Süden und Osten dagegen heiter und meist trocken. Tageshöchstwerte um 20 Grad im Norden und bis 26 Grad am Oberrhein.

Am Morgen meldeten:

Berlin: 15 Grad, fast wolkenlos
Hamburg: 13 Grad, wolkig
Dresden: 15 Grad, stark bewölkt Köln/Bonn: 14 Grad, wolkig
Frankfurt am Main und München: 16 Grad, leicht bewölkt.

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