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Nachrichten

Dienstag, 2. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RANGUN: Der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari ist zum Abschluss seiner viertägigen Gespräche in Birma noch einmal mit der Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi zusammengekommen. Das Treffen habe im gleichen Gästehaus der Militärregierung in Rangun stattgefunden, wie die erste Unterredung am Samstag, teilte die Regierung mit. Gambari kam aus Naypyidaw, wo er von Juntachef Than Shwe empfangen worden war. Gambari äußerte sich nicht zum Inhalt seiner Gespräche. Er flog inzwischen zurück nach New York. ---- Ein UN-Sprecher hatte vor der Unterredung mit Than Shwe erklärt, Gambari wolle die Militärregierung überreden, den politischen Dialog mit der demokratischen Opposition aufzunehmen. In Genf trat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zusammen, um über die Lage in Birma zu beraten. Die Europäische Union fordert eine Verurteilung der Junta wegen der Niederschlagung der Demokratiebewegung.

PJÖNGJANG: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il hat den südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun zum zweiten innerkoreanischen Dialog in Pjöngjang empfangen. Die Staatschefs begrüßten sich auf einem Platz der nordkoreanischen Hauptstadt mit Handschlag. Die südkoreanische Seite bewertete den persönlichen Empfang durch Kim als "gutes Zeichen". Zuvor hatte Roh als erster Präsident Südkoreas symbolträchtig zu Fuß die scharf bewachte Grenze zum kommunistischen Norden überquert und angekündigt, sich für einen dauerhaften Frieden stark zu machen. --- Roh hatte vor seiner Abreise erklärt, er wolle während des dreitägigen Gipfels vor allem über eine Friedensordnung für die seit mehr als 60 Jahren geteilte Halbinsel sprechen. Außerdem wolle er den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen voran bringen. Beide Länder befinden sich formal noch im Kriegszustand, da es seit Ende des Korea-Krieges 1953 noch immer keinen Friedensvertrag gibt.

ISLAMABAD: Die pakistanische Regierung hat der früheren Ministerpräsidentin Benazir Bhutto Amnestie zugesagt. Auf eine Strafverfolgung in den Korruptionsverfahren gegen sie werde verzichtet, die Anschuldigungen würden zurückgenommen, berichtete Bahnminister Sheik Rashid Ahmad nach einem hochrangigen Kabinettstreffen in Islamabad. Bhutto will am 18. Oktober aus dem Exil nach Pakistan zurückkehren. --- Aus Protest gegen die erneute Präsidentschaftskandidatur von Militärmachthaber Pervez Musharraf haben 85 Abgeordnete des Parlaments ihr Mandat niedergelegt. Die Opposition ist gegen eine Bewerbung des Präsidenten, solange er zugleich die Armee führt. Musharraf ernannte vier Tage vor der Wahl jetzt den ehemaligen Geheimdienstchef Ashfaq Kiyani zu seinem Nachfolger als Armeechef.

BAGDAD: Der britische Premierminister Gordon Brown hat bei seinem nicht angekündigten Besuch im Irak den Abzug von 1.000 der derzeit noch 5.500 britischen Soldaten im Irak angekündigt. Er glaube, dass bis zum Jahresende das britische Kontingent auf 4.500 Soldaten verringert werden könne und bis Weihnachten 1.000 Soldaten für andere Zwecke nach Großbritannien zurückgebracht werden könnten, sagte Brown in Bagdad. Zudem wolle die britische Armee möglicherweise binnen zwei Monaten die Kontrolle über die südirakische Provinz Basra an die Iraker zurückgeben. Bereits im September hatte die britische Armee ihr Hauptquartier in Basra geräumt und auf einen Luftwaffenstützpunkt außerhalb der Stadt verlagert. Brown wollte während seines Besuchs unter anderm mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki und weiteren Regierungsvertretern sowie dem Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte im Irak, General David Petraeus, zusammenkommen.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens zwölf Menschen getötet worden, darunter auch Kinder sowie einige Polizisten. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Erste Meldungen hatten von zwölf getöteten Polizisten berichtet. Der Attentäter habe sich im morgendlichen Berufsverkehr in einem Bus in die Luft gesprengt, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Obwohl er erkannt worden sei, habe er den Sprengsatz zünden können. Es war der zweite schwere Anschlag in Kabul binnen vier Tagen. Am Samstag hatte ein Attentäter 28 Soldaten und zwei Zivilisten in den Tod gerissen. Zu dem Anschlag bekannten sich die radikal-islamischen Taliban.

BERLIN: Beim Streitthema Online-Durchsuchungen hat das Spitzentreffen von Union und SPD im Kanzleramt keine Annäherung gebracht. Online-Durchsuchungen seien für die SPD vor dem Verfahren beim Bundesverfassungsgericht noch nicht abstimmungsreif, sagte SPD-Chef Beck. Trotzdem soll aber die Abstimmung mit den Bundesländern über das so genannte BKA-Gesetz , in dem die Union auch die Möglichkeit der Online-Durchsuchung festschreiben will, eingeleitet werden. Bei der geplanten Pflegereform blieb in der Koalitionsrunde weiter strittig, ob der geplante maximal zehntägige Pflegeurlaub für Angehörige bezahlt werden soll.

FRANKFURT AM MAIN: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat nach der Ankündigung von Lokführerstreiks für Freitag erneut die Kontrahenten zur Mäßigung aufgerufen. Er appelliere eindringlich an die Tarifparteien, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, sagte Tiefensee der 'Frankfurter Rundschau'. Die Tarifparteien müssten auch die volkswirtschaftlichen Folgen eines Streiks bedenken, betonte der SPD-Politiker. Die Bahn hatte am Montag die Forderung der Lokführergewerkschaft nach einem eigenständigen Tarifvertrag erneut zurückgewiesen.

WIESBADEN: Die Autozulassungen in Deutschland sind im September um 10,5 Prozent eingebrochen. Das teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller in Bad Homburg mit. Im September seien nur 267.000 Pkw neu zugelassen worden. Für die ersten neun Monate bedeuten 2.342.000 Neuzulassungen zudem einen Rückgang um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Verband sieht die Ursache für den schwachen Automobilmarkt in einer unzureichenden privaten Nachfrage.

WIEN: Im Zusammenhang mit einem möglicherweise geplanten Attentat auf die US-Botschaft in der österreichischen Hauptstadt ist ein zweiter Verdächtiger festgenommen worden. Das bestätigte eine Sprecherin des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung in Wien. Spekulationen, er könne der Auftraggeber des am Vortag verhafteten Bosniers sein, wies sie zurück. Die beiden Männer seien lediglich bekannt. Der 42-jährige Bosnier war festgenommen worden, als er versuchte mit zwei Handgranaten, Sprengstoff und Nägeln in einem Rucksack das Botschaftsgebäude zu betreten. In den Verhören spreche er entweder gar nicht oder rede wirres Zeug, so die Sprecherin.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Mitte viele Wolken, zwischen Main und Donau Regen. An der Küste und in den Alpen lockere Bewölkung, teilweise sonnig. Höchsttemperaturen 15 bis 23 Grad Celsius.

Zuletzt meldeten bei zumeist bedecktem Himmel:

Hamburg: 8°;
Berlin und Dresden: 12°;
Köln/Bonn und München: 14° sowie
Frankfurt am Main: 15°.

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