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Nachrichten

Dienstag, 2. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: In den USA haben die Kongress-Wahlen begonnen. Die ersten Wahllokale öffneten am Morgen an der Ostküste im Bundesstaat Vermont. Insgesamt sind rund 218 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen, über die künftige Machtverteilung in den beiden Kammern des US-Kongresses zu entscheiden. Gewählt werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie 37 der 100 Senatoren. Jüngsten Umfragen zufolge müssen die Demokraten von Präsident Obama mit einer schweren Niederlage gegen die Republikaner rechnen. Danach könnten die Demokraten im Repräsentantenhaus ihre Vorherrschaft einbüßen. Auch der bisherige Vorsprung im Senat wackelt.

BERLIN: Vier Tage nach dem Fund von Paketbomben aus dem Jemen haben Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Kanada die Sicherheitsmaßnahmen im Flugverkehr verschärft. In Deutschland wies das Verkehrsministerium die Flugsicherung an, Maschinen aus dem Jemen bis auf weiteres nicht mehr in den Luftraum einzulassen. Die jemenitische Regierung erklärte, dies sei eine "hastige und übertriebene Reaktion", die nur den Terroristen von El Kaida nutze. US-Experten sind inzwischen in den Jemen gereist, um die Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen zu überprüfen. Die Pakete aus dem Jemen sollten per Luftfracht nach Chicago geschickt werden.

TOKIO: Im Streit zwischen Japan und Russland um die Kurilen-Inseln zieht Tokio vorübergehend seinen Botschafter aus Moskau ab. Das gab der japanische Außenminister Maehara bekannt. Trotz Warnungen aus Tokio hatte mit Präsident Medwedew am Montag erstmals ein russischer Staatschef eine der vier Inseln besucht, die Japan beansprucht. Er unterstrich damit Moskaus Anspruch auf die Inselgruppe und löste so den Protest der japanischen Regierung aus. Japan fordert seit Jahrzehnten die Rückgabe der vier südlichen Inseln, die sowjetische Truppen im Zweiten Weltkrieg besetzt hatten.

PEKING: Verteidigungsminister zu Guttenberg hat sich für eine engere Kooperation der NATO mit China ausgesprochen. Als ein zentrales Feld nannte er zum Auftakt seines Besuches in Peking den Kampf gegen Piraten und Internet-Attacken. Kriegsführung mit Computern über das Internet sei heute eine "bittere Realität und von wachsender Bedeutung". Auch China sei davon betroffen. Der CSU-Politiker schlug zudem vor, dass die NATO ihre Zusammenarbeit mit China beim Afghanistan-Einsatz ausbaut. China sei ein wichtiger Nachbar und teile mit der NATO das Interesse an einem stabilen Afghanistan. Die Volksrepublik beteilige sich bereits am zivilen Aufbau am Hindukusch.

LA PAZ: Entwicklungsminister Niebel hat in Bolivien die Sicherheit für ausländische Investoren vor Enteignung angemahnt. Nach einem Gespräch mit dem sozialistischen Präsidenten Morales sagte Niebel in La Paz, Garantien für solche Investitionen seien notwendig, auch für deutsche Unternehmen, die an dem südamerikanischen Land interessiert seien. Weitere Themen waren die Rechtsstaatlichkeit im Allgemeinen, der Klimawandel und die Armutsbekämpfung. Bolivien ist ein Schwerpunkt deutscher Entwicklungshilfe.

BERLIN: Der Internet-Konzern Google gibt in Deutschland einen ersten Vorgeschmack auf seinen Online-Straßenatlas Street View. In der Nacht stellte er erste Straßenbilder ins Netz. Präsentiert werden einige Sehenswürdigkeiten, Bundesliga-Stadien und Straßenzüge der bayerischen Gemeinde Oberstaufen, deren Tourismusgesellschaft um eine frühe Veröffentlichung der Bilder gebeten hatte. Auf breiter Front will Google den Dienst mit Panorama-Ansichten von Straßen der 20 größten Städte Deutschlands bis Jahresende starten.

BANGKOK: Im Grenzgebiet zwischen Thailand und Malaysia sind zehntausende Menschen von heftigen Überschwemmungen betroffen. In der südthailändischen Stadt Hat Yai stehen zahlreiche Straßen meterhoch unter Wasser, wie der Bürgermeister im Fernsehen sagte. Etwa 80 Prozent der Stadt seien nach heftigen Regenfällen überschwemmt und rund 100.000 Menschen in ihren Häusern eingeschlossen. Im Norden von Malaysia im Grenzgebiet zu Thailand mussten rund 12.000 Menschen wegen der Überschwemmungen ihre Häuser verlassen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte trüb mit Nieselregen. Sonst nach Nebelauflösung aufgelockert. Höchstwerte acht bis 14 Grad.

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