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Nachrichten

Dienstag, 2. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Die Massen-Speicherung von Telefon- und Internetdaten zur Strafverfolgung ist in ihrer jetzigen Form unzulässig und verstößt gegen das Grundgesetz. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Alle bislang erhobenen Daten müssten daher umgehend gelöscht werden, entschieden die Richter. Das jetzt gekippte Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verpflichtete Telekommunikationsanbieter seit 2008, die Verbindungsdaten von Telefon, Handy, E-Mail und Internet auf Vorrat für ein halbes Jahr zu speichern und Polizei sowie Geheimdiensten bei Bedarf zur Verfügung zu stellen. Dagegen hatten insgesamt 35.000 Bürger geklagt.

RÜSSELSHEIM: General Motors will mehr Geld als bisher geplant in die Sicherung der Opel-Zukunft stecken. GM investiere nun 1,9 Milliarden statt 600 Millionen Euro in den Umbau des deutschen Autobauers, teilte das Unternehmen mit. Die Finanzspritze erfolge sowohl als Eigenkapital als auch in Form von Krediten. Damit kommt der US-Konzern Forderungen von Bund und Ländern nach, die auf einen größeren Betrag von GM gedrungen hatten. Insgesamt kostet die Sanierung von Opel GM zufolge nun 3,7 Milliarden Euro.

BERLIN: In der Debatte über die Sponsoring-Affären bei der CDU sieht Bundestagspräsident Lammert den Gesetzgeber gefordert. Lammert mahnte in der "Passauer Neuen Presse" eine nüchterne und gründliche Prüfung des Parteiengesetzes an. Nach dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Rüttgers war auch sein sächsischer Kollege Tillich in die Kritik geraten, weil Sponsoren Gespräche mit ihm gegen Geldzahlungen angeboten worden waren.

SANTIAGO: Angesichts zunehmender Gewalt und Plünderungen im Erdbebengebiet von Chile hat Präsidentin Bachelet zusätzliche Soldaten entsandt. Insgesamt 7000 Soldaten sollen ab diesem Dienstag die Ordnungskräfte im Katastrophengebiet unterstützen. Über vier Städte wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Zuvor war es in der besonders zerstörten Stadt Concepción zu Ausschreitungen zwischen Plünderern und den Sicherheitskräften gekommen. Ein Supermarkt und ein Einkaufszentrum gingen in Flammen auf. Ein Mensch wurde getötet. Die Versorgung mit Lebensmitteln sowie Wasser, Strom und Gas ist seit dem Beben am Samstag unterbrochen. Über 700 Menschen waren ums Leben gekommen.

ATHEN: Griechenlands Wirtschaft und Gesellschaft sind laut Transparency International auch in der Wirtschaftskrise von Korruption beherrscht. Wie die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf die Organisation berichtet, zahlten die Griechen im vergangenen Jahr durchschnittlich 1355 Euro Bestechungsgeld, wenn sie einen Führerschein schneller ausstellen lassen wollten, eine Baugenehmigung kaufen oder schneller in ein öffentliches Krankenhaus aufgenommen werden wollten.

TEHERAN: Der renommierte iranische Filmregisseur Dschafar Panahi ist nach Angaben von Verwandten festgenommen worden. Oppositionelle Websites zitierten den Sohn des Filmemachers, nach dessen Angaben Panahi zusammen mit 18 anderen Personen während eines privaten Treffens in seinem Haus verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht wurde. Der 49-Jährige war im Februar als Ehrengast zur 60. Berlinale eingeladen, durfte aber nicht ausreisen, da er die Opposition offen unterstützt.

HANNOVER: Die Computermesse CeBIT ist ab diesem Dienstag auch für das Publikum geöffnet. Bis Samstag stellen in Hannover knapp 4200 Unternehmen aus rund 70 Ländern ihre Produkte und Neuheiten aus. Bundeskanzlerin Merkel lehnte bei der Eröffnung der Messe einen von der IT-Branche geforderten Internet-Staatsminister ab. Ansprechpartner sei Wirtschaftsminister Brüderle. Merkel kündigte an, die Bundesregierung werde bis zum Sommer eine digitale Strategie vorlegen. Die Informations- und Kommunikationstechnologie solle zum Aushängeschild der deutschen Wirtschaft werden, betonte sie.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten Regen-, Schnee- und Graupelschauer, sonst gebietsweise sonnig und meist trocken. Die Temperaturen steigen auf höchstens drei bis zehn Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 2 Grad, nach Regen; Berlin: 2 Grad, wolkig; Dresden und Frankfurt am Main: 1 Grad, wolkig Köln/Bonn: minus 1 Grad, wolkenlos und München: 4 Grad, bedeckt.

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