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Nachrichten

Dienstag, 2. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PARIS: Von der über dem Atlantik verschollenen Air France-Maschine mit 228 Menschen an Bord fehlt trotz einer groß angelegten Suchaktion jede Spur. Frankreich schickte weitere Flugzeuge in die Region und bat um Unterstützung durch amerikanische Satelliten. Das Suchgebiet konnte auf halber Strecke zwischen der brasilianischen und der afrikanischen Küste bis auf wenige Seemeilen eingegrenzt werden. Der Pilot einer brasilianischen Frachtmaschine gab an, möglicherweise brennende Wrackteile auf dem Meer gesehen zu haben. An Bord des vermissten Flugzeugs sollen auch 26 Deutsche gewesen sein. Das Auswärtige Amt in Berlin steht in engem Kontakt mit den französischen Behörden. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, genaue Zahlen würden erst genannt, wenn es absolute Gewissheit gebe. Der Airbus 330-200 war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris Montagfrüh vier Stunden nach dem Start von den Radarschirmen verschwunden. Laut Fluggesellschaft durchquerte er eine Gewitterzone mit schweren Turbulenzen. Air France vermutet, dass dabei die elektrischen Systeme ausfielen.

BERLIN: Der Autozulieferer Magna hält auch nach der jüngsten Einigung immer noch einen Rückzug von der Mitwirkung an der Opel-Rettung für möglich. Der österreichisch-kanadische Konzern teilte mit, es könne noch nicht gewährleistet werden, dass sich aus der gegenwärtigen Mitwirkung von Magna eine Transaktion ergeben werde. Bisher geb es nur ein Rahmenkonzept, aufgrund dessen es für Opel möglich sein sollte, einen eventuellen Insolvenzantrag zu vermeiden. Unterdessen hat der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW, Klaus Zimmermann, das Treuhandmodell für Opel kritisiert. Der "Berliner Zeitung" sagte Zimmermann, wenn der Staat bei einem Unternehmen einsteige, müsse man befürchten, dass er viel zu lange drin bleibe. Ein geordnetes Insolvenzverfahren wäre bei Opel die bessere Variante gewesen. Dann würde konsequent alles offen gelegt und man könne feststellen, wie viel das Unternehmen wirklich wert sei.

WASHINGTON: Der amerikanische Autobauer General Motors hat nach seinem Insolvenzantrag einen staatlichen Sofortkredit in Höhe von 15 Milliarden Dollar zugeteilt bekommen. Damit soll in den nächsten drei Wochen der Umbau des Konzerns vorangetrieben werden, wie Insolvenzrichter Robert Gerber bei der Bewilligung der Finanzhilfe mitteilte. Für Ende Juni setzte er eine Anhörung über den geplanten Verkauf von Vermögenswerten und Unternehmensteilen an. Die US-Regierung übernimmt bis auf weiteres die Mehrheit bei GM und stellt insgesamt 33,3 Milliarden Dollar zur Rettung des einst weltgrößten Autoherstellers bereit. US-Präsident Barack Obama zeigte sich zuversichtlich über einen Neustart des Unternehmens.

BERLIN: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat Vorbehalte gegen eine staatliche Hilfe für den angeschlagenen Kaufhaus-Konzern Arcandor angemeldet. Dem Deutschlandfunk sagte Steinbrück, das müsse sehr genau geprüft werden. Wenn dabei herauskomme, dass die Probleme bei Arcandor nicht aus der gegenwärtigen Finanzkrise, sondern aus Managementfehlern resultierten, dann sollte man zuerst schauen, ob nicht noch Aktionäre hinter dem Konzern stünden, die zur finanziellen Stabilisierung herangezogen werden könnten. Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, befürchtet gar einen Dammbruch durch eine mögliche Staatsbürgschaft für Arcandor, der dazu führen könnte, dass alle finanziell angeschlagenen Unternehmen sich Subventionen abholen wollten. Bundeswirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg hatte zuvor angekündigt, den Antrag von Arcandor vorbehaltlos zu prüfen. Der "Bild"-Zeitung sagte er, alle Anträge würden nach den gleichen objektiven Kriterien beurteilt.

WASHINGTON: Das US-Justizministerium muss nach einem Richterbeschluss die Anschuldigungen und Beweise gegen mehr als einhundert Häftlinge offenlegen, die im Gefangenenlager Guantánamo festgehalten werden. Das Gericht im Verwaltungsbezirk Columbia, in dem die Hauptstadt Washington liegt, gab einem entsprechenden Antrag mehrerer Anwälte und Medien auf Veröffentlichung der Dokumente statt. Im Lager Guantánamo selbst fand unterdessen zum ersten Mal seit dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama eine Anhörung vor einem Militärtribunal statt. Obama will an diesen Sondergerichten trotz aller Kritik festhalten.

SEOUL: Das kommunistische Nordkorea bereitet nach südkoreanischen Informationen neben dem Start einer Interkontinentalrakete auch den Test mehrerer Mittelstreckenraketen vor. Entsprechende Bewegungen seien an einer Abschussanlage an der Ostküste Nordkoreas beobachtet worden, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap unter Verweis auf das Verteidigungsministerium in Seoul. Die südkoreanische Marine entsandte ein Schnellboot mit Fernlenkwaffen in die Nähe der umstrittenen innerkoreanischen Seegrenze vor der Westküste. Südkorea und Japan sehen mögliche Tests mit Mittelstreckenraketen als unmittelbare Bedrohung, da beide Länder in deren Reichweite liegen. Die Regierung in Japan gab grünes Licht für die Entwicklung eines Satelliten gestützten Raketen-Frühwarnsystems.

JERUSALEM: Im Streit um den Bau weiterer jüdischer Siedlungen ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu auf Konfrontationskurs zu den USA gegangen. Die Forderung von US-Präsident Barack Obama nach einem vollständigen Siedlungsstopp im Westjordanland sei unsinnig, sagte Netanjahu vor dem Parlamentsausschuss für Außen- und Sicherheitspolitik. Oppositionsführerin Zipi Livni warnte bereits vor einem Zusammenbruch der Beziehungen zwischen Israel und den USA. - Unterdessen haben im Westjordanland israelische Siedler aus Protest gegen den Abriss illegal errichteter Häuser randaliert. Nach Polizeiangaben schleuderten sie Steine gegen einen Bus mit palästinensischen Arbeitern und zündeten Ackerland an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Südosten dichtere Wolken mit Schauern und Gewittern. In den anderen Landesteilen scheint verbreitet die Sonne. Höchsttemperaturen zwischen 18 und 26 Grad.

Am Morgen wurden folgende Temperaturen gemessen:

Hamburg: 15 Grad, dunstig;
Berlin: 15 Grad, fast wolkenlos;
Dresden: 13 Grad, stark bewölkt;
Köln/Bonn: 14 Grad, fast wolkenlos;
Frankfurt am Main: 18 Grad, fast wolkenlos;
München: 13 Grad, leicht bewölkt.

Audio und Video zum Thema