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Nachrichten

Dienstag, 2. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

MOGADISCHU: Im Süden Somalias sind die von der äthiopischen Armee unterstützten Truppen der Übergangsregierung im Kampf gegen die Milizen der Islamisten weiter auf dem Vormarsch. Die Milizionäre seien aus der Küstenstadt Kismayu, ihrer letzten Hochburg, abgezogen, teilte Übergangsregierungschef Ali Mohamed Gedi mit. Die Islamisten bestätigten die Angaben. Auf ihrem Vormarsch nach Süden hatte die Allianz aus äthiopischen Soldaten und Regierungstruppen zunächst die Stadt Jilib eingenommen. Äthiopien hat nach eigenen Angaben 4.000 Soldaten im Nachbarland. Die Stärke der somalischen Truppe wird auf mehrere Tausend Soldaten geschätzt.

MOSKAU: Russland und Weißrussland haben ihren Streit um den Preis für Gaslieferungen in letzter Minute beigelegt und damit einen Wirtschaftskonflikt abgewendet. Der weißrussische Ministerpräsident Sergej Sidorski und der Chef des russische Energie-Konzerns Gazprom, Alexej Miller, unterzeichneten einen Liefervertrag mit fünfjähriger Laufzeit. Nach Angaben Sidorskis zahlt Weißrussland einhundert Dollar pro 1.000 Kubikmeter Gas. Bisher lag der Preis bei 46 Dollar. Zudem erhält Gazprom eine Beteiligung von 50 Prozent an der weißrussischen Pipelinefirma Beltransgas. - Russland hatte angekündigt, ohne neuen Vertrag dem Nachbarland vom 1. Januar an kein Gas mehr zu liefern. Weißrussland hatte im Gegenzug gedroht, Transit-Pipelines in Richtung Westen zu sperren.

BANGKOK: Nach einer Serie von Bombenanschlägen in der thailändischen Hauptstadt haben westliche Staaten ihre Bürger in Bangkok zur Vorsicht gemahnt. Das Auswärtige Amt in Berlin forderte dazu auf, belebte Märkte und Menschenansammlungen zu meiden. Weitere Anschläge könnten nicht ausgeschlossen werden. Ähnliche Warnungen veröffentlichten die Botschaften der USA, Großbritanniens und Australiens. - Bei den Anschlägen am Sonntag waren drei Menschen getötet und rund 40 verletzt worden, darunter neun Ausländer. Die nach dem Militärputsch im vergangenen September eingesetzte Regierung hält es für möglich, dass Anhänger des gestürzten Regierungschefs Thaksin Shinawatra hinter den Anschlägen stecken.

TEL AVIV: Israel hat damit begonnen, die Reisebeschränkungen für Palästinenser im Westjordanland zu lockern. Wie ein Armeesprecher mitteilte, werden zunächst die strengen Kontrollen an den Übergängen vereinfacht. Straßensperren des Militärs würden dagegen noch nicht aufgehoben. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und der israelische Regierungschef Ehud Olmert hatten die Erleichterungen für die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland bei einem Treffen vor gut einer Woche vereinbart. Damit verbunden ist die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des auf Eis liegenden Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat den Kampf gegen den Terrorismus als eine der wichtigsten Aufgaben im Neuen Jahr bezeichnet. Die USA würden sich dieser Herausforderung stellen, ohne zu wanken, erklärte Bush in einer Neujahrsbotschaft. Auch die Verbesserung der Sicherheit der USA und der Einsatz für einen freien und geeinten Irak blieben 2007 wichtig. - Wie das US-Verteidigungsministerium bestätigte, ist die Zahl der im Irak seit März 2003 getöteten amerikanischen Soldaten zur Jahreswende auf 3.000 gestiegen.

BERLIN: Mit dem Jahreswechsel hat Deutschland für sechs Monate die Ratspräsidentschaft in der Europäischen Union übernommen. Bis Juni will die Bundesregierung unter anderem versuchen, den festgefahrenen Verfassungsprozess wieder in Gang zu bringen. Weitere Schwerpunkte sind die künftige Energiepolitik der EU und der Abbau von Bürokratie. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte in ihrer Neujahrsansprache, nur ein einiges Europa könne die Herausforderungen von Globalisierung, Gewalt, Terror und Krieg annehmen. - Parallel zur EU-Ratspräsidentschaft übernimmt Deutschland für das gesamte Jahr 2007 den Vorsitz der Gruppe der sieben führenden Industrieländer und Russlands, G-8.

BERLIN: Zum Jahreswechsel sind in Deutschland zahlreiche Änderungen mit finanziellen Auswirkungen für die Bürger in Kraft getreten. Wichtigster Punkt ist der Anstieg der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent. Der reduzierte Satz, der unter anderem für Lebensmittel gilt, bleibt bei sieben Prozent. Ebenfalls von 16 auf 19 Prozent steigt die Versicherungssteuer. Der Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung wird um 0,4 Punkte auf 19,9 Prozent angehoben. Dafür sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 6,5 auf 4,2 Prozent.

BERLIN: Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, hat vor zu hohen Erwartungen an die Tarifrunde 2007 gewarnt. Die gute Konjunktur der Metall- und Elektroindustrie im zu Ende gegangenen Jahr sei zu einem Teil bereits im Tarifabschluss vom April 2006 berücksichtigt worden, sagte Kannegiesser der Deutschen Presse-Agentur. IG-Metall-Chef Jürgen Peters hatte am Sonntag die Forderung nach deutlichen Lohnerhöhungen bekräftigt.

BUKAREST/SOFIA: Mit Straßenfesten und Feuerwerken haben die Bürger in Rumänien und Bulgarien den Beitritt ihrer Länder zur Europäischen Union gefeiert. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier nahm für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft an den Feiern in der rumänischen Hauptstadt Bukarest teil. An diesem Montag wird der Minister in Bulgarien erwartet. - Mit den beiden südosteuropäischen Staaten wächst die EU auf 27 Mitgliedsländer mit insgesamt 493 Millionen Bürgern. - Als erstes der 2004 der EU beigetretenen Staaten führte Slowenien zum 1. Janur den Euro ein. Damit gilt die Gemeinschaftswährung in 13 EU-Staaten.

BERLIN: Rund um den Globus haben die Menschen das Neue Jahr mit Feuerwerk und Partys begrüßt. Auf der größten Silvesterparty Deutschlands in Berlin begrüßten rund eine Million Menschen das Jahr 2007. Auf dem Times Square in New York versammelten sich Hunderttausende zum traditionellen Silvester-Countdown. Aus Angst vor Terror-Angriffen fand die Feier wieder unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen statt. Als erste konnten wie jedes Jahr die Bewohner der Kiribati-Inseln im Südpazifik das neue Jahr begrüßen. Dort verläuft die Datumsgrenze.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden wechselhaftes Schauerwetter. Im Süden teils kräftiger Regen. Bei milden Temperaturen von sechs bis elf Grad sehr windig.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: nach Regen, acht Grad;

Berlin: nach Regen, elf Grad;

Dresden: Regen, zwölf Grad;

Köln/Bonn: stark bewölkt, zehn Grad;

Frankfurt am Main: nach Regen, neun Grad und

München: Regen, elf Grad.

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