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Nachrichten

Dienstag, 2. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: In der CDU ist ein offener Streit über den Umgang mit den gestohlenen Bankdaten aus der Schweiz ausgebrochen. Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble verteidigten das Vorhaben, die CD mit Informationen über rund 1.500 deutsche Steuersünder zu kaufen. Dies sei in den vergangenen Tagen juristisch geprüft worden und rechtlich zulässig, sagte Schäuble im deutschen Fernsehen. Dagegen erklärte der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Bundestag, Siegfried Kauder, in einem Strafprozess wären die Kontodaten nicht verwertbar. Steuern dürften nicht beigetrieben werden, indem die Finanzbehörden sich der Hehlerei schuldig machten. Ähnlich argumentierte der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Lauk. Er plädierte zudem dafür, den Anbieter der Steuersünderdatei zu verhaften. Dieser will die CD für 2,5 Millionen Euro verkaufen.

BERLIN: Die Zahl der Straf- und Bußgeldverfahren gegen Hartz-IV-Empfänger ist nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent auf knapp 165.000 Fälle gestiegen. Dies sei einer Bilanz der Bundesagentur für Arbeit zu entnehmen, die der Zeitung vorliege. Dabei gehe es meist um falsche Angaben von Langzeitarbeitslosen mit dem Ziel, höhere Leistungen zu erhalten, als ihnen eigentlich zustehen. Wie es weiter heißt, hatten 2009 insgesamt etwa 6,5 Millionen Menschen Anspruch auf das Arbeitslosengeld II. Bezogen auf diese Zahl warne die Bundesagentur davor, die Missbrauchszahlen überzubewerten. Im Vergleich zur Anzahl der Hilfsbedürftigen wie auch zu den Gesamtausgaben gebe es nur einen geringen Leistungsmissbrauch.

KABUL: Zu Gesprächen über eine Verständigung mit den radikalislamischen Taliban ist der afghanische Präsident Karsai nach Saudi-Arabien gereist. Karsai hatte wiederholt die Hoffnung geäußert, dass die Führung in Riad vermittelnd und mäßigend auf die Taliban einwirken könne. Auch nach der Afghanistan-Konferenz in London hatte er sein Angebot an die Mitläufer der Aufständischen erneuert, sie im Gegenzug für ein Ende der Gewalt mit internationalen Geldern zu unterstützen und wieder in die Zivilgesellschaft einzubinden. Die Taliban-Spitze hatte ihr Festhalten am "Heiligen Krieg gegen die ausländischen Invasoren" bekräftigt.

PEKING: China hat US-Präsident Obama vor einem Treffen mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama, gewarnt. Eine solche Zusammenkunft würde das Fundament der chinesisch-amerikanischen Beziehungen schwer beschädigen, erklärte Zhu Weiqun, der Leiter der für Tibet-Fragen zuständigen Regierungsbehörde. Er fügte hinzu, bei den jüngsten Gesprächen mit Abgesandten des Dalai Lama habe es keine Fortschritte gegeben. Über die Zukunft der Himalaya-Region sei man weiter "tief gespalten".

ST. PETERSBURG: Bei einem Anschlag auf einen Zug im russischen St. Petersburg ist ein Lokführer schwer verletzt worden. Ein Sprengsatz sei auf den Gleisen nahe des Baltischen Bahnhofs explodiert, teilten die Behörden mit. Man gehe von einem Terrorangriff aus, zitieren Nachrichtenagenturen einen leitenden Ermittler. Auf das am meisten befahrene Schienennetz zwischen den Metropolen St. Petersburg und Moskau waren bereits 2009 und 2007 schwere Anschläge verübt worden.

PARIS: Fast zehn Jahre nach dem Absturz eines Concorde-Flugzeugs auf ein Hotel bei Paris beginnt an diesem Dienstag der Prozess gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen. 113 Menschen waren bei der Katastrophe am 25. Juli 2000 ums Leben gekommen, darunter 97 Deutsche. Angeklagt vor dem Strafgericht in Pontoise sind die US-Fluggesellschaft Continental, zwei hochrangige französische Concorde-Techniker sowie ein Mitarbeiter der Flugaufsichtsbehörde. Für die Angehörigen der deutschen Urlauber waren bereits 2001 hohe Entschädigungen ausgehandelt worden. Die französischen und britischen Überschalljets waren 2003 aus dem Betrieb genommen worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und verbreitet starke Schneefälle, die im Rheinland zum Teil in Regen übergehen. Nach Südosten hin auch kurze Auflockerungen und trocken. Die Höchstwerte bewegen sich zwischen minus zwei und plus fünf Grad.

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