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Nachrichten

Dienstag, 2. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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BANGKOK: Die thailändische Regierung steht nach einem Urteil des Verfassungsgerichts des Landes vor dem Ende. Die Richter befanden die Regierungspartei PPP des umstrittenen Ministerpräsidenten Somchai Wongsawat und die beiden Koalitionsparteien Matchima und Chart Thai des Betrugs bei der Parlamentswahl 2007 für schuldig und ordneten ihre Auflösung an. Somchai und weitere Parteifunktionäre dürfen fünf Jahre lang kein politisches Amt bekleiden. Somchai nahm die Entscheidung an. Mitglieder seiner PPP kündigten an, die Partei werde sich in den nächsten Tagen neu formieren, umbenennen und einen neuen Ministerpräsidenten vorschlagen. Die Regierungsgeschäfte übernimmt vorerst Vize-Ministerpräsident Chaowarat Chandeerakul. Die regierungsfeindlichen Demonstranten beendeten ihre seit der vergangenen Woche anhaltende Belagerung der Flughäfen in der Hauptstadt Bangkok. Der Frachtverkehr wurde bereits aufgenommen. Passagiermaschienen sollen bis spätestens Mittwoch wieder normal starten und landen.

NEU DELHI: Bei einem Bombenanschlag auf einen Reisezug im Nordosten Indiens sind mindestens drei Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Der ferngezündete Sprengsatz detonierte nach Angaben der Polizei in einem der Waggons, nachdem der Zug den Bahnhof von Diphu im Unionsstaat Assam erreicht hatte. In dem Bundesstaat kämpfen Separatisten seit mehreren Jahren für Autonomie.

NEU DELHI: Die indische Regierung hat nach den wiederholten Vorwürfen gegen Pakistan im Zusammenhang mit den verheerenden Terroranschlägen in Bombay vom Nachbarland die Auslieferung von 20 Terrorismus-Verdächtigen gefordert. Pakistan wird die Bitte nach den Worten von Informationsministerin Sherry Rehman prüfen. Zu den von Neu Delhi benannten Verdächtigen gehört der meistgesuchte Mann Indiens, Dawood Ibrahim. Er wird für die Bombenanschläge in Bombay von 1993 verantwortlich gemacht, bei denen 250 Menschen getötet wurden.

TOKIO: Im Sog der Wall Street in New York sind auch die asiatischen Börsenwerte tief ins Minus gerückt. Der Nikkei-Index schloss in Tokio mit einem Verlust von 6,4 Prozent. Die japanische Notenbank kündigte Hilfsmaßnahmen für den Kreditmarkt an. Auch die Börsen in Hongkong und Singapur verbuchten deutliche Verluste. In Australien hat die Zentralbank den Leitzins wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage in einem überraschend drastischen Schritt um einen Prozentpunkt auf 4,25 Prozent gesenkt.

CHICAGO: Der designierte amerikanische Präsident, Barack Obama, setzt auf Kontinuität in der Außen- und Sicherheitspolitik, will mit seiner Ministerriege aber auch politische Gräben überwinden. Obama nominierte jetzt seine ehemalige Rivalin Hillary Clinton offiziell als neue Außenministerin. Er belässt zudem zunächst den Republikaner Robert Gates an der Pentagon-Spitze. Ex-General James Jones wird Sicherheitsberater Obamas. Vor der Presse in Chicago nannte er eine Lösung des Atomstreits mit Iran und Nordkorea sowie einen dauerhaften Frieden in Nahost als wichtige Ziele seiner Außenpolitik.

BRÜSSEL: Die Finanzminister der Euro-Länder lehnen die Senkung der Mehrwertsteuer ab. Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Jean-Claude Juncker, teilte mit, die Euro-Länder würden nicht dem britischen Weg folgen, weil die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme auf den Konsum unklar sei. Großbritannien, das nicht der Eurozone angehört, hatte am Montag die Mehrwertsteuer von 17,5 auf 15 Prozent gesenkt.

WIEN: In Österreich hat die Koalitionsregierung aus konservativer Volkspartei und Sozialdemokraten ihre Arbeit aufgenommen. Zuvor waren SPÖ-Kanzler Werner Faymann und seine 13 Minister in der Hofburg in Wien vereidigt worden. Die Österreicher hatten nach dem Bruch der alten Großen Koalition Ende September vorzeitig ein neues Parlament gewählt.

GENF: Deutschland ist laut einer Studie der Vereinten Nationen für Zuwanderer das wichtigste Zielland in Mittel- und Westeuropa. Mit mehr als zehn Millionen Einwanderern im Jahr 2005 liege Deutschland deutlich vor Frankreich und Großbritannien. Hier zählten die Experten 6,5 Millionen und 5,4 Millionen Migranten.

LUDWIGSBURG: Bundespräsident Horst Köhler hat die Arbeit der Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen gewürdigt. Die Behörde habe mit dazu beigetragen, dass Deutschland heute wieder ein geachtetes Mitglied der Völkerfamilie sei, sagte Köhler anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Zentralstelle in Ludwigsburg. Er räumte zugleich ein, dass die Ermittlungen gerade in den 50er Jahren in vielen Fällen zu zögerlich oder gar nicht durchgeführt worden seien.

STUTTGART: Die CDU setzt sich für die Verankerung der deutschen Sprache im Grundgesetz ein. Die Mehrheit der rund 1.000 Delegierten stimmte auf dem Bundesparteitag in Stuttgart einem Antrag zu, einen entsprechenden neuen Zusatz in die Verfassung zu schreiben. Dieser solle lauten: "Die Sprache in der Bundesrepublik ist Deutsch." Unions-Fraktionschef Volker Kauder lobte, dass sich der Parteitag am Montag klar hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel gestellt habe. Damit steuere die CDU in der Wirtschaftskrise einen klaren Kurs. Merkel habe in der Finanzkrise rasch gehandelt. Am Montag war Merkel mit 94,8 Prozent der Stimmen in ihrem Amt als CDU-Vorsitzende bestätigt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist stark bewölkt. Vor allem im Osten zeitweise Regen, in höheren Lagen Schnee. Die Tageshöchstwerte bewegen sich zwischen null und sechs Grad.

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