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Nachrichten

Dienstag, 19. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MOSKAU: Russland und die USA haben neue Verhandlungen über eine Verkleinerung ihrer Atomwaffen-Arsenale aufgenommen. Die auf zwei Tage angesetzten Gespräche in Moskau sollen zu einer Nachfolgeregelung für das Abkommen über die Reduzierung Strategischer Waffen, kurz START I führen. Das aktuelle Abkommen, das Anfang der neunziger Jahre geschlossen wurde, hat die Nuklearwaffenarsenale beider Großmächte beträchtlich reduziert und läuft Ende Dezember aus. Experten gehen davon aus, dass Russland derzeit noch über mehr als 3.100 strategische Atomsprengköpfe verfügt, die USA über deutlich mehr als 3.500.

COLOMBO: Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse hat in einer Rede im Parlament jetzt auch offiziell das Ende des fast 26-Jährigen Bürgerkriegs mit den tamilischen Rebellen im Norden des Landes verkündet. Der Zerschlagung der Rebellenorganisation 'Befreiungstiger von Tamil Eelam' habe keine endgültige Lösung für den ethnischen Konflikt zwischen den Singhalesen und der tamilischen Minderheit gebracht, räumte Rajapakse ein. Die Streitkräfte veröffentlichten inzwischen Fotos, auf denen die Leiche von Rebellenchef Velupillai Prabhakaran zu sehen sein soll. Kurz zuvor dementierten die Tamilenrebellen den Tod ihres Anführers noch vehement. Auf der ihnen nahestehenden Internetseite Tamilnet heißt es, ihr Führer lebe und befinde sich in Sicherheit.

RANGUN: Nach der Europäischen Union und anderen Staaten hat jetzt auch die Südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN von Birma die Freilassung der Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gefordert. Die Glaubwürdigkeit des Landes stünde angesichts des neuen Gerichtsverfahrens auf dem Spiel, heißt es in einer Erklärung. Die 63-Jährige ist angeklagt, die Auflagen ihres Hausarrests verletzt zu haben. Die Militärjunta sieht in dem neuen Verfahren offenbar die Chance, die populäre Politikerin an der Teilnahme der für 2010 in Birma geplanten Wahlen zu hindern. Ihr drohen fünf Jahre Haft.

GENF: Russland hat Gespräche mit Georgien über die Sicherheitslage im Kaukasus vorerst platzen lassen. Die Delegation aus Moskau verließ die Gesprächsrunde in Genf und begründete dies damit, dass die Vertreter der von Georgien abtrünnigen Region Abchasien nicht zu den Gesprächen erschienen waren. Ohne diese könne das Thema Sicherheit in beiden Regionen aber nicht besprochen werden, sagte der stellvertretende russische Außenminister Grigori Karasin. Die Europäische Union, die die Gespräche zusammen mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit und den Vereinten Nationen leitete, bedauerte den Abbruch. Die US-Regierung erklärte, es gebe Anzeichen für einen koordinierten Versuch einiger Beteiligter, die Beratungen zu untergraben.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat Israel zur Fortsetzung der Friedensgespräche mit den Palästinensern gedrängt. Die Regierung in Jerusalem müsse an den Verhandlungstisch zurückkehren, sagte Obama nach einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in Washington. Zugleich forderte Obama Israel zu einem Stopp des Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten auf und bekräftigte seine Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung. Netanjahu wollte sich erneut nicht zur Errichtung eines eigenen palästinensischen Staates äußern. Er sei zu Gesprächen bereit, die Palästinenser müssten aber das Existenzrecht Israels anerkennen, sagte Netanjahu.

LUXEMBURG: Apothekenketten bleiben in Deutschland verboten. Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg erklärte das deutsche "Apothekengesetz" im Interesse des Gesundheitsschutzes für zulässig. Demnach dürfen weiterhin nur approbierte Pharmazeuten eine Apotheke besitzen. Das Saarland hielt die deutschen Vorschriften für europarechtswidrig und hatte deshalb vor drei Jahren einer niederländischen Internet-Apotheke den Betrieb einer Filiale in Saarbrücken erlaubt.

MAINZ: Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg Hoppe, hält steigende Gesundheitskosten für unausweichlich. Die Bürger müssten sich auf deutlich höhere Ausgaben einstellen, weil Leistungen teurer und häufiger in Anspruch genommen würden, sagte Hoppe der "Rhein-Zeitung". Der Ärztepräsident forderte, künftig 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in die gesetzliche Krankenversicherung zu stecken. Bislang sind es 6,5 Prozent. An diesem Dienstag beginnt in Mainz der Ärztetag, auf dem Deutschlands Mediziner über die Zukunft ihres Berufsstandes diskutieren und Forderungen an die Politik beschließen wollen.

BERLIN: Der Streik in den kommunalen Kindertagesstätten geht weiter. Allein in Rheinland-Pfalz beteiligen sich nach Gewerkschaftsangaben Pädagogen aus mehr als 100 Einrichtungen an dem Arbeitskampf. In Bayern ist auch die Jugendhilfe und der allgemeine Sozialdienst betroffen. Darüber hinaus bleiben in Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und im Saarland Kindertagesstätten in öffentlicher Trägerschaft geschlossen. Die Gewerkschaften wollen einen tarifvertraglich geregelten Gesundheitsschutz für die kommunalen Angestellten durchsetzen.

BERLIN: Der Handelskonzern Arcandor lehnt eine Fusion seiner Tochterfirma Karstadt mit der Warenhauskette Kaufhof des Konkurrenten Metro ab. Der Vorschlag von Metro sei wohl eher ein taktisches Manöver, sagte Arcandor-Chef Gerhard Eick der "Süddeutschen Zeitung". Eine Fusion würde der angeschlagenen Karstadt-Mutter derzeit auch nicht helfen. Arcandor brauche für die Sanierung eine staatliche Bürgschaft und dafür kämpfe er. Metro-Chef Eckhard Cordes hatte sich mehrfach gegen Staatshilfen für Arcandor ausgesprochen. Dies führe zu Wettbewerbsverzerrungen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach freundlich und trocken, im Norden und Westen sowie an den Alpen einzelne Schauer. Die Temperaturen steigen auf 17 bis 25 Grad.


Am Vormittag meldeten:

Berlin: 17 Grad, wolkig
Dresden: 15 Grad nach Regen
Hamburg: 16 Grad, heiter
Köln/Bonn: 14 Grad, heiter
Frankfurt am Main: 13 Grad, heiter
München: 15 Grad, heiter

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