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Nachrichten

Dienstag, 19. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

BAGDAD: Die USA haben im Irak eine neue Offensive gegen El-Kaida-Zellen im Norden des Landes gestartet. Rund 10.000 amerikanische und irakische Soldaten rückten mit Bodentruppen, Panzern und Kampfhubschraubern in die Region um die Stadt Bakuba ein, wie das US-Militär mitteilte. Bereits in den ersten Stunden der Operation seien mindestens 22 Aufständische getötet worden. Die eigenen Verluste bezifferten die Koalitionstruppen auf sechs getötete und 16 verletzte Soldaten. Ziel der Offensive sei es, den Einfluss der El Kaida in der Provinz Dijala zu brechen. Die Provinz ist eine der Hochburgen der Aufständischen. Bei Gefechten zwischen der irakischen Polizei und Mitgliedern der Miliz des radikalen Schiitenführers Moktada el Sadr in der Stadt Nassarija wurden seit Sonntag mindestens 35 Menschen getötet und 125 weitere verletzt.

BAGDAD: Bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad sind nach Polizeiangaben mindestens 12 Menschen getötet und etwa 75 weitere verletzt worden. Die Bombe sei in der Nähe einer schiitischen Moschee in Zentrum der irakischen Hauptstadt detoniert, die dabei schwer beschädigt wurde. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Anfang des Monats war die den Schiiten heilige Goldene Moschee in Samara zum zweiten Mal Ziel eines Bombenanschlags. Aufgebrachte Schiiten hatten danach Anschläge auf mehrere Moscheen der Sunniten verübt.

GENF: Nach monatelangem Ringen hat sich der im vergangenen Jahr neu gegründete Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen auf Arbeitsrichtlinien geeinigt. Danach sind alle Mitgliedsstaaten, auch die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, zu einer regelmäßigen Überprüfung ihrer Menschenrechtssituation verpflichtet. Zudem strich das Gremium Kuba und Weißrussland von der Liste der Länder, die besonders beobachtet werden. Auf der so genannten schwarzen Liste verbleiben unter anderen Nordkorea, Kambodscha und der Sudan. Der Menschenrechtsrat hatte am 19. Juni 2006 die UN-Menschenrechtskommission abgelöst. Dem Gremium gehören 47 Mitglieder an.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat hat den Raketenangriff mutmaßlicher militanter Palästinenser aus dem Libanon auf den Norden Israels scharf verurteilt. Die Attacke sei ein schwerwiegender Bruch des Waffenstillstands, erklärte das höchste UN-Gremium. Zugleich berüßten die 15 Mitglieder des Rates die Ankündigung der libanesischen Regierung, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Am Sonntag waren in der nordisraelischen Stadt zwei aus dem Libanon abgefeuerte Raketen eingeschlagen. Sie richteten nur Sachschäden an.

BANGKOK: Die Polizei in Thailand hat den gestürzten Regierungschef Thaksin Shinawatra und seine Frau zu einer Vernehmung vorgeladen. Falls der ehemalige Ministerpräsident am 29. Juni nicht erscheine, müsse er mit einem Haftbefehl rechnen, sagte der Chef der Abteilung Sonderermittlungen, Sunai Manomaiudom in Bangkok. Thaksin und seiner Frau werden Verstöße gegen die gesetzliche Pflicht zur Offenlegung von Vermögenswerten vorgeworfen. Die beiden sollen Anteile an einer Holding gehalten haben, die im Besitz der Familie Shinawatra ist. Kabinettsmitglieder in Thailand dürfen keine Aktien börsennotierter Unternehmen besitzen. Thaksin lebt seit dem Militärputsch vom September vergangenen Jahres im Ausland.

SYDNEY: Nach der Zerschlagung eines internationalen Kinderpornographie-Rings in Großbritannien und 34 weiteren Ländern sind auch in Australien vier Männer festgenommen. Sie hätten sich aus dem Bestand der Online-Plattform Bilder heruntergeladen, teilte die australische Polizei in Canberra mit. Zudem sei ein möglicherweise missbrauchtes Kind in Gewahrsam genommen worden. Weltweit seien 63 Menschen festgenommen, 22 missbrauchte Kinder gerettet und neun weitere in Gewahsam genommen worden. Die britische Polizei hatte die Zerschlagung des Rings am Montag bekannt gegeben. Sie habe mehr als 700 Verdächtige im Visier, hießes.

GENF: Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Flüchtlinge weltweit wieder gestiegen. Wie aus dem Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks hervorgeht, waren Ende des vergangenen Jahres rund 9,9 Millionen Menschen auf der Flucht. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg sei in erster Linie auf die Situation im Irak zurückzuführen, heißt es in dem UN-Bericht. - Nicht in die Berechnung einbezogen wurden etwa 25 Millionen Menschen, die wegen eines Konflikts innerhalb ihres Landes auf der Flucht sind. Sie gelten nach internationaler Definition als Vertriebene, nicht als Flüchtlinge.

BERLIN: Die Spitzen der großen Koalition haben sich bei der Pflegereform und beim Streitthema Mindestlohn auf Kompromisse verständigt. Bei der Pflegeversicherung einigte sich der Koalitionsausschuss darauf, den Beitragssatz Mitte nächsten Jahres um 0,25 Prozentpunke zu erhöhen. Dies gebe diesem Sozialversicherungszweig etwa bis 2015 finanzielle Sicherheit, sagte SPD-Chef Kurt Beck nach gut siebenstündigen Verhandlungen im Kanzleramt. Im Gegenzug solle bereits zum 1. Januar der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung um 0,3 Punkte sinken. Beim Thema Mindestlohn verständigten sich Union und SPD darauf, über eine Ausweitung des so genannten Entsendegesetzes Lohnuntergrenzen in weiteren Branchen einzuführen. Bisher gibt es entsprechende Regelungen nur im Baugewerbe und bei den Gebäudereinigern. Die Forderung der Sozialdemokraten nach einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn wurde von den Unionsparteien abermals zurückgewiesen.

KARLSRUHE: Die Gasnetzbetreiber müssen der Bundesnetzagentur Auskunft über ihre Preisgestaltung geben. Das entschied der Bundesgerichtshof. Die Versorger hatten sich in Karlsruhe gegen das Auskunftsverlangen der Behörde gewehrt, die von ihnen im Dezember 2005 für einen Bericht an die Bundesregierung detaillierte Angaben über die Preisgestaltung haben wollte. Sie sahen darin eine Verletzung ihrer Geschäftsgeheimnisse.

HALLE: Nach dem Busunglück in Sachsen-Anhalt mit 13 Toten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher. Gegen einen Lkw-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Herbeiführung eines schweren Verkehrsunfalls und fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet. Der Bus war mit 49 Personen besetzt. Er beförderte eine Seniorengruppe, die auf dem Weg von Nordrhein-Westfalen nach Dresden war.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonnenschein. Nur vereinzelt kommt es zu Schauern oder Gewittern. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 22 Grad an der dänischen Grenze und 31 Grad am Oberrhein.

Zuletzt meldeten bei zumeist leicht bewölktem Himmel:
Hamburg: 20°;
Berlin und Dresden: 21°;
Köln/Bonn, Frankfurt am Main und München: 22°.

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