1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 18. November 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Zur Unterstützung der schwer angeschlagenen Automobilbranche hat Außenminister und SPD-Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier ein abgestimmtes, gemeinsames Vorgehen der europäischen Staaten gefordert. Unternehmen, die im Grunde gesund seien, dürften nicht kaputt gehen, sagte Steinmeier nach einem Treffen mit den Betriebsratschefs der deutschen Autobauer. Er verwies auf den Opel-Konzern. Die Bundesregierung will bis Weihnachten über die von Opel erbetene Milliarden-Bürgschaft entscheiden. Nach Einschätzung von Experten wären bei einem Aus des Autobauers neben den knapp 26.000 Arbeitsplätzen dort mindestens 50.000 weitere Jobs bei Zulieferern bedroht. - Auch der Chef der Euro-Gruppe, Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker plädierte für ein Rettungskonzept auf europäischer Ebene.

CHICAGO: Der künftige US-Präsident Barack Obama und sein unterlegener republikanischer Mitbewerber John McCain wollen bei der Bewältigung der aktuellen Probleme zusammenarbeiten. Nach einem Treffen in Obamas Übergangs-Dienstsitz in Chicago teilten beide mit, die US-Bürger wünschten sich eine Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Die Wirtschaftskrise müsse gelöst, neue Energiegesetze müssten verabschiedet und die nationale Sicherheit gewährleistet werden. Obama hatte nach der Wahl angekündigt, auch Republikaner in sein Regierungsteam berufen zu wollen.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat nochmals dazu aufgerufen, die Probleme der Entwicklungsländer trotz der weltweiten Finanzkrise nicht aus den Augen zu verlieren. Der Bundespräsident verwies besonders auf die afrikanischen Staaten. Dieser Kontinent spiele eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den Klimawandel, für die Sicherheit Europas und die Rohstoffversorgung. Köhler fügte hinzu, die Einwanderer aus Afrika könnten langfristig nicht mit - wie er formulierte - Polizeimethoden aufgehalten werden.

LONDON: Amnesty International hat Georgien und Russland schwere Menschenrechtsverletzungen während des fünftägigen Krieges im August vorgeworfen. Diese müssten von unabhängiger Seite untersucht werden, heißt es in einem an diesem Dienstag veröffentlichten Bericht. Auch gebe es noch 20.000 Georgier, die nicht in ihre Häuser nach Süd-Ossetien zurückkönnten. An der georgisch-südossetischen Verwaltungsgrenze sei eine "Zone der Unsicherheit" entstanden. Es gebe Berichte von Plünderungen, Schießereien und Entführungen. Georgiens UN-Botschafter Irakli Alassania sprach sich erneut für eine internationale Untersuchung aus, welches Land Kriegsverursacher gewesen sei.

HAVANNA: Chinas Präsident Hu Jintao hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Kuba auf. Kurz nach seinem Eintreffen in Havanna meldete das kubanische Fernsehen, bereits im Vorfeld seien einige Wirtschaftsverträge unterzeichnet worden. Nach Venezuela ist China der zweitwichtigste Handelspartner Kubas.

NEW YORK: Die UN-Friedenstruppe in der Demokratischen Republik Kongo soll vorübergehend um 3.100 Soldaten aufgestockt werden. Das geht aus einem von Frankreich vorgelegten Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat hervor. Damit würde die jetzt schon größte Friedenstruppe der Vereinten Nationen auf rund 20.000 Mann anwachsen. Der Resolutionsentwurf fordert die MONUC-Truppe auf, die zusätzlichen Soldaten zum Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen und dabei robuste Einsatzregeln anzuwenden.

MOGADISHU: Der von somalischen Piraten gekaperte saudische Supertanker 'Sirius Star' nähert sich der somalischen Küste. Die Piraten hatten den Supertanker mit rund zwei Millionen Barrel Erdöl am Samstag vor der kenianischen Küste gekapert. Die Ladung hat einen Marktwert von rund einhundert Millionen US-Dollar.

TRAUNSTEIN: Im Prozess um den Einsturz der Eissporthalle von Bad Reichenhall im Januar 2006 hat das Landgericht Traunstein einen Bauingenieur zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt. Er hatte Fehler bei der Berechnung der Dachstatik eingeräumt und wurde der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden. 15 Menschen waren ums Leben gekommen, als das Gebäude unter der Last einer schweren Schneedecke zusammenbrach. Ein Architekt, der teilweise die Bauaufsicht hatte, und ein Gutachter wurden freigesprochen.

BERLIN: Der Freistaat Sachsen ist der große Sieger des neuen PISA-Schulleistungstests in Deutschland. Das Bundesland erreicht in allen drei Disziplinen Lese- und Textverständnis, Naturwissenschaften und Mathematik den ersten Platz und verdrängte Bayern von der Spitzenposition auf Rang zwei. Die Ergebnisse des Tests werden an diesem Dienstag in Berlin offiziell vorgestellt. Schlusslicht in allen drei Bereichen ist Bremen. - Bei der internationalen PISA-Studie 2006 landete Deutschland im Mittelfeld. Der Vergleich der Bundesländer ist eine ergänzende Untersuchung, an der 57.000 Kinder an 1.500 Schulen teilnahmen.

SAN FRANCISCO: Der Gründer und Chef des Internetportals Yahoo, Jerry Yang, tritt zurück. Das Unternehmen teilte mit, der 40-Jährige werde solange weiter im Amt bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sei. Vor allem Aktionäre hatten Yang für die gescheiterte Übernahme Yahoos durch Microsoft im Mai verantwortlich gemacht. Auch der Versuch einer Internet-Anzeigenkooperation mit Google scheiterte.

LOS ANGELES: Die Feuerwehr im US-Bundesstaat Kalifornien meldet nach dem Abflauen des starken Winds Erfolge im Kampf gegen die Waldbrände. Anordnungen zum Verlassen von Häusern wurden aufgehoben. Die Behörden warnten aber davor, dass die Gefahr noch nicht endgültig gebannt sei. Bisher wurden rund 1.000 Häuser zerstört, 170 Quadratkilometer Wald und Busch verbrannten. Viele Schulen im Großraum von Los Angeles blieben wegen der starken Luftverschmutzung durch Rauch und Asche weiter geschlossen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Oftmals dichte Wolken und zeitweise schauerartiger Regen, im Bergland teils mit Schnee. Höchstwerte zwei bis zehn Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 5 Grad, leichter Regen
Berlin: 0 Grad, wolkenlos
Dresden: 1 Grad, wolkenlos
Köln/Bonn: 4 Grad, nach Regen
Frankfurt am Main: 2 Grad, wolkenlos
München: 3 Grad, bedeckt

Audio und Video zum Thema