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Nachrichten

Dienstag, 18. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Union und FDP im Bundestag haben sich auf eine Initiative zur Einführung einer Finanzmarktsteuer geeinigt. Das teilten die Fraktionschefs Kauder und Homburger in Berlin mit. In dem Beschluss des Koalitionsausschusses wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf europäischer und globaler Ebene für eine wirksame Finanzmarktsteuer einzusetzen. Konkret sollen Finanztransaktionen oder andere Finanzaktivitäten besteuert werden. Die Bevölkerung erwarte, dass die Branche über die geplante Bankenabgabe hinaus an den Kosten der Krise beteiligt werde, heißt es weiter.

BRÜSSEL: Gegen den Widerstand Großbritanniens wollen die EU-Finanzminister an diesem Dienstag strengere Regeln für hochspekulative Hedge Fonds auf den Weg bringen. Sie sollen künftig einer Meldepflicht unterliegen und ihre Anlagestrategien offenlegen. Damit soll für Transparenz in der Branche gesorgt werden, die mit ihren risikoreichen Geschäften für Finanzmarktturbulenzen verantwortlich gemacht wird. Großbritannien, wo etwa 80 Prozent der europäischen Hedge Fonds angesiedelt sind, befürchtet wegen der neuen Regeln Nachteile für den Finanzplatz London. Nach Auskunft von Bundesfinanzminister Schäuble gibt es in Brüssel aber eine breite Mehrheit für das Vorhaben. - In der Nacht hatte der Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments mit großer Mehrheit für eine eigene Version einer Hegde-Fonds-Richtlinie gestimmt.

RIAD/ BERLIN: Zwei Kinder der vor elf Monaten im Jemen entführten Familie aus Sachsen sind in Freiheit. Dies teilten sowohl das saudiarabische Innenministerium als auch Bundesaußenminister Westerwelle mit. Danach wurden die beiden Mädchen von einer saudiarabischen Spezialeinheit auf jemenitischem Territorium befreit. Den Mädchen gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es weiter. Zum Schicksal des dritten Kindes und der Eltern wurde nichts mitgeteilt. Die Familie war Mitte Juni 2009 zusammen mit einem Briten, zwei deutschen Frauen und einer Südkoreanerin im Nordwesten des Jemen verschleppt worden. Wenig später wurden die Leichen der drei Frauen gefunden.

KABUL: Bei einem Autobombenanschlag der radikalislamischen Taliban in der afghanischen Hauptstadt sind nach Meldungen der Nachrichtenagentur afp mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen worden. Aus Armeekreisen verlautete, unter den Opfern seien auch sieben ISAF-Soldaten. Der Angriff habe einem NATO-Konvoi gegolten oder der Militärakademie, in der Anti-Terror-Kämpfer ausgebildet werden, teilte das Innenministerium mit.

BANGKOK: Nach Tagen gewaltsamer Proteste zeichnen sich in der thailändischen Hauptstadt Verhandlungen der Konfliktparteien ab. Die Regierungsgegner erklärten sich zu Gesprächen bereit, die vom Senat angeregt worden waren. So sollten weitere Todesopfer verhindert werden, sagten Anführer der Rothemden bei einer Pressekonferenz in einem befestigten Lager der Demonstranten. Man wolle für die Vermittlungsversuche des Senatspräsidenten keine Bedingungen stellen. - Bei Straßenschlachten zwischen Rothemden und Soldaten waren in den vergangenen fünf Tagen mindestens 38 Menschen getötet worden. Radikale Kämpfer versuchten, sich auch außerhalb der von der Armee umstellten Stadtviertel festzusetzen.

PARIS: Zwei Jahrzehnte nach der Ermordung des iranischen Exilpolitikers Bachtiar wird der Attentäter vorzeitig freigelassen und nach Teheran abgeschoben. Die Entscheidung des Pariser Berufungsgerichts ist bereits die zweite Freilassung eines Iraners innerhalb von zwei Wochen. Am Wochenende konnte die 24-jährige Französin Reiss nach zehn Monaten Haft im Iran nach Paris zurückfliegen. Spekulationen über einen Zusammenhang haben die französischen Behörden zurückgewiesen. Wegen der Ermordung Bachtiars im Januar 1991 war Rad 1994 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In dem Prozess hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, dass der Iran für das Attentat verantwortlich sei. Bachtiar war der letzte Ministerpräsident des Schah-Regimes. - Drei Monate nach dem Sturz von Resa Pahlewi 1979 war Bachtiar ins Exil nach Frankreich gegangen.

PEKING/ NEW YORK: China begrüßt das jüngste Abkommen über einen Tausch iranischen Urans in der Türkei. Man halte den unter Vermittlung der Türkei und Brasiliens erzielten Kompromiss für wichtig und unterstütze ihn, erklärte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums in Peking. Man hoffe, dass die in Teheran getroffene Vereinbarung eine friedliche Lösung des Atomstreits mit dem Iran fördern werde. Die Vereinten Nationen hatten von einem "ermutigenden Schritt" gesprochen, aber an die bereits verabschiedeten UN-Resolutionen erinnert. Der Iran hatte trotz der neuen Vereinbarung darauf beharrt, weiter auch selbst Uran anzureichern. Dies kritisierten vor allem auch die USA. - Nach dem neuen Abkommen soll der Iran im Tausch gegen schwach angereichertes Uran Brennstäbe für einen Forschungsreaktor erhalten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten, aber auch örtlichen Schauern. Im Nordosten später regnerisch. Die Temperaturen steigen auf höchstens zwölf bis 17 Grad.

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