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Nachrichten

Dienstag, 18. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BERLIN: Die Bundesregierung will in den nächsten Tagen allen Deutschen im Libanon die Ausreise ermöglichen. Am Mittwoch sei ein weiterer Buskonvoi geplant, und am Freitag solle es neue Evakuierungsflüge von der syrischen Hauptstadt aus geben, für noch einmal etwa 400 Bundesbürger, kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier im ZDF an. 320 deutsche Flüchtlinge waren am Morgen mit einem Airbus aus Damaskus in Düsseldorf eingetroffen. - Zu einer möglichen Teilnahme der Europäischen Union an einer UN- Sicherheitsmission im Südlibanon äußerte sich der SPD-Politiker zurückhaltend. Bei den europäischen Außenministern gebe es - entgegen jüngsten Berichten - bisher noch keinen konkreten Plan. Einem sinnvollen Vorschlag der Vereinten Nationen werde sich die EU aber "nicht völlig entziehen können".

BEIRUT: Die israelische Armee hat ihre Angriffe auf den Libanon fortgesetzt. Die Luftwaffe flog in der Nacht zum Dienstag Angriffe auf mehrere Militäranlagen und die Hochburgen der schiitischen Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut. Auch die Hisbollah feuerte wieder zahlreiche Katjuscha-Raketen auf den Norden Israels ab. Die Evakuierung von im Libanon lebenden Ausländern läuft unterdessen weiter auf Hochtouren. Am Montag hatte Israels Ministerpräsident Ehud Olmert eine Fortsetzung der Militäroffensive im Libanon bis zur Freilassung der verschleppten israelischen Soldaten angekündigt.

KAIRO: Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak hat den gewaltsamen Widerstand der Palästinenser und Libanesen gegen Israel kritisiert. Niemand streite das Recht von Völkern ab, Besatzungsmächten Widerstand zu leisten, sagte Mubarak in einem Gespräch mit der Parteizeitung "El Watani el Jom". Dies müsse aber Gewinne und Verluste berücksichtigen. Wer die Lage 'zum Brennen bringe', um 'begrenzte Gewinne' zu erreichen, missachte das wichtigste Ziel der Palästinenser, nämlich einen unabhängigen Staat, sagte der Präsident. Was er über den palästinensischen Widerstand gesagt habe, gelte auch für den libanesischen, betonte Mubarak.

JAKARTA: Die Zahl der Opfer durch den Tsunami auf der indonesischen Insel Java steigt weiter. Nach Behördenangaben wurden bisher mehr als 300 Tote gezählt. Allein in dem auch bei ausländischen Touristen beliebten Urlaubsort Pangandaran verloren etwa 170 Menschen ihr Leben. Unter den Opfern der Flutwelle sollen auch Ausländer aus den Niederlanden und Schweden sein. Rund 23.000 Menschen sind nach der Flutwelle geflohen, entweder weil ihre Häuser zerstört wurden oder weil sie einen weiteren Tsunami fürchten. Ein Seebeben der Stärke 7,7 hatte am Montag zu einer zwei Meter hohen Flutwelle geführt, die Urlaubsorte und Fischerdörfer an einem rund 180 Kilometer langen Küstenabschnitt von Java zerstörte.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag in der irakischen Stadt Kufa sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Menschen wurden verletzt, als der Sprengsatz in der schiitischen Stadt explodierte. Augenzeugen sagten, die Bombe sei gegenüber der Großen Moschee von Kufa in die Luft gegangen und habe eine Gruppe von Tagelöhnern getroffen.

MASAR-I-SCHARIF: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung ist zu einem zweitägigen Truppenbesuch im Norden Afghanistans eingetroffen. Die Bundeswehr hatte kürzlich in Masar-i-Scharif das Kommando über die Internationale Schutztruppe -ISAF- übernommen. Die Sicherheitslage hat sich auch in dieser Region in den letzten Monaten deutlich verschlechtert. Auch deutsche Soldaten waren mehrfach das Ziel von Anschlägen.

BRÜSSEL: Im Vorfeld einer internationalen Darfur-Konferenz hat die Europäische Union die Forderung nach einem Einsatz von UN-Friedenstruppen in der sudanesischen Krisenregion bekräftigt. Die Ablösung der Mission der Afrikanischen Union durch UN-Truppen sei langfristig die einzige realistische Option, heisst es in einer Erklärung. Die Regierung in Khartum lehnt diese Forderung ab. Vertreter der EU, der USA, der NATO, der UN und der Afrikanischen Union wollen an diesem Dienstag in Brüssel auch über die Finanzierung des aktuell 7.000 Mann starken Kommandos der AU beraten.

PEKING: Chinas Bruttoinlandsprodukt -BIP- ist im ersten Halbjahr 2006 im Vorjahresvergleich um 10,9 Prozent gewachsen. Das ist das schnellste Wachstum im vergangenen Jahrzehnt. Wie das Nationale Statistikbüro weiter mitteilte, wuchs das BIP im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr sogar um 11,3 Prozent. Der Handelsüberschuss belief sich den Angaben zufolge in den Monaten Januar bis Juni auf die Rekordsumme von rund 61 Milliarden Dollar.

DÜSSELDORF: Die Tarifverhandlungen für die rund 70.000 Ärzte an kommunalen Kliniken sind nach einem Verhandlungsmarathon ohne Einigung auf diesen Dienstag vertagt worden. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund drohte mit dem Abbruch der Gespräche, sollten die Arbeitgeber ihr Gehaltsangebot nicht nachbessern. Die Forderung nach mindestens 15 Prozent mehr Gehalt wurde von den Arbeitgebern nochmals als nicht finanzierbar abgelehnt.

WASHINGTON: Der US-amerikanische Bestseller-Autor Mickey Spillane ist im Alter von 88 Jahren in South Carolina gestorben. 1947 veröffentlichte Spillane mit "Ich der Richter" das erste Abenteuer seines Detektivs Mike Hammer, der sich vor allem durch größere Gewaltbereitschaft und sexuelle Anspielungen von den Roman-Kollegen seiner Zeit abhob. Es folgten sieben weitere Hammer-Krimis, die mehrfach verfilmt wurden. Mit rund 200 Millionen verkaufter Bücher gehört Spillane zu den kommerziell erfolgreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:
Es bleibt hochsommerlich mit viel Sonnenschein. Temperaturen maximal zwischen 23 Grad an den Küsten und bis zu 35 Grad am Rhein.

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