1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 18. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag.

TEL AVIV: Der schwerste Terroranschlag in Israel seit mehr als eineinhalb Jahren hat weltweit Empörung ausgelöst. Auf Unverständnis stieß vor allem die Reaktion der palästinensischen Hamas-Regierung, die den Terrorakt vom Montag als legitime Antwort auf die israelische Politik bezeichnete. UN-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich tief beunruhigt über die jüngste Welle der Gewalt im Nahen Osten und bat das so genannte Nahost-Quartett zu Beratungen nach New York. Das Treffen zwischen den USA, Russland, den Vereinten Nationen und der EU soll am 9. Mai stattfinden. Israel will an diesem Dienstag über mögliche Vergeltungsmaßnahmen entscheiden. Bei dem Anschlag in Tel Aviv hatte der Attentäter neun Menschen mit in den Tod gerissen.

TOKIO: Japan schließt sich den USA und der EU an und setzt seine finanzielle Unterstützung für die radikale Hamas-Regierung in den Palästinensergebieten vorerst aus. Die Hamas müsse zunächst ihre israelfeindliche Haltung aufgeben und am Friedensprozess teilnehmen, betonte das Außenministerium in Tokio. - Dagegen haben der Iran, Russland und der Golfstaat Katar Finanzhilfen in Millionenhöhe zugesagt.

MOSKAU: In dem Konflikt um das iranische Atomprogramm beraten die fünf Vetomächte des Weltsicherheitsrates und Deutschland an diesem Dienstag in Moskau über einen Ausweg. Russland werde nur eine diplomatische Lösung dulden, erklärte das russische Außenministerium. Das Treffen auf der Ebene von Vizeaußenministern findet hinter verschlossenen Türen statt. Die USA fordern ein hartes Vorgehen gegen Teheran, während die europäischen Mächte Großbritannien, Frankreich und Deutschland vermitteln wollen. Russland und China wollen Sanktionen gegen den Iran verhindern. Teheran bestreitet weiter eine geplante militärische Nutzung der iranischen Nuklearforschung.

POTSDAM: Von den beiden Tätern, die am Ostersonntag in Potsdam einen 37-jährigen gebürtigen Afrikaner angegriffen und lebensgefährlich verletzt hatten, fehlt bislang jede Spur. Der Überfall auf den gebürtigen Äthiopier mit deutschem Pass hatte nach Angaben der Polizei ein fremdenfeindliches Motiv. Der Ingenieur und Vater zweier Kinder liegt mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus. Für Hinweise auf die Täter ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. In Potsdam demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen rechtsextremistische Gewalt.

LEIPZIG: Der Ärztestreik an den Universitätskliniken geht in die sechste Woche. Unter anderem beteiligen sich Mediziner in Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen an dem Arbeitskampf. In der Nacht hatten sich in Leipzig mehr als 200 Ärzte zu einem so genannten Mitternachtsstreik mit anschließender Demonstration getroffen, um auf ihre Nacht- Wochenend- und Feiertagsschichten aufmerksam zu machen. Die Ärztevertretung Marburger Bund fordert für die 22.000 Ärzte an den Kliniken 30 Prozent mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.

BUKAREST: In Osteuropa kämpfen die Menschen weiter gegen das Hochwasser der Donau und ihrer Nebenflüsse. In Rumänien, Bulgarien und Serbien erreichen die Pegel neue Rekordhöhen. Die Scheitelwelle wird erst in den nächsten Tagen erwartet. Besonders kritisch ist die Lage in Rumänien. Im Süden des Landes mussten mehrere tausend Menschen evakuiert werden, nachdem ein Damm gebrochen war. Mehr als 120 Häuser stürzten ein, hunderte weitere stehen metertief unter Wasser.

MEXIKO-STADT: Bei einem Busunglück im Osten Mexikos sind nach offiziellen Angaben 57 Menschen ums Leben gekommen. Zunächst war noch von 63 Todesopfern die Rede gewesen. Der Unfall ereignete sich auf einem steilen Abschnitt einer Autobahn, die Mexiko-Stadt mit Veracruz am Golf von Mexiko verbindet. Ursache könne sowohl ein Bremsversagen als auch ein Fehler des Fahrers sein, heißt es.

NEW YORK: Zwei Zeitungen in New Orleans und Biloxi haben für ihre kritische Berichterstattung über das Chaos in Lousisiana nach dem Hurrikan Katrina den Pulitzerpreis für ihren 'Dienst an der Öffentlichkeit' gewonnen. Auch die beiden 'Flaggschiffe' des liberalen US-Journalismus, die 'New York Times' und die 'Washington Post', wurden erneut ausgezeichnet. Den Literaturpreis vergab das Pulitzer-Komitee an die US-Schriftstellerin Geraldine Brooks für ihren Roman 'March'. Die Pulitzerpreise sind die höchsten Auszeichnungen für amerikanische Schriftsteller und Journalisten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonne und Wolken im Wechsel. Zum Teil gewittrige Schauer vor allem im Norden und Süden. Die Höchstwerte liegen zwischen elf und 17 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad wolkig; Berlin: 7 Grad, fast wolkenlos; Dresden: 8 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 6 Grad, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: 5 Grad, neblig und München: 9 Grad, stark bewölkt.