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Nachrichten

Dienstag, 17. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

WASHINGTON/TOKIO: International wächst die Sorge über einen möglichen zweiten Atomwaffentest des kommunistischen Nordkorea.
Aufnahmen von Spionagesatelliten könnten auf Vorbereitungen für einen weiteren Versuch hindeuten, berichten mehrere US-Sender. Regierungsvertreter in Japan und Südkorea äußerten sich ähnlich. - Der amerikanische Vize-Außenminister und Sonderbeauftragte für Nordkorea, Christopher Hill, rief zum Auftakt seiner Gespräche in Südkorea die Staatengemeinschaft nochmals dazu auf, die Sanktionsbeschlüsse des UN-Sicherheitsrates gegen Nordkorea mitzutragen. Hill hatte sich zuvor mit der japanischen Regierung beraten. Die Führung in Pjöngjang bezeichnete die in New York verabschiedete Resolution nochmals als Kriegserklärung.

LUXEMBURG: Die Außenminister der Europäischen Union beraten an diesem Dienstag über die Atomkonflikte mit dem Iran und Nordkorea. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte bereits im Vorfeld erklärt, nach den bisher erfolglosen Verhandlungen mit Teheran herrsche Einmütigkeit, dass der Weltsicherheitsrat jetzt über Sanktionen beraten müsse. Die EU sei aber weiter zu Verhandlungen mit dem Iran bereit.

WARSCHAU: In Polen kommt es zur Neuauflage der vor drei Wochen zerbrochenen rechtsgerichteten Drei-Parteien-Koalition. Die
konservative Partei Recht und Gerechtigkeit von Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski einigte sich mit den bisherigen Partnern, der rechtspopulistischen Bauernpartei Samoobrona und der katholischen Liga der polnischen Familien auf eine Fortsetzung des Bündnisses. Ein Regierungssprecher bestätigte, dass Samoobrona-Chef Andzrej Lepper, der von Kaczynski noch im September als Unruhestifter bezeichnet und aus dem Amt entlassen worden war, wieder als Vize-Ministerpräsident und Agrarminister eingesetzt worden sei.
Hintergrund der Einigung sind die schlechten Umfragewerte der Regierungsparteien im Hinblick auf eine vorgezogene Neuwahl.

BERLIN: Die Armuts-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung wird weiter diskutiert. Der für den Aufbau Ost zuständige Minister Wolfgang Tiefensee betonte genauso wie Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, die Arbeitsmarktreform Hartz IV sei nicht Ursache für eine Verschärfung der Lage. Hartz IV habe im Gegenteil deutlich gemacht, wie viele Menschen ohne Arbeit seien. Gerade in den neuen Bundesländern stelle sich die Armut auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit verschärft dar, sagte Tiefensee. Der Bildung komme bei der Lösung des Problems eine wichtige Rolle zu. Als arm werden in Deutschland Menschen mit weniger als 900 Euro Monatseinkommen bezeichnet.

JERUSALEM: Der israelische Generalstaatsanwalt Menachem Masus will in den nächsten zwei Wochen entscheiden, ob gegen Präsident Mosche Katzav offiziell Anklage erhoben wird. Dem 61-jährigen Likud-Politiker werden Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und Korruption im Amt vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft in Jerusalem prüft derzeit die Unterlagen und formuliert einen Entwurf für eine mögliche Anklage. Katzav selbst sprach nochmals von einem Komplott und einer Verleumdungskampagne.

COLOMBO: Nach dem schweren Selbstmordanschlag auf Marine-Soldaten in Sri Lanka hat die Luftwaffe einen Stützpunkt tamilischer Rebellen im Nordosten bombardiert. Dessen ungeachtet ist die Regierung in Colombo nach den Worten eines Unterhändlers weiter bereit, die Friedensgespräche mit den Aufständischen wieder aufzunehmen. Im Norden des Inselstaates nahe Habarana hatte am Montag ein Attentäter seinen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in einen Konvoi mit Marine-Soldaten gesteuert. 92 Soldaten und mindestens acht Zivilisten wurden mit in den Tod gerissen. Die Polizei spricht zudem von mehr als 150 Verletzten. Das Militär macht die so genannten Befreiungstiger von Tamil Eelam LTTE für den Anschlag
verantwortlich.

NEW YORK: Die Neuwahl für den Sitz Lateinamerikas im UN- Sicherheitsrat ist nach zehn Wahlgängen vertagt worden. Als potentieller Nachfolger Argentiniens hatte Guatemala am Montag zwar eine relative Mehrheit für sich verbuchen können. Es verfehlte aber ebenso wie der von den USA abgelehnte Kontrahent Venezuela stets die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Zuletzt kam Guatemala auf 110, Venezuela auf 77 Stimmen, die Anteile schwankten jedoch im Verlauf der Wahlgänge stark. Die Entscheidung kann sich Wochen hinziehen. - Die Nachfolger der anderen ausscheidenden nichtständigen Mitglieder des Sicherheitsrats Dänemark, Griechenland, Tansania und Japan wurden bereits gewählt. Es sind Belgien, Italien, Südafrika und Indonesien.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen haben Eritrea den Bruch des Waffenstillstands mit Äthiopien aus dem Jahr 2000 vorgeworfen. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, Eritrea habe rund 1.500 Soldaten und 14 Panzer in die Sicherheitszone im Grenzgebiet gebracht. Außerdem sei ein Posten der UN-Mission besetzt worden. Annan wertete den Vorgang als schwere Verletzung des Waffenstillstands und rief Eritrea auf, die Truppen sofort aus der Pufferzone zurückzuziehen. Die Waffenruhe war im Jahr 2000 in Algier nach einem blutigen Grenzkrieg ausgehandelt worden. Sie wird von 3.800 UN-Soldaten überwacht. An der Mission nehmen auch zwei Bundeswehrsoldaten teil.

HONOLULU: Vor der Küste von Papua-Neuguinea im Pazifik ist ein Seebeben mit der Stärke von mindestens 6,5 registriert worden. Vorsorglich wurde eine Tsunami-Warnung für die Region ausgegeben. Das Warnzentrum auf den amerikanischen Hawaii-Inseln rechnet jedoch nicht mit einer Flutwelle. Das Epizentrum lag 100 Kilometer vor der Nordküste der Insel New Britain. - Auf Hawaii laufen nach dem schweren Erdbeben vom Sonntag die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Etliche Straßen und Gebäude auf den Inseln Oahu und Big Island waren schwer beschädigt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder ein schöner Spätsommertag: Im Süden und in der Mitte noch länger neblig, sonst heiter. Tageswerte zwischen 13 und 20 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 17.10.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9FyS
  • Datum 17.10.2006
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