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Nachrichten

Dienstag, 17. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Mit Aktionen in zahlreichen deutschen Städten demonstrieren Schüler und Studenten für eine bessere Bildung in Deutschland. Sie wollen damit gegen überlastete Studiengänge, soziale Ungleichheit im Bildungssystem und chronische Unterfinanzierung der Unis protestieren. Bundesbildungsministerin Annette Schavan äußerte Verständnis für die Anliegen der Studenten. Die Forderung nach einer Verbesserung der Lehre könne sie nachvollziehen, sagte Schavan im Deutschlandfunk und räumte ein, dass es Fehler bei der Umsetzung der Hochschulreform gegeben habe. Bereits seit Tagen halten Studenten an zahlreichen Unis Hörsäle besetzt. Auch in den Nachbarländern Österreich und Frankreich sind für heute Aktionen geplant.

BERLIN: Vor der Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg hat die FDP ihr Drängen auf Steuersenkungen verstärkt. Es gebe eine klare Linie, die im Koalitionsvertrag vereinbart sei, sagte FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger der "Thüringer Allgemeinen". Bereits zum Jahresbeginn 2011 sollte es weitere Entlastungen verbunden mit der Einführung eines Stufentarifs geben, forderte Homburger. Das Bundeskabinett kommt an diesem Dienstag unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu seiner ersten Klausurtagung zusammen. Bei der zweitägigen Konferenz soll über die Themen Steuern, Gesundheit, Sicherung von Arbeitsplätzen sowie Energie und Klimaschutz beraten werden.

BERLIN: Die Organisation Transparency International kritisiert in ihrem aktuellen Jahresbericht ein weltweit weiterhin mangelhaftes Einschreiten gegen Korruption. Das Schlusslicht der Organisations-eigenen Skala bildet demnach Somalia, gefolgt von Afghanistan. Am besten schneiden Neuseeland, Dänemark und Singapur ab. Deutschland ist nach den Worten der Vorsitzenden Sylvia Schenk nicht viel schlechter platziert, könnte allerdings mehr tun. So fehle ein Anti-Korruptionsregister für Unternehmen. Zudem gebe es Strafdefizite bei Abgeordnetenbestechung.

BERLIN: Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach, will die Entscheidung über ihren Einzug in den Rat der Vertriebenenstiftung verschieben. Dann habe die Bundesregierung mehr Zeit, ihre Position zu beraten, kündigte Steinbach an. Das Präsidium des Vertriebenenbundes will am Mittag über die in der schwarz-gelben Koalition heftig umstrittene Frage beraten, ob der Verband an der Entsendung Steinbachs festhält. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte mehrfach betont, dass er aus Rücksicht auf Polen die dort unbeliebte CDU-Politikerin als Stiftungsrätin nicht akzeptieren wolle. Dagegen ist die CSU für Steinbach.

PEKING: Die Zusammenarbeit mit China hat nach den Worten von US-Präsident Barack Obama den Vereinigten Staaten auf ihrem Weg aus der tiefen Wirtschaftskrise geholfen. Nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao in Peking, versprach er, die Staatsausgaben zu senken. Das amerikanische Rekorddefizit von 1,4 Billionen Dollar hatte zuletzt für Spannungen bei den Währungs- und Handelsbeziehungen der beiden Länder geführt. Chinas Staatschef Hu Jintao sagte, die USA und die Volksrepublik müssten in dieser schwierigen Lage der Versuchung des Protektionismus widerstehen. Er deutete zudem marktgerechtere Wechselkurse für die Zukunft an. Darüber hinaus vereinbarten Hu und Obama weitere Gespräche bei den Themen Klimaschutz und Menschenrechte.

BRÜSSEL: Die Europäische Union lehnt ähnlich wie die USA die einseitige Ausrufung eines palästinensischen Staates ab. Der Außenbeauftragte Javier Solana nannte die Forderung der palästinensischen Autonomiebehörde verfrüht, auch ohne Zustimmung Israels die Unabhängigkeit Palästinas in den Grenzen von 1967 anzuerkennen. Zunächst müssten die Friedensverhandlungen wieder in Gang gesetzt werden, hieß es in Brüssel bei Beratungen der EU-Außenminister. Die palästinensische Autonomiebehörde will den UN-Sicherheitsrat bitten, die Unabhängigkeit Palästinas in den Grenzen von 1967 anzuerkennen. Nach den Worten ihres Chefunterhändlers Sajeb Erakat soll damit wegen der festgefahrenen Verhandlungen mit Israel die Hoffnung auf Frieden in der Region am Leben gehalten werden.

RANGUN: Bei einem Fährunglück sind in Birma mindestens 50 Menschen getötet worden. Das Schiff aus Holz sei im Süden des Landes auf dem Fluss Ngawun mit einem Öl-Tanker zusammengestoßen, teilten die Behörden in Rangun mit. Zum Zeitpunkt des Unglücks seien etwa 180 Menschen an Bord gewesen. Die meisten hätten sich aus eigener Kraft gerettet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Dicht bewölkt, vor allem in den Mittelgebirgen Regen. Südlich der Donau und an der Nordsee größere Auflockerungen. Höchsttemperaturen zwischen zehn und 19 Grad.

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