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Nachrichten

Dienstag, 17. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DARMSTADT: Der diesjährige Georg-Büchner-Preis geht an den österreichischen Schriftsteller Josef Winkler. In der Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung heißt es, Josef Winkler habe in seinen Werken die "Katastrophen seiner katholischen Dorfkindheit" eindringlich und in einzigartiger Weise geschildert. Der Preis, der am 1. November in Darmstadt verliehen wird, gilt als bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung. Mit dem Büchner-Preis ehrt die Akademie jährlich deutschsprachige Schriftsteller und Dichter, die an der Gestaltung des deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Friedrich Dürrenmatt, Heinrich Böll, Erich Kästner, Günter Grass und Elfriede Jelinek. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Martin Mosebach.

GENF: Weltweit rund 67 Millionen Menschen befinden sich nach UN-Angaben derzeit auf der Flucht vor Kriegen, Unterdrückung, Hunger und den Folgen von Naturkatastrophen. Der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, sprach in Genf von einem 'komplexen Mix globaler Herausforderungen', der die Zahl der Vertriebenen noch weiter in die Höhe treiben könnte. Unfähige Regierungen, gewaltsame Konflikte und knapper werdende Ressourcen seien wesentliche Ursachen für diesen Trend.

BRÜSSEL: Nach dem 'Nein' der Iren zum EU-Reformvertrag hat sich der deutsche EU-Kommissar Günter Verheugen gegen Nachverhandlungen mit der Regierung in Dublin ausgesprochen. Es könne für Irland keine Sonderregelungen geben, betonte Verheugen. Wenn alle anderen EU-Staaten die neuen Spielregeln akzeptierten, könne nicht ein Land abseits stehen. Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker warnte davor, die irische Regierung unter Druck zu setzen. Es wäre verhängnisvoll, Irland auszugrenzen, sagte Juncker.

BELFAST: Mit einem Besuch in Nordirland hat US-Präsident George W. Bush seine voraussichtlich letzte Europa-Reise während seiner Amtszeit beendet. Politische Gespräche in Belfast bildeten den Abschluss seiner Reise, die ihn vorige Woche auch nach Deutschland geführt hatte. In Nordirland hatte Bush am Montag vor allem den Friedensprozess in der früheren Unruhe-Provinz gelobt. - Seit dem vergangenen Jahr wird Nordirland gemeinsam von Protestanten und Katholiken regiert, die sich jahrzehntelang bekämpft hatten.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die jüngste Rebellenoffensive im Tschad verurteilt. Zugleich zeigte sich das höchste Gremium der Vereinten Nationen besorgt über die Auswirkungen des Konflikts auf die Zivilbevölkerung. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief eindringlich zu einem Ende der Gewalt im Tschad auf.

PEKING: Der chinesische Vizepräsident Xi Jingping ist zu einem offiziellen Besuch in Nordkorea eingetroffen, wo er Gespräche über das umstrittene Atomprogramm des Landes führen will. Xi wird in Pjöngjang voraussichtlich auch mit Machthaber Kim Jong Il zusammenkommen. Nach jahrelangen Verhandlungen hatte sich Nordkorea 2007 bereit erklärt, sein Atomprogramm offenzulegen. Im Gegenzug waren dem kommunistischen Land umfangreiche Wirtschafts- und Energiehilfen zugesagt worden.

BERLIN: Zum 55. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR hat sich Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse dafür ausgesprochen, einen Platz nach dem historischen Datum zu benennen. Eine Umbenennung in 'Platz des 17. Juni' sei sinnvoll, zumal die Zeitzeugen ausstürben. Das Datum dürfe nicht aus dem Gedächtnis gelöscht werden, sagte Thierse der 'Märkischen Oderzeitung'. Der Vorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung des SED-Unrechts, Rainer Eppelmann, forderte, den 17. Juni zu einem öffentlichen Gedenktag zu machen. Dies müsse aber kein Nationalfeiertag sein, sagte Eppelmann der Agentur DPA. - Bis zu 500.000 Menschen hatten 1953 in der DDR in mehr als 700 Orten gegen die SED-Diktatur protestiert. Bei der Niederschlagung des Aufstandes wurden am 17. Juni mehr als 100 Menschen getötet, etwa 1.600 wurden zu Haftstrafen verurteilt.

HANNOVER: Der deutsche Touristikkonzern TUI hat Marokkos Billig-Fluglinie Jet4you übernommen. TUI, weltweit größter Reiseveranstalter, hielt bereits 40 Prozent der Jet4you-Aktien und kaufte nun die übrigen Anteile auf, wie Vertreter beider Unternehmen mitteilten. Die Airline hat 200 Mitarbeiter und fünf Maschinen.

LONDON: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat ein Denkmal für getötete Journalisten eingeweiht, die in Ausübung ihres Berufs ums Leben kamen. Die zehn Meter hohe Skulptur aus Glas und Stahl befindet sich auf dem Dach der BBC-Zentrale in der Londoner Innenstadt. Während der abendlichen Hauptnachrichtensendung des britischen Senders soll die Skulptur einen Lichtstrahl in den Himmel werfen. Entworfen wurde das Denkmal vom spanischen Künstler Jaume Plensa.

BERLIN: Hunderttausende Fußball-Fans haben den Einzug der deutschen Nationalmannschaft in das EM-Viertelfinale gefeiert. Dank eines Freistoß-Tores von Kapitän Michael Ballack hatte die DFB-Elf am Montagabend Gastgeber Österreich mit 1:0 besiegt. Nach dem Spiel kam es in Wien zu vereinzelten Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Mannschaften. Nach Angaben der österreichischen Polizei wurden mehrere Menschen festgenommen. Im Viertelfinale der Europameisterschaft trifft das Team von Bundestrainer Joachim Löw nun auf Portugal. Das Spiel wird am Donnerstagabend im schweizerischen Basel ausgetragen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Mittelgebirge wechselnd bis stark bewölkt und vor allem an den Alpen zeitweise Regen. Sonst viele Auflockerungen und meist trocken. Höchstwerte zwischen 15 und 23 Grad.

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