1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 17. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

MOSKAU: Die russische Regierung hat die angekündigte Ausweisung russischer Diplomaten durch Großbritannien in scharfer Form kritisiert. Der provokante Schritt werde ernste Konsequenzen haben, erklärte das Außenministerium. Zuvor hatte Großbritannien mitgeteilt, als Reaktion auf die Weigerung Moskaus, den mutmaßlichen Mörder des Ex-Agenten Alexander Litwinenko auszuliefern, vier russische Diplomaten auszuweisen und Gespräche über Visa-Erleichterungen auszusetzen. Bei einem Besuch in Berlin sagte Premierminister Gordon Brown, seine Regierung lasse nicht zu, dass sich in London eine Situation der Rechtlosigkeit entwickle.

BERLIN: Der neue britische Premierminister Gordon Brown hat sich am Montagabend mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin getroffen. Vor Journalisten sicherte er zu, er wolle die bereits gute Zusammenarbeit mit Deutschland noch intensivieren. Das gelte besonders für die Bereiche Klimaschutz, Sicherheit und Kampf gegen den Terror. Intensive Diskussionen sollen zudem über den Kampf gegen die Armut in Afrika sowie den politischen Entscheidungsprozess in der Europäischen Union geführt werden. Brown kündigte an, sein Land werde angesichts des immer stärker werdenden Euro den Beitritt zur Euro-Währungszone erneut prüfen.

BERLIN: Die Bundesregierung setzt weiter auf eine von der EU überwachte Unabhängigkeit der serbischen Provinz Kosovo. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte, der Plan des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari sei die bestmögliche Lösung für die hauptsächlich von Albanern bewohnte Provinz. Sowohl Russland als auch Serbien sind gegen diesen Plan. Russland lehnte am Montag im Weltsicherheitsrat auch einen neuerlichen Kompromissvorschlag der USA, Frankreichs und Großbritanniens ab, innerhalb viermonatiger Verhandlungen zu einer Einigung über den künftigen Status des Kosovo zu kommen. Kanzlerin Angela Merkel will das Problem bei einem Treffen mit dem serbischen Ministerpräsidenten Vojislav Kostunica an diesem Dienstag in Berlin besprechen.

BRÜSSEL: EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn hat in den Beitrittsgesprächen mit der Türkei die zügige Eröffnung eines neuen Verhandlungskapitels über Energiefragen gefordert. Davon würden die Europäische Union und die Türkei profitieren, sagte Rehn der Zeitung "Die Welt". Die Türkei könne für die EU zu einem "sehr wichtigen" Transitland für Öl und Gas werden, daher solle die Zusammenarbeit im Energiesektor ausgebaut werden. Wenige Tage vor der Parlamentswahl in der Türkei am Sonntag forderte Rehn von Ankara weitere Reformen. Fortschritte bei der Meinungs- und Religionsfreiheit seien notwendig. Nur dann könnten die Beitrittsverhandlungen neuen Schub bekommen, so Rehn.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor einem abrupten Abzug der US-Streitkräfte aus dem Irak gewarnt. Dadurch könne sich die Krise im Irak weiter verschärfen, sagte Ban in New York. Er forderte die Regierung in Washington auf, bei Entscheidungen zu einem möglichen Truppenabzug das Schicksal der irakischen Bevölkerung im Blick zu behalten. Im US-Kongress mehren sich die Stimmen, die auf einen Abzugsplan dringen. - In der irakischen Provinz Dijala nördlich von Bagdad erschossen Unbekannte in Armee-Uniformen 29 Dorfbewohner. In Bagdad wurden nach Angaben der Polizei mindestens vier Menschen getötet, als eine Autobombe vor der iranischen Botschaft explodierte.

JERUSALEM: Das israelische Kabinett hat eine Liste mit den Namen von 250 palästinensischen Gefangenen gebilligt, die ab Freitag freigelassen werden sollen. Mit der Aktion will die Regierung den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas im Machtkampf mit der radikalislamischen Hamas stärken. Die Freizulassenden müssen sich verpflichten, künftig keine Gewalt gegen Israel anzuwenden. Von den Gefangenen gehören nach Angaben israelischer Behörden 85 Prozent der Fatah-Bewegung von Abbas an und 15 Prozent kleineren Gruppen. Mitglieder der Hamas stehen nicht auf der Liste. Insgesamt sind rund 10.500 Palästinenser in israelischen Gefängnissen inhaftiert.

PEKING: Unterhändler der USA und Nordkoreas sind zu einer neuen Runde der Sechs-Staaten-Gespräche über ein Ende des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms in Peking eingetroffen. Der nordkoreanische Delegationschef Kim Kye Gwan sagte nach einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua vor dem Abflug, die erste Phase sei geschafft. Jetzt gehe es in den Gesprächen um die weiteren Schritte, mit denen die Verpflichtungen aus dem Abkommen vom Februar erfüllt werden. Der Gastgeber China begrüßte die Schließung des nordkoreanischen Reaktors Yongbyon am Wochenende. Die neue Runde der Sechser-Gespräche, an denen Nordkorea, die USA, China, Südkorea, Japan und Russland teilnehmen, beginnt am Mittwoch in Peking.

PARIS: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat vor schweren Schäden durch das rasante chinesische Wirtschaftswachstum gewarnt. Die Luftverschmutzung in einigen Städten Chinas gehöre zu den stärksten weltweit, erklärte OECD-Generalsekretär Angel Gurría in einem Bericht über die Umwelt in der Volksrepublik. Zudem sei ein Drittel aller Wasserläufe schwer verschmutzt. Ferner sei China nicht nur zweitgrößter Emittent von Treibhausgasen, sondern auch weiterhin größter Hersteller und Nutzer von Substanzen, die der Ozonschicht schadeten. Zwar habe China bereits einige umwelt- und wirtschaftspolitische Maßnahmen ergriffen, diese Anstrengungen reichen aber nicht aus.

TOKIO: Nach den schweren Erdbeben in Japan suchen die Rettungskräfte bei strömendem Regen nach Überlebenden. Mehr als 1000 Polizisten und Feuerwehrleute sind in der Region von Niigata, 250 Kilometer nordwestlich von Tokio, im Einsatz. In der schwer getroffenen Hafenstadt Kashiwazaki waren am Montag hunderte Gebäude eingestürzt. Die Zahl der Todesopfer stieg auf neun. Bei dem Beben der Stärke 6,8 gab es mehr als 1.000 Verletzte.

BERLIN: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel will Konsequenzen aus der Pannenserie in den Atommeilern Krümmel und Brunsbüttel ziehen. Dem Deutschlandfunk sagte er, nach der Sommerpause wolle er sich mit den Betreibern aller Atomkraftwerke in Deutschland treffen. Sein Ziel sei, ältere Reaktoren früher vom Netz zu nehmen als im Atomgesetz vereinbart. Moderne und gut gesicherte Atomkraftwerke dürften dann entsprechend länger betrieben werden. Im vergangenen Jahr hatten sich die Bundesregierung und die Betreiber der Atomkraftwerke auf eine stufenweise Abschaltung aller 17 Reaktoren geeinigt. Der letzte Atommeiler soll 2021 vom Netz gehen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiter sommerlich bei Tageswerten zwischen 28 und 33 Grad. Im Nordosten gelegentlich Schauer.

Audio und Video zum Thema