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Nachrichten

Dienstag, 17. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einem zweitägigen Besuch im Irak eingetroffen. In der Hauptstadt Bagdad sind Gespräche mit Präsident Dschalal Talabani und Regierungsmitgliedern vorgesehen. Steinmeier, der von einer Wirtschaftsdelegation begleitet wird, will konkrete Vorschläge für eine enge und umfassende deutsch-irakische Kooperation unter anderem in den Bereichen Wirtschaft und Bildung unterbreiten. Vor seinem Abflug aus Berlin sagte der Außenminister, die irakische Regierung habe in den vergangenen Monaten wichtige Erfolge bei der politischen Stabilisierung des Landes erzielt. Seine Reise zeige, dass Deutschland diesen neuen Irak auf dem Weg der demokratischen Konsolidierung und des friedlichen Ausgleichs zwischen Religionen und Ethnien unterstützen wolle.

STUTTGART: Beim Auto-Hersteller Daimler ist der operative Gewinn im vergangenen Jahr wegen der Absatzkrise dramatisch eingebrochen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern schrumpfte von 8,7 Milliarden Euro auf 2,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Stuttgart mitteilte. Vor allem die Beteiligung am schwer angeschlagenen US-Autobauer Chrysler sowie das niedrige Ergebnis der Pkw-Sparte hätten das Ergebnis belastet. Wegen der anhaltenden Auto-Krise rechnet das Unternehmen nach eigenen Angaben auch in diesem Jahr mit erheblichen Belastungen. Eine konkrete Prognose für 2009 legte Daimler nicht vor.

WASHINGTON: Die schwer angeschlagenen US-Autokonzerne General Motors, GM, und Chrysler erhalten weitere staatliche Milliardenhilfen. Ein Regierungssprecher in Washington teilte mit, an GM würden vier Milliarden Dollar überwiesen, an Chrysler drei Milliarden. Ende 2008 hatten beide Unternehmen bereits insgesamt 13,4 Milliarden Dollar an staatlichen Krediten erhalten, um ihren Zusammenbruch zu verhindern. An diesem Dienstag müssen General Motors und Chrysler im US-Kongress Sanierungskonzepte vorlegen. - Zur Absicherung der deutschen GM-Tochter Opel erwägen Bund und Länder nach Medienberichten eine Staatsbeteiligung an dem Unternehmen. Dazu müsste Opel zumindest teilweise aus dem GM-Konzern herausgelöst werden.

TOKIO: Die USA und Japan wollen ihre Sicherheitspartnerschaft weiter festigen. Darauf verständigten sich die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton und ihr japanischer Kollege Hirofumi Nakasone bei einem Treffen in Tokio. Beide Länder wollen sich auch verstärkt um eine Lösung im Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm bemühen. Clinton stellte Nordkorea eine Normalisierung der bilateralen Beziehungen in Aussicht, wenn das kommunistisch geführte Land sein umstrittenes Nuklearprogramm beendet. Clinton befindet sich derzeit auf ihrer ersten Auslandsreise als Außenministerin, die sie im Laufe der Woche auch noch nach Indonesien, Südkorea und China führen wird.

KABUL: Die Zahl der zivilen Todesopfer in Afghanistan ist nach Angaben der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr um 40 Prozent auf über 2.000 gestiegen. Es ist die höchste Opferzahl seit dem Sturz der Taliban vor sieben Jahren. In dem UN-Bericht heißt es, die Aufständischen hätten weit über tausend Opfer zu verantworten. Etwa 800 Menschen wurden hingegen durch afghanische oder internationale Truppen getötet.

BERLIN: Deutschland schickt vorübergehend 600 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan, um dort die für den August geplante Präsidentenwahl abzusichern. Damit erhöht sich die Zahl der Bundeswehr-Soldaten am Hindukusch für einige Monate auf 4.100. Die Verstärkung ist laut Brüsseler Diplomaten Teil einer Aufrüstung sämtlicher NATO-Staaten für die Schutztruppe ISAF.

PHNOM PENH: In Kambodscha hat 30 Jahre nach dem Ende der Schreckensherrschaft der Roten Khmer der erste Prozess gegen ein Führungsmitglied des damaligen radikal-kommunistischen Regimes begonnen. Vor einem von den Vereinten Nationen unterstützten Völkermord-Tribunal muss sich der ehemalige Leiter eines Foltergefängnisses verantworten. Der 66-jährige Kaing Guek Eav, genannt Duch, ist nach Berichten aus Phom Penh geständig. - Während der Herrschaft der Roten Khmer von 1975 bis 1979 wurden knapp zwei Millionen Menschen ermordet.

ISLAMABAD: Als Zugeständnis an Extremisten wird im Nordwesten Pakistans die islamische Rechtsprechung gemäß der Scharia eingeführt. Die Provinzregierung in Peshawar teilte mit, für das umkämpfte Swat-Tal ein entsprechendes Abkommen mit Islamisten geschlossen zu haben. Alle Gesetze, die gegen die Lehren des Koran verstießen, seien dort null und nichtig, hieß es. Die Behörden erhoffen sich von diesem Schritt eine Befriedung der Region an der Grenze zu Afghanistan. - Das Swat-Tal war einst ein beliebtes Erholungsziel in Pakistan, in dem sich auch das einzige Skigebiet des Landes befindet.

PRISTINA: Anlässlich des ersten Jahrestages der Unabhängigkeit des Kosovos hat dessen Präsident Fatmir Sejdiu vor einer ethnischen Spaltung der ehemaligen serbischen Provinz gewarnt. Die Internationale Gemeinschaft müsse Druck auf die Führung in Belgrad ausüben, damit diese die serbische Minderheit im Kosovo nicht länger als "Geisel ihrer Politik" behandele, sagte Sejdiu . Der Staat will den Unabhängigkeitstag an diesem Dienstag mit einer Parlaments-Sondersitzung und mit Straßenfesten begehen. Das Kosovo hatte sich am 17. Februar 2008 von Serbien losgesagt. Die serbische Regierung erkennt die Unabhängigkeit allerdings nicht an. Serbiens Staatschef Boris Tadic beklagte wachsende Kriminalität und einen unzureichenden Minderheitenschutz im Kosovo.

MELBOURNE: Die Zahl der Todesopfer bei den Buschbränden in Australien ist auf 200 gestiegen. Wie die Polizei im südlichen Bundesstaat Victoria mitteilte, wird damit gerechnet, dass die endgültige Zahl der Opfer noch höher liegt. Am Sonntag hatte Ministerpräsident Kevin Rudd den betroffenen Familien Hilfe zugesichert und die Errichtung eines Frühwarnsystem angekündigt. In mehreren Fällen ermitteln die Justizbehörden wegen Brandstiftung.

MADRID: Vor der spanischen Kanaren-Insel Lanzarote sind mindestens 24 afrikanische Bootsflüchtlinge ertrunken. Ihr überfülltes Schiff kenterte in rauer See nur wenige Meter von der Küste entfernt. Unter den Opfern befinden sich zahlreiche Kinder und Jugendliche. Lediglich sechs Flüchtlinge konnten lebend gerettet werden. Die Afrikaner waren von der marokkanischen Hafenstadt Tanger aus gestartet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Süden hin noch viele Wolken und gebietsweise Schnee oder Schneeregen. Am Rhein zeitweise Regen. Sonst von Nordosten her Auflockerungen und meist trocken. Tagestemperaturen zwischen minus drei und plus sechs Grad Celsius.

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