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Nachrichten

Dienstag, 17. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Angesichts der verheerenden Schäden durch die Flutkatastrophe hat die Weltbank Pakistan einen Kredit von mehr als 700 Millionen Euro zugesagt. Damit kam die Weltbank einer Bitte der Regierung in Islamabad nach. Nach Informationen der Vereinten Nationen sind von den Überschwemmungen mehr als 20 Millionen Menschen betroffen. Mehr als drei Millionen Kinder seien von Hepatitis, Typhus und Durchfallerkrankungen bedroht. Neben Straßen, Brücken und landwirtschaftliche Flächen seien über 720.000 Häuser zerstört oder beschädigt worden. In der Bevölkerung wächst der Unmut über mangelnde Hilfsleistungen der Regierung. Die Hilfsorganisation CARE warnt vor einer Hungerkrise. - Entwicklungsminister Dirk Niebel rief zu Spenden auf. Die Bundesregierung werde in Zusammenarbeit mit den UN und den Hilfsorganisationen alles tun, damit das Geld nicht in korrupte Kanäle läuft, sagte der FDP-Politiker.

BAGDAD: Ein Selbstmordattentäter hat in der irakischen Hauptstadt nach offiziellen Angaben etwa 60 Menschen mit in den Tod gerissen und mehr als 120 verletzt. Der Attentäter habe sich vor einem Rekrutierungsbüro der Armee im Zentrum Bagdads in die Luft gesprengt, teilte das Innenministerium mit. Die Mehrzahl der Opfer seien Rekruten. Unter der Toten befänden sich aber auch Soldaten. - Die irakische Armee sucht derzeit verstärkt nach neuen Soldaten, um sich auf den Abzug der US-Truppen vorzubereiten.

PEKING: Die chinesische Regierung hat den Aufstieg des Landes zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt relativiert. Chinas Wirtschaftskraft liege nach wie vor auf dem Niveau eines Entwicklungslandes, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking. Man dürfe in diesem Zusammenhang nicht nur auf die Gesamtentwicklung schauen, sondern müsse zum Beispiel auch das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf betrachten. Das liege in China bei 3.800 Dollar, in Japan aber zehnmal höher. Rund 150 Millionen der etwa 1,3 Milliarden Chinesen lebten nach UN-Definition weiter unter der Armutsgrenze. Chinas Wirtschaft hatte im 2. Quartal dieses Jahres erstmals die Japans übertroffen. Experten gehen davon aus, dass die Volksrepublik in diesem Jahr Japan endgültig überholt.

WASHINGTON: In den USA sind Ölbohrungen in der Tiefsee künftig nur nach eingehender Prüfung zu möglichen Folgen für die Umwelt erlaubt. Die Regierung von Präsident Barack Obama reagiert damit auf die Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko. Ein Sprecher erklärte, vor dem Beginn eines Projektes müsse ein ökologisches Gutachten vorliegen. Außerdem werde derzeit eine unabhängige Überwachungsbehörde eingerichtet.

DÜSSELDORF: Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat seine Kandidatur für den Landesvorsitz der nordrhein-westfälischen CDU offiziell angemeldet. In einem Brief an Parteifunktionäre spricht er sich für eine Mitgliederbefragung aus. Neben Röttgen bewirbt sich auch der frühere Integrationsminister von NRW, Armin Laschet, um die Nachfolge von Jürgen Rüttgers an der Spitze des größten CDU-Landesverbands.

KARLSRUHE: Die Benachteiligung homosexueller Lebenspartner gegenüber Ehepaaren bei der Erbschaftssteuer ist verfassungswidrig. Die Besserstellung von Ehegatten bei Freibetrag und Steuersatz sei mit dem besonderen staatlichen Schutz von Ehe und Familie allein nicht zu rechtfertigen, urteilte jetzt das Bundesverfassungsgericht. Nach dem Entwurf der Bundesregierung zum Jahressteuergesetz 2010 ist eine vollständige Gleichstellung von Lebenspartnern und Ehegatten im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuerrecht beabsichtigt. Der Gesetzgeber muss nun jedoch eine verfassungskonforme Regelung für Altfälle schaffen.

BERLIN: Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat vom US-Konzern Google gefordert, die Widerspruchsfrist gegen den Straßenfotodienst "Street View" in Deutschland auf acht Wochen zu verdoppeln. Zudem verlangte die CSU-Politikerin in mehreren Interviews, die Zahl der Einsprüche zu veröffentlichen. - Die Widerspruchsmöglichkeit für Hausbesitzer und Mieter per Internet wurde jetzt von Google bis zum 15. September freigeschaltet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Oft stark bewölkt und viel Regen und Gewitter bei maximal 14 bis 24 Grad. --- Nur ganz im Süden und Südwesten sowie an der Nordsee teils freundlicher.

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