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Nachrichten

Dienstag, 16. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MAINZ: SPD-Chef Kurt Beck und Arbeitsminister Franz Müntefering haben ihren Streit um eine verlängerte Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für Ältere nicht beilegen können. Beck sagte, er habe sich beim Krisentreffen mit Müntefering und Fraktionschef Peter Struck in Mainz darauf geeinigt, dass dieser Punkt von den Führungsgremien der Partei in einer Kampfabstimmung entschieden werde. Müntefering habe zugesagt, den Beschluss am kommenden Montag in jedem Fall zu akzeptieren. Eine Mehrheit in der SPD unterstützt den Vorschlag Becks.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel will Ausländern und Kindern aus sozial schwachen Familien bessere Bildungschancen eröffnen. Der Zugang zu Bildung hänge in Deutschland zu sehr von der sozialen Herkunft ab, sagte Merkel in Berlin auf einem internationalen Symposium zur «Integration durch Bildung im 21. Jahrhundert». Dies müsse durchbrochen werden, verlangte die Regierungschefin. Merkel wies darauf hin, dass inzwischen fast die Hälfte der Erstklässler in Deutschland einen Migrationshintergrund habe. Daher sei das Erlernen der deutschen Sprache schon vor der Einschulung enorm wichtig. Schließlich müsse jeder neue Schüler seine Lehrer verstehen, sagte die Kanzlerin.

BERLIN: Die Kosten für die Lebenshaltung sind im September so sehr gestiegen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Die Verbaucherpreise lagen im Schnitt 2,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Benzin, Diesel und Heizöl verteuerten sich um 8,9 Prozent gegenüber September 2006. Ähnlich hoch lag die Quote bei den Strompreisen.

KARLSRUHE: Einschnitte in die Beamtenbesoldung zum Aufbau von Rücklagen für die Altersversorgung der Staatsdiener sind verfassungsgemäß. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Damit billigten die Karlsruher Richter die seit 1999 geltende schrittweise Absenkung des Niveaus von Einkommen und Pensionen. Das Gesetz verstoße nicht gegen die Grundsätze des Berufsbeamtentums. Der Gesetzgeber habe lediglich auf steigende Versorgungslasten wegen höherer Lebenserwartung und einer Zunahme von Frühpensionierungen reagiert. Die Klage von sechs Beamten wurde damit nicht angenommen.

KAIRO: Vor der Ende November geplanten Nahost-Konferenz hat US-Außenministerin Condoleezza Rice ihre diplomatische Offensive in der ägyptischen Hauptstadt fortgesetzt. Von der Führung in Kairo unter Präsident Hosni Mubarak erhoffen sich die USA eine verstärkte Vermittlung zwischen Israel und den Palästinensern. Nach ihren Gesprächen in Israel und im palästinensischen Westjordanland hatte Rice für die Einrichtung eines palästinensischen Staates geworben. Die beiden Konfliktparteien rief sie auf, sich vor der Nahostkonferenz in den USA auf eine inhaltlich gemeinsame Erklärung zu einigen.

TEHERAN: Russlands Präsident Wladimir Putin trifft in der iranischen Hauptstadt mit Staatschef Mahmud Ahmadinedschad zusammen. Nach einem Gipfeltreffen der Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres wollen dieser und Putin bei einem Zweiergespräch auch über das international umstrittene iranische Atomprogramm beraten. Putin hatte bei seinem jüngsten Besuch in Wiesbaden gesagt, ein internationales Vorgehen wie im Falle Nordkoreas sei auch beim iranischen Atomprogramm zusätzlichen Strafmaßnahmen vorzuziehen. Auch die Führung in Moskau will, dass der Iran sein Atomprogramm offenlegt, möchte aber zugleich Distanz zu westlichen Sanktionsdrohungen bewahren.

PEKING: Unmittelbar vor einem Empfang des Dalai Lama in Washington hat China diese Ehrung scharf verurteilt und den USA eine Belastung der Beziehungen vorgeworfen. Dies sei eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes, verlautete am Rande des Parteitages der Kommunistischen Partei in Peking. Der Dalai Lama, das im Exil lebende geistige Oberhaupt von Tibet, wird heute zu einer privaten Begegnung mit US-Präsident George Bush im Weißen Haus erwartet. Am Mittwoch folgt eine offizielle Feierstunde im Kongress. Ein kürzlicher Empfang des Dalai Lama im Kanzleramt belastet auch die Beziehungen Chinas zu Deutschland. Die Regierung in Peking sagte wegen des Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits zwei Gesprächsrunden ab.

TOKIO: Nach dem Beschluss der Europäischen Union für schärfere Sanktionen gegen die Militärführung in Birma hat auch die Regierung Japans Strafmaßnahmen beschlossen. Außenminister Masahiko Komura gab bekannt, finanzielle Hilfen von umgerechnet mehr als drei Millionen Euro sollten nach der gewaltsamen Niederschlagung der Demokratiebewegung in dem südostasiatischen Land nicht gezahlt werden. Das sind knapp 20 Prozent der japanischen Finanzleistungen. Damit bleibt die Führung in Tokio hinter den Forderungen der EU und der USA zurück. Diese fordern eine völlige Isolation der birmanischen Militärregierung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte ein Wechsel von Sonne und Wolken, meist trocken. Sonst Nebel oder Hochnebel, daneben sonnig. Höchsttemperaturen von 15 bis 21 Grad.

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