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Nachrichten

Dienstag, 16. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Thailand hat den mutmaßlichen russischen Waffenhändler Viktor Bout an die USA ausgeliefert. Nach zweieinhalb Jahren juristischen Tauziehens hatte die thailändische Regierung dem jetzt endgültig zugestimmt. Nur wenige Stunden später holten amerikanische Vollzugsbeamte Bout mit einer Chartermaschine aus Bangkok ab, wie die örtlichen Polizeibehörden bestätigten. Die USA werfen dem 43-Jährigen, der in den Medien oft auch als "Händler des Todes" bezeichnet wird, illegale Waffengeschäfte unter anderem mit den linksgerichten Rebellen der FARC in Kolumbien vor. Russland hat Bouts Freilassung verlangt. Er sei ein unbescholtener Geschäftsmann.

BRÜSSEL: Die Finanzminister der Euro-Zone beraten an diesem Dienstag über die aktuelle Lage ihrer hoch verschuldeten Mitglieder. Im Mittelpunkt wird dabei Irland stehen, das von einer schweren Bankenkrise erschüttert wird. Die Regierung in Dublin hat beteuert, sie wolle keine Hilfe aus dem Euro-Rettungsfonds. Auch von der EU-Kommission war verlautet, es bestehe keine Notlage bei der Versorgung mit Krediten. Finnland machte jetzt deutlich, dass es eine Unterstützung Irlands durch Milliardenhilfen der EU an harte Bedingungen knüpft. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy mahnte in einer Rede, es gehe letztendlich um das Überleben der Euro-Zone und der EU.

BRÜSSEL: Die Verhandlungen über den Haushalt der Europäischen Union für das kommende Jahr sind gescheitert. Die EU-Mitgliedsstaaten lehnten die Forderung des Europa-Parlaments nach mehr Mitsprache bei der künftigen Haushaltsplanung ab. Der Etat für 2011 selbst in Höhe von 126,5 Milliarden Euro war zuletzt nicht mehr strittig. Dennoch muss die EU-Kommission nun einen neuen Haushaltsentwurf vorlegen. Wegen der damit verbundenen Verzögerungen drohen neuen Vorhaben wie dem Aufbau des Europäischen Auswärtigen Dienstes und dem in Frankreich geplanten Kernforschungsprojekt Iter Finanzierungsschwierigkeiten.

KARLSRUHE: Die CDU beendet ihren Bundesparteitag. Auf der Tagesordnung steht unter anderem das Thema Präimplantationsdiagnostik. Dabei geht es um die Frage, ob Gentests bei im Reagenzglas erzeugten Embryonen zugelassen werden, bevor sie in den Mutterleib eingepflanzt werden. Damit sollen zum Beispiel die Geburten behinderter Kinder oder Fehlgeburten verhindert werden. Am Montag hatten die Christdemokraten ihre Führungsspitze neu gewählt. Bundeskanzlerin Merkel wurde mit gut 90 Prozent in ihrem Amt als Parteivorsitzende bestätigt. Außerdem stimmten die Delegierten dafür, die Wehrpflicht auszusetzen.

BERLIN: Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat eine Abschaffung der Ein-Euro-Jobs gefordert. Immer wieder würden diese trotz Verbots auch zur Durchführung handwerklicher Tätigkeiten genutzt, beklagte Handwerkspräsident Kentzler in der Zeitung "Die Welt". Dadurch entgingen dem Handwerk Aufträge und Arbeit.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti haben über die Cholera-Epidemie und mangelnde Hilfe aufgebrachte Demonstranten auch Friedenssoldaten der Vereinten Nationen angegriffen. Bei den Ausschreitungen wurden laut Polizei zwei Menschen erschossen. In dem Karibikstaat kursieren Gerüchte, UN-Soldaten aus Nepal hätten den Cholera-Erreger eingeschleppt. Zu teils massiven Übergriffen auf UN-Stützpunkte kam es vor allem in Cap Haitien und Hinche, aber auch in der Hauptstadt Port-au-Prince. --- Durch die Epidemie starben in dem im Januar von einem Erdbeben verwüsteten Haiti inzwischen fast 1000 Menschen.

SCHANGHAI: Die Zahl der Todesopfer eines verheerenden Hochhausbrandes in der chinesischen Millionenstadt Schanghai ist auf mindestens 53 gestiegen. Dies meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Das Feuer war nach Angaben der Stadtverwaltung während Renovierungsarbeiten auf einem Baugerüst des 28-stöckigen Gebäudes ausgebrochen. Festgenommen wurden vier Schweißer. --- In der indischen Hauptstadt Neu Delhi stieg die Zahl der Toten nach dem Einsturz eines mehrgeschossigen Wohnhauses auf mindestens 65. Die Suche nach Verschütteten ging weiter. Experten vermuten, starker Monsunregen habe die Bausubstanz angegriffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten oftmals freundlich mit heiteren Abschnitten und trocken. Sonst stärker bewölkt und vom Allgäu bis zur Lausitz länger anhaltender Regen. Höchstwerte zwischen vier und zehn Grad.

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