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Nachrichten

Dienstag, 16. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die SPD hat der schwarz-gelben Koalition vorgeworfen, nicht genug zu sparen. Zum Auftakt der Bundestagsdebatte über den Etat 2010 sagte der SPD-Haushaltsexperte Schneider, die Regierung habe kostspielige Geschenke an reiche Erben, Hotelbesitzer und Landwirte verteilt. Stattdessen wäre es besser gewesen, die Nettokreditaufnahme weiter zu reduzieren. Die Union nannte den Haushaltsentwurf ein "Gesamtkunstwerk". Man setze Wachstumsimpulse und halte die Neuverschuldung niedriger als ursprünglich geplant, sagte der CDU-Haushaltsexperte Barthle. Der Etat soll am Freitag verabschiedet werden. Er sieht neue Kredite im Umfang von mehr als 80 Milliarden Euro vor.

BRÜSSEL: Die Finanzminister der Eurozone haben die Weichen gestellt für eventuelle Finanzhilfen an das hoch verschuldete Griechenland. Falls die Regierung in Athen eine Unterstützung beantrage, werde man rasch zu koordinierten Maßnahmen greifen, sagte Eurogruppen-Chef Juncker nach Beratungen in Brüssel. Möglich seien bilaterale Kredite einzelner Staaten der Währungsunion, jedoch keine Darlehensgarantien. Den endgültigen Beschluss darüber sollen die Staats- und Regierungschefs bei ihrem nächsten Gipfel Ende März fassen. Bereits im Februar hatten sie eine allgemeine Beistandserklärung an Griechenland abgegeben, um die Stabilität des Euro zu sichern.

JERUSALEM: Im Osten der Stadt ist es zu schweren Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Nach Polizeiangaben hatten Hunderte militante Jugendliche Steine geworfen und Reifen angezündet. Nach der Einweihung einer restaurierten Synagoge hatte die radikal-islamische Hamas zu einem so genannten "Tag des Zorns" aufgerufen. Auch in dem von ihr beherrschten Gaza-Streifen gingen Tausende Menschen auf die Straße und protestierten gegen die jüngsten Ankündigungen Israels zum Siedlungsausbau in Ost-Jerusalem. Diese belasten die Bemühungen der USA um eine Wiederbelebung des Nahost-Friedensprozesses. Der US-Sondergesandte Mitchell verschob kurzfristig einen für den heutigen Dienstag geplanten Besuch in Israel.

PEKING: China hat sich beunruhigt über den Atomstreit mit dem Iran geäußert. Gleichwohl bezweifle man die Wirksamkeit weiterer Sanktionen, sagte Außenminister Yang nach einem Treffen mit seinem britischen Kollegen Miliband in Peking. Die Volksrepublik setze weiter auf eine diplomatische Lösung. Großbritannien unterstützt die Forderungen der USA und der EU nach weiteren Sanktionen des Weltsicherheitsrates. -- China, das einen wichtigen Teil seiner Rohstoffe aus der Islamischen Republik bezieht, spielt als ständiges Mitglied im Weltsicherheitsrat mit Vetorecht eine entscheidende Rolle bei Beschlüssen zum Iran.

SANTIAGO DE CHILE: Gut zwei Wochen nach dem schweren Erdbeben ist Chile von weiteren heftigen Erstößen erschüttert worden. Nach Angaben von Seismologen erreichte das Erdbeben die Stärke 6,7. Das Epizentrum lag vor der pazifischen Küste etwa 70 Kilometer nordwestlich von Concepcion. Die Stadt war bei dem Beben am 27. Februar schwer beschädigt worden.

BANGKOK: Im Zuge ihrer Proteste haben sich hunderte Regierungsgegner in Thailand in einer symbolischen Aktion Blut abnehmen lassen. Sie wollen 1000 Liter Blut vor dem Regierungssitz in Bangkok ausschütten, um Ministerpräsident Abhisit zum Rücktritt zu zwingen. Die meisten der in rot gekleideten Demonstranten sind Anhänger von Ex-Präsident Thaksin. Dieser war 2006 vom Militär gestürzt worden und finanziert die seit dem Wochenende anhaltenden Proteste.

WIESBADEN: Immer mehr Beschäftigte in Deutschland haben nur einen befristeten Arbeitsvertrag. Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamts hervor. Im Jahr 2008 hätten 2,7 Millionen Menschen über einen Zeitvertrag verfügt, teilte die Behörde mit. Dies sei die höchste Zahl seit Beginn der Statistik im Jahr 1991. Besonders häufig betroffen seien jüngere Arbeitnehmer, Frauen und Ausländer. Die meisten von ihnen hätten sich ein unbefristetes Arbeitsverhältnis gewünscht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend dichte Wolken und im Süden zeitweise Regen oder Schneefall. In Richtung Ostsee deutlich freundlicher. Höchstwerte drei bis zehn Grad.

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