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Nachrichten

Dienstag, 16. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Am Rande der Massenproteste gegen die umstrittene Präsidentenwahl im Iran sind in der Hauptstadt Teheran laut einem Bericht des staatlichen Rundfunks sieben Menschen getötet worden. Sie sollen bei einem Angriff auf einen Militärposten ums Leben gekommen sein. Trotz eines Demonstrationsverbots waren am Montag hunderttausende Anhänger des unterlegenen Oppositionskandidaten Mir Hussein Mussawi auf die Straße gegangen. Sie forderten eine Annullierung der ihrer Meinung nach gefälschten Wahl, aus der offiziell der bisherige Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad als Sieger hervorging. Der Wächterrat ist nach Angaben des Staatsfernsehens inzwischen zu einer Neuauszählung der Stimmen bereit.

SANAA: Im Jemen sind nach Angaben des Innenministeriums zwei deutsche Frauen und eine Südkoreanerin ermordet worden. Sie waren am vergangenen Freitag zusammen mit einer fünfköpfigen deutschen Familie und einem Briten entführt worden. Das südkoreanische Außenministerium verurteilte die Tat und sprach von einem barbarischen Akt. Über den Verbleib der anderen Vermissten gibt es keine gesicherten Erkenntnisse. Das Auswärtige Amt in Berlin bekräftigte lediglich, man arbeite weiter mit Hochdruck an der Aufklärung. -- Ausländer waren wiederholt von militanten Stämmen im Jemen entführt worden, um von der Regierung Zugeständnisse zu erpressen. Zumeist kamen die Opfer später wieder frei. Waren Angehörige des Terrornetzwerks El Kaida beteiligt, gingen die Entführungen für die Geiseln oft tödlich aus.

KABUL: Die deutschen Soldaten in Afghanistan werden nach Angaben von Verteidigungsminister Franz Josef Jung zunehmend in Kampfhandlungen mit Aufständischen hineingezogen. Dazu gehörten Hinterhalte und Feuergefechte mit den radikal-islamischen Taliban, sagte Jung bei einer Veranstaltung des Bundeswehrverbandes in Berlin. Der Wehrbeauftrage des Bundestages, Reinhold Robbe, sagte, die Soldaten sähen sich im Krieg. Noch nie sei ihm die Situation in dem fast achtjährigen Einsatz so angespannt geschildert worden, wie bei seinem Besuch des Bundeswehr-Lagers im nordafghanischen Kundus vergangene Woche. Dort sind rund 1.100 Soldaten stationiert. Erst vor einer Woche waren bei einem Gefecht in der Nähe ihres Lagers zwei Soldaten verletzt worden. Ende April war ein Soldat getötet worden, als seine Patrouille in einen Hinterhalt der Taliban geraten war.

NEW YORK: Mit seinem Veto hat Russland das Ende der langjährigen UN-Beobachter-Mission in Georgien erreicht. Die USA und die europäischen Vertreter im Weltsicherheitsrat hatten eine Verlängerung der Mission angestrebt. Diese hatte seit 16 Jahren einen Waffenstillstand zwischen Georgien und der abtrünnigen Region Abchasien überwacht. Hintergrund des Streits sind die beiden abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien. Sie wurden von Russland als unabhängige Länder anerkannt. Georgien betrachtet sie aber weiterhin als eigenes Staatsgebiet.

WASHINGTON: Italien hat sich bereit erklärt, drei Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo aufzunehmen. Das teilte US-Präsident Barack Obama nach einem Treffen mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi in Washington mit. Obama betonte, die Hilfe Italiens sei für die USA sehr wichtig. Nach Angaben ranghoher US-Beamter will Obamas Beauftragter für die Schließung von Guantanamo, Daniel Fried, noch diese Woche in mehrere europäische Länder reisen, um Gespräche über die weitere Aufnahme von Gefangenen zu führen. Wie es hieß, will er unter anderem in Spanien, Portugal und Ungarn Station machen. Am Montag hatten sich die EU-Außenminister auf einen rechtlichen Rahmen für die Aufnahme von Guantanamo-Häftlingen in Europa verständigt.

SAN FRANCISCO: Der US-Ölkonzern Exxon Mobil muss an die Opfer des Tankerunglücks der "Exxon Valdez" vor 20 Jahren nicht nur die gerichtlich festgelegte Strafe von gut 500 Millionen Dollar zahlen, sondern zusätzlich auch noch Zinsen in etwa derselben Höhe. Das entschied ein Berufungsgericht in San Francisco. Das Geld soll an Fischer und Anwohner im US-Bundesstaat Alaska gehen, die unter der Ölpest zu leiden hatten. Exxon war ursprünglich zu einer Strafe von fünf Milliarden Dollar verurteilt worden. In Berufungsprozessen war es dem Konzern aber gelungen, die Summe immer weiter zu drücken. Die "Exxon Valdez" war 1989 vor der Küste Alaskas auf Grund gelaufen. In der Folge verseuchten 40 Millionen Liter Öl die Küste auf einer Länge von mehr als 2.000 Kilometern. Etwa 250.000 Seevögel und Meerestiere fielen der Ölpest zum Opfer.

TOKIO: Als Reaktion auf den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas hat die japanische Regierung ein vollständiges Exportembargo gegen das Land verhängt. Bereits seit 2006 dürfen japanische Unternehmen zahlreiche Güter wie Transportfahrzeuge, Maschinen und Nahrungsmittel nicht mehr an Nordkorea verkaufen. Die Regierung in Tokio erweiterte das Ausfuhrverbot nun auf alle Waren. Experten bewerten das neue Embargo vor allem als symbolischen Akt, da Nordkorea seinen Exporthandel zum Großteil mit China abwickelt.

FRANKFURT AM MAIN: Die Gewerkschaft Verdi sieht beim Energiekonzern Eon bis zu 9000 Stellen gefährdet. Nach Berichten mehrerer deutscher Tageszeitungen geht Verdi davon aus, dass Eon europaweit bis zu 6000 Arbeitsplätze streichen und zudem in allen Landesgesellschaften etwa 3000 Stellen aus dem Konzern auslagern will. Dabei bestehe die Gefahr, dass zwei Drittel der Arbeitsplätze in Deutschland abgebaut würden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur an der Küste sonnig. Sonst wechselnd bewölkt und teils schauerartiger Regen, örtlich auch Gewitter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 15 und 24 Grad Celsius.

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