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Nachrichten

Dienstag, 16. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Griechenland muss nach Ansicht der 16 Euro-Länder zusätzliche Sparanstrengungen zur Lösung seiner Haushaltsprobleme erbringen. Entsprechend äußerte sich der Vorsitzende der Euro-Gruppe, Luxemburgs Regierungschef Juncker, nach Beratungen der Finanzminister in Brüssel. Griechenland müsse in der Lage sein, sein Etatdefizit von 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts noch in diesem Jahr um vier Prozentpunkte zu verringern. Sollte die Athener Regierung dies nicht schaffen, würden dem Land zusätzliche Auflagen erteilt. In der belgischen Hauptstadt beraten inzwischen die Finanzminister aller 27-EU-Staaten.

NÜRNBERG: Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Neuregelung der Hartz IV-Zahlungen ist bei der Bundesagentur für Arbeit eine Flut von Anfragen eingegangen. Die Job-Center würden mit Anträgen für besondere Leistungen überhäuft, sagte der stellvertretende Vorsitzende Alt der "Bild"-Zeitung. Viele von diesen müssten allerdings abgelehnt werden, da es sich nicht um Härtefälle handele, verlautete aus Nürnberg. Danach könnten voraussichtlich nur chronisch Kranke, Rollstuhlfahrer und geschiedene Paare mit Kindern mit Zusatzleistungen rechnen.

ISLAMABAD: In Pakistan ist der Stellvertreter von Taliban-Chef Mullah Omar gefasst worden. Sowohl hochrangige pakistanische Militärs als auch US-Geheimdienstmitarbeiter bestätigten die Festnahme von Mullah Baradar. Demzufolge wurde die Nummer zwei in der Hierarchie der radikal-islamischen Miliz bei einer gemeinsamen Geheimdienst-Operation in der Hafenstadt Karatschi gefasst. Mullah Baradar soll zeitweise auch ein enger Vertrauter von El-Kaida-Führer bin Laden gewesen sein. Die Taliban dementierten die Festnahme.

KABUL: Im Süden Afghanistans hat die Internationale Schutztruppe wieder versehentlich Zivilisten getötet. Die NATO-geführte ISAF teilte mit, bei einem Luftangriff in der Provinz Kandahar seien fünf Menschen getötet und zwei verletzt worden. Der Bombenangriff sei aber nicht Teil der Offensive "Muschtarak" in der benachbarten Provinz Helmand gewesen. Dabei waren am Sonntag zwölf Unbeteiligte getötet worden.

KIEW: Das Parlament in der Ukraine will Wahlsieger Janukowitsch am 25. Februar zum Präsidenten ernennen. Die Abgeordneten setzten die Vereidigung des als Russland-freundlich beschriebenen Politikers mit einer Mehrheit von 238 Stimmen an. Janukowitsch hatte in einer Stichwahl am 7. Februar Ministerpräsidentin Timoschenko geschlagen. Diese erkennt ihre Niederlage nicht an und kündigte noch für Dienstag eine offizielle Klage gegen das knappe Wahlergebnis an.

BRÜSSEL: Einen Tag nach dem schweren Zugunglück nahe Brüssel haben Lokführer in mehreren belgischen Städten die Arbeit niedergelegt. Die Beschäftigten protestieren damit gegen die ihrer Meinung nach schlechten Arbeitsbedingungen bei der Staatsbahn, die den Unfall mit verursacht hätten. Die Gewerkschaften kritisieren vor allem einen Personalmangel, wodurch viele Lokführer und das Sicherheitspersonal überlastet und übermüdet seien. Bei dem Unglück waren 18 Menschen ums Leben gekommen, rund 160 wurden verletzt.

ROM: Wegen schwerer Erdrutsche nach tagelangem Regen werden in Süditalien immer mehr Menschen in Sicherheit gebracht. In Kalabrien wurden rund 2.300 Bewohner der Ortschaft Maierato in öffentlichen Gebäuden in der Umgebung einquartiert. Schlammmassen bedrohen das gesamte Dorf. In San Fratello in Sizilien mussten rund 2.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Für einen Großteil der Provinz Messina riefen die Behörden den Notstand aus.

ZUM SPORT: Die Eiskunstlauf-Weltmeister Savchenko und Szolkowy aus Chemnitz haben bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver die Bronzemedaille im Paarlauf gewonnen. Gold holten die Chinesen Shen und Zhao, Silber ging an Pang und Tong, ebenfalls aus der Volksrepublik. Der Schweizer Didier Defago hat den Abfahrtslauf der Männer gewonnen. Im Ziel lag er vor dem Norweger Svindal. Dritter wurde der US-Amerikaner Miller.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst Auflockerungen und meist trocken. Später im Westen Aufzug von Wolken mit Schneeregen oder Regen. Höchstwerte zwischen minus zwei und plus sechs Grad.

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