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Nachrichten

Dienstag, 16. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Nach dem Milliardenbetrug des früheren amerikanischen Börsenchefs Bernard Madoff haben die US-Behörden die Auflösung seiner Anlageberatungsfirma angeordnet. Ein New Yorker Gericht habe der Liquidation des Unternehmens zugestimmt, teilte die Anlegerschutzorganisation SIPC mit. Beim Fall Madoff handelt es sich um einen der größten Betrugsskandale aller Zeiten. Der ehemalige Chef der Technologie-Börse Nasdaq war Ende vergangener Woche festgenommen worden. Der heute 70-jährige Madoff betrieb ein sogenanntes Schneeball-System, bei dem Zinsen mit dem Geld immer neuer Anleger bezahlt werden, ohne dass es tatsächliche Gewinne gibt. Der Schaden wird auf rund 50 Milliarden Dollar beziffert. Betroffen sind auch etliche Geldinstitute in Europa.

MÜNCHEN: Im größten Schmiergeld-Skandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte muss der Elektrokonzern Siemens Geldbußen von insgesamt einer Milliarde Euro zahlen. Darauf einigte sich der Konzern mit dem amerikanischen Justizministerium und der US-Börsenaufsicht sowie der Staatsanwaltschaft München. Damit sind die Bestechungs-Verfahren gegen das Unternehmen in beiden Ländern beendet. Die Höhe der Strafe beläuft sich in den USA auf 600 Millionen Euro, in Deutschland auf knapp 400 Millionen.

BERLIN: Die Bundesregierung erwartet nach Informationen der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' im kommenden Jahr den größten Konjunktureinbruch der deutschen Nachkriegsgeschichte. Wie das Blatt weiter meldet, geht das Wirtschaftsministerium davon aus, dass die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr um drei Prozent oder mehr schrumpfen wird. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt bekräftigte derweil, dass die im Deutschen Aktienindex -Dax- gelisteten Unternehmen im Grundsatz bereit seien, in der Krise auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Es werde aber nicht jeder Firma gelingen, ohne Entlassungen durch die Krise zu kommen.

HAMBURG: Vor dem Landgericht der Hansestadt hat der Prozess um den Mord an einer 16 Jahre alten Deutsch-Afghanin begonnen. Angeklagt ist der 24 Jahre alte Bruder des Opfers. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Schwester aus Wut über deren angeblich unzüchtigen Lebenswandel ermordet zu haben. Die Tat hatte in ganz Deutschland Entsetzen ausgelöst.

SANAA: Die im Jemen entführte deutsche Familie wird nach Erkenntnissen der dortigen Regierung in einem Bergdorf östlich der Hauptstadt Sanaa festgehalten. Ein Regierungssprecher teilte mit, alle Zufahrten seien abgesperrt. Ein Angriff sei aber nicht geplant, hieß es. Die Entführer fordern von der Regierung die Freilassung von zwei inhaftierten Mitgliedern ihres Stammes. Bei den Geiseln handelt es sich um eine im Jemen arbeitende Entwicklungshelferin und ihre Eltern.

NEW YORK: Das Nahost-Quartett hat an Israelis und Palästinenser appelliert, ihre Friedensverhandlungen zu intensivieren. Der 2007 im amerikanischen Annapolis angestoßene Verhandlungsprozess sei unumkehrbar und müsse beschleunigt werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der USA, der Vereinten Nationen, der Europäischen Union und Russlands. Ziel bleibe die Schaffung eines eigenständigen Palästinenserstaates, der in Frieden Seite an Seite mit Israel existiere. - Im Westjordanland erschossen israelische Soldaten am Dienstagmorgen einen gesuchten militanten Palästinenser. Er soll Mitglied der Organisation 'Islamischer Dschihad' gewesen sein und einen Anschlag vorbereitet haben.

KHARTUM: Bei Stammeskämpfen in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur sind in den vergangenen Tagen bis zu 250 Menschen getötet worden. Ein UN-Sprecher berichtete von blutigen Gefechten im Süden der Provinz. Mit dem eigentlichen Konflikt zwischen schwarzafrikanischen und arabischstämmigen Milizen in Darfur hatten die jüngsten Kämpfe nichts zu tun. Sie erschütterten jedoch die ohnehin angespannte Sicherheitslage in der Region, sagte der UN-Sprecher.

NEW YORK: Eine gemeinsame Erklärung des UN-Sicherheitsrats zur Lage in Simbabwe angesichts der dortigen Cholera-Epidemie ist gescheitert. Die Verurteilung der Regierung von Robert Mugabe sei aufgrund des Widerstands von Südafrika nicht zu Stande gekommen, hieß es nach der Sitzung in New York aus Diplomatenkreisen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte die Lebensbedingungen in Simbabwe als "nicht akzeptabel" bezeichnet und gesagt, die Menschen dort könnten nicht länger warten. Seit August sind nach UN-Angaben fast 1.000 Menschen an Cholera gestorben, rund 18.500 sind erkrankt.

STOCKHOLM: Ein für die Region ungewöhnlich heftiges Erdbeben hat den Süden von Schweden und weite Teile Dänemarks erschüttert. Nach Angaben von Seismologen erreichte das Beben die Stärke 4,7. Das Epizentrum befand sich in der Nähe der schwedischen Stadt Malmö. Berichte über nennenswerte Schäden liegen nicht vor.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bedeckt oder trüb. Im äußersten Süden Regen oder Schneefall. Höchstwerte null bis sechs Grad.

Am Morgen meldeten:
Hamburg: 3°, dunstig;
Berlin und Frankfurt am Main: 2°, dunstig;
Dresden: 5°, Regen;
Köln/Bonn: 1°, Nieselregen und
München: 0°, Nebel.

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