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Nachrichten

Dienstag, 15. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei. ‎

BERLIN: Die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland wächst und droht das Land zu destabilisieren. Dies ist das Ergebnis einer Studie zur Einkommensverteilung, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin vorstellte. Seit dem Jahr 2000 stieg demnach sowohl die Zahl der Armen als auch die der Reichen, während die Mittelschicht schrumpft. Vor diesem Hintergrund kritisierten die Forscher das Sparpaket der schwarz-gelben Bundesregierung, das überwiegend zu Lasten der unteren Einkommen gehe. Dies verunsichere die Mittelschicht, deren breite Existenz wichtig für den Erhalt der gesellschaftlichen Stabilität sei.

ISTANBUL: In der Türkei hat der Prozess gegen hochrangige Militärs begonnen, die Anschläge gegen Christen und Juden im Land geplant haben sollen. Vor einem Schwurgericht in Istanbul müssen sich 33 Angeklagte verantworten, unter ihnen Admiral Kadir Sagdic, einer der ranghöchsten Offiziere der türkischen Marine. Die Militärs sollen einen Plan ausgearbeitet haben, der vor allem darauf abzielte, mit Anschlägen gegen Angehörige religiöser Minderheiten die Regierung von Ministerpräsident Erdogan zu diskreditieren. Die Anklage fordert bis zu 15 Jahre Haft, die Angeklagten weisen die Vorwürfe zurück.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die schweren ethnischen Unruhen in Kirgisistan verurteilt. Zugleich rief das höchste UN-Gremium die Menschen im Süden der zentralasiatischen Republik auf, zu Recht und Ordnung zurückzukehren. Große Sorge bereite den Vereinten Nationen auch die Situation der Flüchtlinge, hieß es in New York. Der Sicherheitsrat will sich dafür einsetzen, dass Nahrungs- und Hilfsmittel in das Krisengebiet geschickt werden. Bei blutigen Zusammenstößen zwischen Kirgisen und Angehörigen der usbekischen Minderheit sollen nach unbestätigten Berichten hunderte Menschen getötet worden sein. Viele Personen wurden verletzt, Zehntausende sind auf der Flucht.

WASHINGTON: Mit demonstrativem Optimismus hat US-Präsident Obama versucht, den von der Ölpest im Golf von Mexiko betroffenen Menschen Mut zuzusprechen. Er sei davon überzeugt, dass die Region am Ende besser dastehen werde als zuvor, sagte er bei einem Besuch im Bundesstaat Alabama. Der Kampf gegen die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA sei zwar schwierig und langwierig. Aber die Regierung setze jedes verfügbare Mittel ein, die Schäden zu verringern und zu beseitigen, versicherte Obama. Nach seiner Rückkehr aus dem Katastrophengebiet will er am Mittwoch mit Vertretern des Ölkonzerns BP über Schadenersatz-Ansprüche beraten.

BERLIN: Nach den jüngsten Irritationen haben Deutschland und Frankreich Einigkeit demonstriert und eine starke europäische Wirtschaftsregierung aus allen 27 EU-Staaten gefordert. Im Bedarfsfall könnten zudem die Staats- und Regierungschefs der 16 Euro-Länder zu Sondertreffen einberufen werden, sagte Bundeskanzlerin Merkel nach Beratungen mit Frankreichs Staatspräsident Sarkozy in Berlin. Sarkozy schwenkte damit auf Merkels Linie ein. Paris hatte eine Wirtschaftsregierung speziell für die Euro-Zone einrichten wollen. Merkel hatte dies mit der Begründung abgelehnt, es dürfe in der EU keine Mitglieder erster und zweiter Klasse geben.

JERUSALEM: Israel hat Berichte bestätigt, dass es die seit drei Jahren andauernde Blockade des Gazastreifens lockern will. Es sei an der Zeit, die Abriegelung in ihrer gegenwärtigen Form zu beenden, sagte der israelische Sozialminister Herzog. Politisch habe die Blockade keinen Wert für Israel, sondern schade dem internationalen Ansehen des Landes. Man wolle künftig auf andere Weise gewährleisten, dass keine Waffen in das Palästinensergebiet geschmuggelt würden. Durch die 2007 verhängte Blockade war die notleidende Bevölkerung im Gazastreifen weitgehend auch von internationalen Hilfslieferungen abgeschnitten.

ZUM FUSSBALL: Titelverteidiger Italien ist mit einem Remis in die FIFA-WM in Südafrika gestartet. Der viermalige Weltmeister kam in Kapstadt nicht über ein 1:1 gegen Außenseiter Paraguay hinaus. - Japan hat in Bloemfontein die Partie gegen Kamerun mit 1:0 für sich entschieden. Die Niederlande hatten zuvor Dänemark in Johannesburg mit 2:0 besiegt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In den Mittelgebirgen und im Süden wechseln sich Sonne und Wolken ab. Südlich der Donau sind auch kurze Schauer und Gewitter möglich. Sonst gering bewölkt und trocken bei Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad Celsius.

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