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Nachrichten

Dienstag, 15. August, 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BEIRUT: Im Libanon wird die am Montag ausgerufene Waffenruhe zumeist eingehalten. Nach israelischen Angaben schoss allerdings die Hisbollah-Miliz wieder Raketen ab, die bei Stellungen der Israelis im Südlibanon einschlugen. Die Armee habe aber zurückhaltend reagiert. Aus israelischen Militärkreisen verlautete, am Mittwoch solle damit begonnen werden, eroberte Stellungen im Libanon an die libanesischen Streitkräfte zu übergeben. Unterdessen laufen am Sitz der UN in New York die Verhandlungen auf Hochtouren, um die in einer Resolution des Sicherheitsrats beschlossene internationale Truppe möglichst bald auf die Beine zu stellen.

BERLIN: Die Spitzen von Union und Sozialdemokraten sollen sich laut Korrespondentenberichten mehrerer Zeitungen bereits auf ein grundsätzliches "Ja" zu einer deutschen Beteiligung an der UN- Friedensmission im Nahen Osten verständigt haben. Demnach würden den UN keine deutschen Kampftruppen angeboten, heißt es unter Berufung auf Regierungskreise. Gedacht sei vielmehr an Hilfe bei der Kontrolle der Grenzen durch Marine und Polizei, um den Nachschub für die Hisbollah zu unterbinden, sowie an Unterstützung beim Wiederaufbau. Das Konzept soll möglicherweise nach der Nahostreise von Außenminister Frank-Walter Steinmeier präsentiert werden. Steinmeier setzt an diesem Dienstag seine Gespräche in Jordanien fort und reist dann weiter nach Syrien.

TOKIO: Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat ungeachtet massiver Kritik aus China und Südkorea wieder den umstrittenen Yasukuni-Kriegsschrein besucht. Die Gedenkstätte in Tokio gilt als ein Zentrum des japanischen Kaiserkults und des Militarismus in Japan. Dort werden unter anderen auch als Kriegsverbrecher überführte Soldaten geehrt. Bereits frühere Besuche hatten Proteste aus Peking und Seoul nach sich gezogen, diesmal aber fand der Pilgergang am Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg statt. Südkorea forderte Koizumi auf, die Zusammenarbeit nicht zu untergraben. In Peking hieß es, Koizumis Verhalten sei schmerzhaft.

COLOMBO: Aus dem Norden Sri Lankas werden wieder schwere Artilleriegefechte zwischen Tamilen-Rebellen und Regierungstruppen gemeldet. Ein Militärsprecher sagte, die Kämpfe hätten die ganze Nacht über angehalten. Nach einem mutmaßlichen Luftangriff der Armee auf ein Waisenheim im Rebellengebiet am Montag hat die Regierung jetzt die Schließung aller Schulen für die nächsten zwei Wochen angeordnet. In Colombo wurde der Schritt als Vorsichtsmaßnahme gegen mögliche Racheakte der Tamilen-Rebellen gewertet.

HAVANNA: Das kubanische Staatsfernsehen hat Videoaufnahmen aus dem Krankenzimmer von Staatschef Fidel Castro ausgestrahlt. Es waren die ersten bewegten Bilder des 80-jährigen seit seiner Darmoperation. Castro ist auf dem Video im Gespräch mit dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez und seinem Bruder Raul zu sehen, der kommissarisch die Amtsgeschäfte des kubanischen Präsidenten führt. Seit Castro Ende Juli operiert worden war, gab es nur sehr spärliche Informationen über ihn, was Spekulationen zu seinem Gesundheitszustand angeheizt hatte.

DÜSSELDORF: Bei den Tarifverhandlungen für die rund 70.000 Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern zeichnet sich noch keine Einigung ab. Ein Vertreter der Ärzteorganisation Marburger Bund sagte nach Unterbrechung der Verhandlungen in der Nacht zum Dienstag, ein Scheitern sei ebenso möglich, wie ein Durchbruch. Hauptstreitpunkt sei weiterhin die Bezahlung der Mediziner. Der Marburger Bund und die kommunalen Arbeitgeber hatten am Montag begleitet von weiteren Ärztestreiks ihre Gespräche nach einer vierwöchigen Pause wieder aufgenommen.

TORONTO: Der Kampf gegen Aids kann nach Einschätzung der Weltbank in Südasien nur durch länderspezifische Präventionsprogramme gewonnen werden. Menschen mit einem hohen Infektionsrisiko müssten in jedem Land unterschiedlich angesprochen werden, erklärte der Weltbank-Vertreter Julian Schweitzer auf der Welt-Aids-Konferenz im kanadischen Toronto. Wissenschaftler forderten, vor allem Frauen müsse geholfen werden, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Die Anstrengungen bei der Bekämpfung der Epidemie seien zu lange vor allem darauf gerichtet gewesen, Medikamente zur Behandlung der bereits infizierten Menschen verfügbar zu machen. Etwa 65 Millionen Menschen haben sich weltweit mit dem tödlichen Virus infiziert. Rund 25 Millionen sind bislang an Aids gestorben.

PEKING: Nach dem verheerenden Taifun "Saomai" in China ist die Zahl der Toten auf fast 300 gestiegen. Wie die amtliche Agentur Xinhua berichtete, wurden vor der Hafenstadt Fuding im Südosten immer wieder Leichen von Fischern und Seeleuten geborgen. Bislang seien 295 Todesopfer gezählt worden, bis zu 100 Menschen würden dort noch vermisst. - Der stärkste Taifun seit fünf Jahrzehnten war am Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 270 Kilometern pro Stunde auf die Südküste Chinas getroffen und hatte mehr als 50.000 Häuser zerstört. Mehr als 1.000 Schiffe sanken.

PARIS: Die französische Feuerwehr hat an der Côte d'Azur rund 4.000 Menschen vor herannahenden Waldbränden in Sicherheit gebracht. Eine Feriensiedlung und mehrere Ortschaften in der Nähe von Saint Tropez wurden evakuiert. Rund 300 Feuerwehrleute sind unterstützt von sechs Löschflugzeugen und zwei Hubschraubern im Einsatz, um die Brände in den Pinienwäldern unter Kontrolle zu bringen. - In Spanien und Portugal entspannte sich die Lage am Montag deutlich, nachdem die Flammen in den vergangenen Tagen ganze Landstriche verbrannt hatten. Die spanische Polizei nahm inzwischen 27 mutmaßliche Brandstifter fest.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst noch überall Regen, der im Tagesverlauf Richung Osten abzieht. Dann vor allem südlich der Donau freundlicher. Maximal 18 bis 24 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 15.08.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8xv1
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