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Nachrichten

Dienstag, 14. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: Im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich hat die zweite Runde der direkten Nahost-Friedensverhandlungen begonnen. An den Beratungen von Israels Ministerpräsident Netanjahu und Palästinenser-Präsident Abbas nimmt auch US-Außenministerin Clinton teil. Einer der wesentlichen Streitpunkte ist der jüdische Siedlungsbau im Westjordanland. Abbas will die Gespräche platzen lassen, sollte die israelische Regierung den bis zum 26. September befristeten Baustopp nicht verlängern. Netanjahu hatte am Sonntag eine Verlängerung ausgeschlossen, zugleich aber eine Einschränkung der Bautätigkeit in Aussicht gestellt. Ziel der Verhandlungen ist ein Friedensvertrag, der auch die Schaffung eines eigenen Palästinenserstaates ermöglicht.

BERLIN: Im Zuge einer umfassenden Bundeswehr-Reform will Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg mit der Wehrpflicht künftig auch die Musterung aussetzen. Allerdings sollten die jungen Männer nach wie vor erfasst werden, sagte der CSU-Politiker im deutschen Fernsehen. Vom Status her blieben sie wehrpflichtig, würden nur nicht mehr einberufen. Zu Guttenberg betonte, die im Grundgesetz verankerte Wehrpflicht müsse beibehalten werden, um sie bei Bedarf mit einfacher Mehrheit wieder einführen zu können. Zu Guttenberg plant eine Reduzierung der Truppe von derzeit etwa 250.000 auf 163.500 Soldaten.

BERLIN: Der Bundestag hat mit der Beratung der Haushaltspläne der Koalition und des umstrittenen schwarz-gelben Sparpakets begonnen. Der Etatentwurf von Finanzminister Schäuble sieht in den nächsten Jahren einen massiven Abbau der Neuverschuldung sowie einen Rückgang der Ausgaben vor. Für 2011 sind bei Gesamtausgaben von rund 307 Milliarden Euro neue Kredite von 57,5 Milliarden Euro geplant. Das Sparpaket der Koalition sieht bis 2014 Entlastungen des Bundes um rund 80 Milliarden Euro vor. Die Opposition kritisiert das Sparpaket als sozial unausgewogen und wirft der Regierung Klientelpolitik vor.

TOKIO: In Japan ist Ministerpräsident Kan als Vorsitzender der regierenden Demokratischen Partei wiedergewählt worden. Damit kann er auch als Premier weitermachen, weil in Japan der Vorsitzende der Regierungspartei traditionell das Ministerpräsidentenamt bekommt. Kan setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen seinen Herausforderer Ichiro Ozawa durch. Anlass für die Auseinandersetzung waren unterschiedliche Konzepte zur Wiederbelebung der Konjunktur. Während Kan sich für die Schaffung neuer Arbeitsplätze bei strikter Ausgaben- und Haushaltsdisziplin einsetzt, forderte Ozawa staatliche Konjunkturimpulse.

ISLAMABAD: Bei einem US-Raketenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens zehn mutmaßliche Extremisten getötet worden. Die von einer Drohne abgefeuerten Raketen hätten ein Wohnhaus im Dorf Schawal in der pakistanischen Stammesregion Nord-Waziristan getroffen, hieß es aus pakistanischen Geheimdienstkreisen. Das Haus werde von Angehörigen des militanten Netzwerks Hakkani wie auch von Gefolgsleuten des örtlichen Talibanführers Hafiz Gul Bahadur als Treffpunkt genutzt.

BRÜSSEL: Die katholische Kirche in Belgien will mehrere hundert Fälle sexuellen Missbrauchs durch Geistliche umfassend aufklären. Die jetzt bekannt gewordenen Ereignisse hätten alle Gläubigen getroffen, sagte der Vorsitzende der Belgischen Bischofskonferenz, Erzbischof Léonard. Er kündigte einen Verhaltenskodex mit klaren Regeln für Priester und Diakone an.

CARACAS: Den Absturz einer Passagiermaschine in Venezuela hat mehr als die Hälfte der Insassen überlebt. Nach Angaben der Behörden konnten 36 der 51 Menschen an Bord gerettet werden. Das Flugzeug kam von der venezolanischen Karibik-Insel Margarita und schlug kurz vor der Landung nahe der Stadt Puerto Ordaz auf. Die Maschine zerbrach in zwei Teile und stand in Flammen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden stark bewölkt, örtlich kräftiger Regen. Nach Süden hin freundlicher und weitgehend trocken. Zuletzt meldeten: Hamburg und Dresden: 13 Grad, leichter Regen; Berlin: 12 Grad, Regen; Köln/Bonn: 14 Grad, nach Regen; Frankfurt am Main: 13 Grad, nach Regen und München: 11 Grad, leicht bewölkt.

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