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Nachrichten

Dienstag, 14. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier fliegt zu politischen Gesprächen in die nordafrikanische Maghreb-Region. Er wird von einer ranghohen Wirtschaftsdelegation mit Vertretern aus der Energiewirtschaft und der Maschinenbaubranche begleitet. Erste Station seiner fünftägigen Reise ist Libyen. Dort will Steinmeier im Mittelmeerort Bengasi das 9. Deutsch-Libysche Wirtschaftsforum eröffnen. Libyen ist Deutschlands viertgrößter Öl-Lieferant. Weitere Stationen der Reise sind Algerien, Tunesien, Marokko und Mauretanien.

STOCKHOLM: In einem Atomkraftwerk nahe der westschwedischen Stadt Varberg ist wegen eines Brandes ein Reaktor abgeschaltet worden. Nach Auskunft eines Werkssprechers hatte sich das an einem Haupttransformator ausgebrochene Feuer explosionsartig ausgeweitet, konnte aber nach zwei Stunden gelöscht werden. Die Gefahr eines Entweichens von Radioaktivität habe zu keiner Zeit bestanden. Der schwedische Atommeiler Ringhals wird gemeinsam von den Energiekonzernen Vattenfall und EON betrieben. - Ende Juli waren nach einem Störfall im Vattenfall-Atomkraftwerk Forsmark vier der insgesamt zehn schwedischen Kernreaktoren für bis zu drei Monate abgeschaltet worden.

NEU DELHI: Indien und Pakistan haben ihre seit Sommer unterbrochenen Friedensgespräche wieder aufgenommen. Bei dem zweitägigen Treffen in Neu Delhi geht es unter anderem um gemeinsame Anti-Terror-Maßnahmen und um das zentrale Streitthema Kaschmir. Indien hatte die Gespräche nach den Terroranschlägen von Bombay im Juli ausgesetzt. Bei der Bombenserie waren 187 Menschen getötet worden. Dafür ist nach Ansicht der indischen Regierung eine von Pakistan aus operierende muslimische Terrorgruppe verantwortlich. - Beweise konnten die indischen Behörden bislang aber nicht vorlegen. Pakistan weist jede Mitverantwortung für die Anschläge zurück.

BERLIN: Die Bundesregierung lehnt es weiterhin ab, deutsche Soldaten auch im heftig umkämpften Süden Afghanistans einzusetzen. Die Bundeswehr habe Verantwortung im Norden übernommen, und dabei solle es auch bleiben, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Wenn die im Norden Afghanistans stationierten deutschen Truppen verringert würden, werde die Entwicklung dort aufs Spiel gesetzt. Das Mandat, nur in Notfällen auch im Süden des Landes zu helfen, sei ausreichend. NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hatte verlangt, die Alliierten sollten regionale Beschränkungen für ihren Einsatz in Afghanistan aufheben.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft hat von Juli bis September erneut zulegen können. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,6 Prozent. Der Aufschwung wird demnach von einer steigenden Nachfrage der Verbraucher und einem Plus bei den Investionen im Inland getragen. Zusätzlich haben im dritten Quartal auch die deutschen Exporte wieder deutlich angezogen, hieß es.

BERLIN: Die Bundesregierung plant derzeit keinen neuen Anlauf für ein NPD-Verbotsverfahren. Regierungssprecher Thomas Steg erklärte in Berlin, die rechtsextremistische Partei solle stattdessen weiter durch den Verfassungsschutz beobachtet werden. Nach dem NPD-Bundesparteitag am Wochenende in Berlin, waren Forderungen laut geworden, die Partei durch das Bundesverfassungsgericht verbieten zu lassen. 2003 war ein erster Versuch eines NPD-Verbots gescheitert.

TOKIO: Japan hat die gegen Nordkorea verhängten Handelsbeschränkungen ausgeweitet. Wie das Außenministerium in Tokio mitteilte, dürfen künftig Luxusgüter wie Autos, Uhren, Schmuck, Parfüm, Alkohol und Zigaretten nicht mehr in das kommunistische Land exportiert werden. Die Maßnahmen dürften vor allem Angehörige der nordkoreanischen Elite treffen, die solche Produkte als Sonderzulagen erhalten. Der Beschluss Japans basiert auf der UN-Resolution, die nach dem Atomwaffentest Nordkoreas am 9. Oktober verabschiedet worden war. - Bereits kurz nach dem Test hatte Japan einen Importstopp für nordkoreanische Waren verfügt. Zudem verwehrte Tokio allen nordkoreanischen Schiffen den Zugang zu japanischen Häfen und untersagte Regierungsbeamten die Einreise.

WASHINGTON: Die Weltbank erwartet für die ostasiatischen Schwellenländer in diesem Jahr dank eines ungebrochenen Exportbooms ein Wachstum von 7,8 Prozent, das zweitgrößte Plus in fünf Jahren. Der starke Aufschwung in der Region wird weiterhin vor allem von China getragen, wie die Weltbank in Washington mitteilte. Dort sei 2006 mit einem Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 10,4 Prozent zu rechnen. Die gesamte Region hatte 2005 um 7,5 Prozent zugelegt.

PEKING: Die USA haben China erneut zu härteren Maßnahmen gegen die Produktpiraterie aufgerufen. Andernfalls könnten sich die Handelsbeziehungen Chinas mit den USA drastisch verschlechtern, sagte US-Handelsminister Carlos Gutierrez bei einem Besuch in Peking. Noch immer würden mehr gefälschte Markenwaren aus China aufgegriffen als aus allen anderen Ländern zusammen, so Gutierrez. Die Regierung in Peking müsse hier mehr tun, um kriminellen Banden das Handwerk zu legen. - Die USA haben schon seit langem ein hohes Defizit im Handel mit China. In diesem Jahr wird es vermutlich um weitere zwölf Prozent auf knapp 230 Milliarden Dollar ansteigen.

BRÜSSEL: Die EU-Kulturminister haben Essen und das Ruhrgebiet als 'Kulturhauptstadt Europas 2010' bestätigt. Die Ruhrgebiets-Metropole teilt sich die Nominierung mit der ungarischen Stadt Pecs und Istanbul. Im Frühjahr hatte sich Essen, stellvertretend für das Ruhrgebiet, gegen das sächsische Görlitz durchgesetzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Nachmittag in den Mittelgebirgen und im norddeutschen Tiefland Regen, dafür im Süden erste Auflockerungen. Die Temperaturen liegen zwischen 9 und 16 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Berlin und Hamburg: 10 Grad, wolkig

Dresden: 11 Grad, stark bewölkt

München: ebenfalls 11 Grad, Regen

Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 12 Grad, leichter Regen

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