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Nachrichten

Dienstag, 14. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag.

BERLIN: Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder werden die Forderungen nach einem Schlichter lauter. Mit dem Chef der Arbeitnehmergruppe in der CDU/CSU-Fraktion Gerald Weiß sprach sich erstmals auch ein Unionspolitiker dafür aus. Der 'Berliner Zeitung' sagte er, die Fronten seien zu verhärtet. Am Montag hatte bereits die SPD-Spitze einen Vermittler gefordert. Der frühere Bremer Bürgermeister Henning Scherf erklärte sich inzwischen grundsätzlich dazu bereit, diese Funktion zu übernehmen. Auch im Tarifstreit der Kommunen in Baden-Württemberg wollen die Arbeitgeber bei einem Gespräch mit der Gewerkschaft Verdi an diesem Dienstag in Stuttgart über ein Schlichtungsverfahren sprechen.

BERLIN: Die Universitätskliniken haben vor Problemen bei der Patienten-Versorgung gewarnt, sollten die Ärzte in dieser Woche mit ihrem Streik beginnen. Der Verbands-Vorsitzende Rüdiger Strehl sagte, beim Streik des Küchenpersonals könne das Essen von außen bezogen werden. Für Ärzte gebe es aber keinen Ersatz. Die Forderung der Gewerkschaft Marburger Bund nach 30 Prozent mehr Gehalt bezeichnete Strehl als überzogen. Die Ärzte verdienten bereits jetzt besser als andere Akademiker. Außerdem würden die Krankenkassen zusätzlich belastet. An diesem Dienstag werden erste Ergebnisse der Urabstimmung über einen Streik an Unikliniken und Landeskrankenhäusern erwartet.

BERLIN: In Berlin haben die deutsch-französischen Regierungsgespräche begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Jacques Chirac trafen ebenso wie die Minister der Fachressorts zu Einzelgesprächen zusammen. Die französischen Minister wurden am Vormittag zunächst mit militärischen Ehren empfangen. Es sollen zwei Abkommen unterzeichnet werden, darunter zum Bau einer Rheinbrücke zwischen Straßburg und Kehl.

PARIS: In Frankreich demonstrieren an diesem Dienstag die Studenten erneut gegen die Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger. Es ist der erste von insgesamt drei Protesttagen in dieser Woche gegen das umstrittene Reformprojekt von Premierminister Dominique de Villepin. Am Montag war es in Paris wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Studenten im Zusammenhang mit den Regierungsplänen gekommen.

DEN HAAG/MOSKAU: Der Sohn des verstorbenen jugoslawischen Ex-Präsidenten Slobodan Milosevic fliegt an diesem Dienstag in die Niederlande, um den Toten zu überführen. Über den Ort des Begräbnisses gibt es weiter Streit. Die serbische Regierung habe den Wunsch der Familie nach einem Beisetzung in der Heimat zurückgewiesen, erklärte Marko Milosevic in Moskau und widersprach damit offiziellen Angaben aus Belgrad. Er habe jetzt keine andere Wahl, als um ein vorläufiges Begräbnis in Russland zu bitten.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat in einer Grundsatzrede zur Lage im Irak der iranischen Führung vorgeworfen, zu den anhaltenden Unruhen im benachbarten Irak beizutragen. US-Truppen hätten Sprengsätze und Bombenbauteile beschlagnahmt, die eindeutig im Iran hergestellt worden seien. Zahlreiche US-Soldaten seien durch solche per Fernsteuerung gezündeten Bomben getötet worden. Bush warnte in der Rede vor dem dritten Jahrestag des Kriegsbeginns vor noch mehr Gewalt und Chaos im Irak.

WASHINGTON: Im bisher einzigen Terrorprozess in den USA im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 droht der US-Regierung eine schwere Schlappe. Die Richterin erklärte, die Staatsanwaltschaft habe versucht, im Verfahren gegen den französischen Staatsbürger Zacarias Moussaoui Zeugen zu beeinflussen. Sie erwäge deshalb den Prozess einzustellen.

STRASSBURG: Der von der CIA entführte Deutsch-Libanese Khaled el Masri hat vor einem Untersuchungsausschuss des Europa-Parlaments ausgesagt. Der christdemokratische Abgeordnete Elmar Brok sagte danach, el Masri habe kaum eindeutige Details liefern können. Vor allem sollte geklärt werden, ob ein deutscher Beamter ihn nach seiner Verschleppung in Afghanistan verhört hatte. El Masri bekräftigte, den Mann auf Fotos in der Internetzeitung 'Saar Echo' wiedererkannt zu haben. Es habe sich um einen BKA-Beamten gehandelt. El Masri war Ende 2003 aus Mazedonien nach Afghanistan entführt und vier Monate später in Albanien freigelassen worden.

BANGKOK: In Thailand haben erneut mehrere zehntausend Menschen gegen die Regierung von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra demonstriert. Sie zogen zum Amtssitz des Regierungschefs und forderten ihn zum Rücktritt auf. Thaksin kündigte die Ausrufung des Notstands an, sollte es zu gewaltsamen Zwischenfällen kommen. Rund 2.000 Polizisten wurden in Bangkok stationiert, weitere 20.000 wurden in Einsatzbereitschaft versetzt.

PEKING: Der chinesische Volkskongress hat zum Abschluss seiner zehntägigen Sitzung den neuen Fünf-Jahres-Plan beschlossen. Danach soll das Wirtschaftswachstum auf jährlich 7,5 Prozent begrenzt werden, um die in Teilbereichen 'überhitzte' Wirtschaft zu bremsen. Der Energieverbrauch soll gemessen an der Wirtschaftsleistung bis 2010 um 20 Prozent und der Wasserverbrauch um 30 Prozent gesenkt werden. Zudem wurde ein Milliarden-Investitionsprogramm beschlossen, um das Stadt-Land-Wohlstandsgefälle zu mindern. Gebilligt wurde auch die Steigerung der Militärausgaben um 14,7 Prozent.

BERLIN: In Deutschland hat die Zahl der Geburten den niedrigsten Stand seit 1945 erreicht. Die Zeitung 'Die Welt' berichtet unter Berufung auf Prognosen des Statistischen Bundesamts, 2005 seien weniger als 676.000 Babys auf die Welt gekommen. Im Vergleich zum so genannten 'Baby-Boom'-Jahr 1964 mit knapp 1,4 Millionen Neugeborenen hat sich die Zahl sogar halbiert. Innerhalb Europas weist Deutschland inzwischen die niedrigste Geburtenziffer auf.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten, Südosten und Norden dichte Wolken und etwas Schnee, sonst wieder sonnig. Tageswerte zwischen minus zwei und plus sechs Grad.