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Nachrichten

Dienstag, 14. Februar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

BERLIN: Das Auswärtige Amt sucht nach der Ausstrahlung eines neuen Videos weiter den Kontakt zu den Entführern der beiden Deutschen im Irak. Staatsminister Gernot Erler sagte, das sei das Hauptziel des Krisenstabs. Er zeigte sich gleichzeitig erleichtert, dass die beiden Ingenieure noch am Leben sind. Der Fernsehsender El Arabija hatte am Montag das Video ausgestrahlt, in dem die beiden Entführten um ihr Leben bitten. Nach Angaben des Senders stellten die Entführer anders als beim letzten Mal keine Forderungen und setzten kein Ultimatum. Zuletzt hatten sie die Bundesregierung zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit dem Irak aufgefordert und ein 72-Stunden-Ultimatum zur Tötung ihrer Geiseln gesetzt.

RAMALLAH: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist mit dem Außenminister der palästinensischen Autonomie-Regierung, Nasser al Kidwa, zusammengetroffen. Hauptthema dürften wie auch bei einem anschließend geplanten Treffen mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas die Konsequenzen des Wahlsieges der Hamas für den Nahost-Friedensprozess sein. Steinmeier hatte bei seinen Gesprächen mit der israelischen Führung am Montag bekräftigt, die Hamas müsse das Existenzrecht Israels anerkennen und der Gewalt abschwören. Steinmeier reist noch heute zu einem Kurzbesuch nach Jordanien weiter.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahresende 2005 nicht mehr gewachsen. Nach den endgültigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stagnierte das Bruttoinlandsprodukt, die Gesamtleistung der Wirtschaft, im vierten Quartal bei null Prozent. Zwar hätten die Unternehmen stärker investiert. Dies sei aber durch die zurückgehenden privaten und staatlichen Konsumausgaben aufgezehrt worden. Im Gesamtjahr 2005 sei das Bruttoinlandsprodukt aber um 0,9 Prozent gewachsen.

BERLIN: Der Streik im öffentlichen Dienst ist fortgesetzt worden. In insgesamt neun Bundesländern bilden erneut Müllabfuhren, Stadtreinigungen, Sozialeinrichtungen, Straßenmeistereien und Krankenhäuser den Schwerpunkt des Arbeitskampfes. Am Montag hatten sich mehr als 20.000 Beschäftigte daran beteiligt. Derweil schlug Hannovers Oberbürgermeister, Herbert Schmalstieg, einen Kompromiss im dem Konflikt vor. Die Arbeitgeber könnten den Beschäftigten Arbeitsplatzgarantien geben, wenn diese auf Lohn verzichteten.

WASHINGTON: Im Atomstreit mit dem Iran hat UN-Generalsekretär Kofi Annan alle Beteiligten aufgerufen, die Auseinandersetzung nicht eskalieren zu lassen. Annan sagte nach einem Gespräch mit Präsident George W. Bush im Weißen Haus, er hoffe, dass die iranische Seite vor dem nächsten Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde konkrete Schritte zur Entschärfung des Streits mache. Die iranische Regierung bestätigte inzwischen, die Arbeiten zur Urananreicherung wieder aufgenommen zu haben. Angereichertes Uran kann zur Energiegewinnung, aber auch zum Bau von Atombomben gewonnen werden.

BEIRUT: Tausende von Libanesen haben sich in Beirut versammelt, um an das Attentat auf den ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri vor einem Jahr zu erinnern. Hariri und 22 weitere Menschen waren am 14. Februar 2005 in Beirut durch ein Bombenattentat getötet worden. Ein internationales Ermittlerteam arbeitet daran, den Mord aufzuklären. Es erwirkte die Verhaftung einiger früherer Funktionäre der libanesischen Sicherheitsdienste, die in das Attentat verwickelt sein sollen.

ISLAMABAD: In Pakistan sind Polizisten abermals mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Studenten vorgegangen, die gegen die Mohammed- Karikaturen demonstrierten. Die Menge war in der Hauptstadt Islamabad in das Diplomatenviertel vorgedrungen. Dort stürmten Randalierer das Gelände der US-Botschaft und warfen vor den Vertretungen Indiens und Großbritanniens Scheiben ein. Am Montag hatte es bereits in der Stadt Peshawar Ausschreitungen bei einer Demonstration gegeben.

PORT-AU-PRINCE: In Haiti ist bei gewalttätigen Demonstrationen ein Mensch getötet worden. Mehrere weitere Demonstranten seien verletzt worden, als Soldaten der UN-Friedenstruppen in die aufgebrachte Menge geschossen hätten, hieß es. Die Vereinten Nationen wiesen die Darstellung zurück. Der Vorfall ereignete sich im Zentrum der Hauptstadt Port-au-Prince, wo Anhänger des Präsidentschafts-Kandidaten René Préval dessen Proklamation zum Sieger der Wahlen vom vergangenen Dienstag verlangten. Nach Angaben der Wahlkommission verfehlte Préval die absolute Mehrheit und müsste in die Stichwahl.

SEOUL: Der südkoreanische Außenminister Ban Ki Moon bewirbt sich um die Nachfolge von UN-Generalsekretär Kofi Annan. Dies teilte ein Regierungsvertreter in Seoul mit. Annans Amtszeit endet im Dezember. Dem traditionellen Rotationsmuster folgend müsste der nächste UN-Generalsekretär aus Asien kommen. Weitere Bewerber sind der stellvertretende thailändische Ministerpräsident Surakiart Sathirathai und der ehemalige UN-Abrüstungschef Jayantha Dhanapala aus Sri Lanka.

OSLO: Eineinhalb Jahre nach dem Raub zweier Gemälde von Edvard Munch hat der Prozess gegen sechs Tatverdächtige begonnen. Ihnen drohen bei dem Prozess in der norwegischen Hauptstadt Oslo bis zu 17 Jahre Haft. Im August 2004 waren zwei bewaffnete Täter in das Munch-Museum in Oslo gestürmt, hatten die weltberühmten Gemälde 'Der Schrei' und 'Madonna' des norwegischen Expressionisten von der Wand gerissen und waren geflohen. Von den Kunstwerken fehlt bis heute jede Spur.

MÜNCHEN: In den Schnee-Krisengebieten Ost-Bayerns gehen die Räumarbeiten mit Hochdruck weiter. Helfer wollen so schnell wie möglich alle Dächer von ihrer Schneelast befreien, da für die kommenden Tage Regen angesagt ist. Die Schneelast würde sich dann verdreifachen. In vier Landkreisen gilt weiter Katastrophenalarm. Der Schulbetrieb wurde jedoch fast überall wieder aufgenommen. Das Kabinett in München will an diesem Dienstag eine Schadensbilanz des Schneechaos vorlegen und über finanzielle Hilfen für die betroffenen Gebiete und deren Bewohner beraten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten trübe, aber weitgehend trocken. Nach Süden und Osten hin meist heiter. Tageswerte zwischen null und neun Grad.