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Nachrichten

Dienstag, 14. August 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

ANKARA: Der türkische Außenminister Abdullah Gül tritt trotz der Kritik des Militärs erneut für das Präsidentenamt an. Er habe die Unterstützung der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP für seine Kandidatur, sagte Gül. Zudem seien seine Gespräche mit der nationalistischen Partei der Nationalen Bewegung über eine Unterstützung zufriedenstellend verlaufen. Er werde auch das Gespräch mit den anderen Fraktionen des Parlaments suchen. Die Wahl ist für den 20. August angesetzt. Gül wollte bereits im April die Nachfolge des noch amtierenden Präsidenten Ahmet Necdet Sezer antreten. Seine Kandidatur hatte zu Massenprotesten und später zu vorgezogenen Neuwahlen geführt. Die einflussreiche weltlich geprägte Elite in der Türkei und das Militär werfen Gül und Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor, die strikte Trennung von Religion und Staat aufweichen und das Land schleichend islamisieren zu wollen. Die größte Oppositionspartei, die Republikanische Volkspartei, hatte an Erdogan appelliert, einen Kompromisskandidaten ins Feld zu schicken.

WIESBADEN: Die Wirtschaftsleistung in Deutschland hat sich im zweiten Quartal etwas abgeschwächt. Das Statistische Bundesamt gab bekannt, das Bruttoinlandsprodukt sei von April bis Juni nur um 0,3 Prozent gestiegen. Im vorherigen Quartal seien es noch 0,5 Prozent gewesen. Als Hauptgrund wurden die schwachen Investitionen im Bausektor ausgemacht. Auch seien die Bundesbürger weiter zurückhaltend mit Ausgaben für Konsumgüter. Dennoch gehen die Statistiker von einem Gesamtwachstum der Wirtschaft von etwa 2,6 Prozent in diesem Jahr aus, nach 2,9 Prozent im vergangenen Jahr.

BERLIN: Die Bundesregierung hält an ihrem Plan fest, auch bei Bundesbeamten die Lebensarbeitszeit zu erhöhen und bei der Altersversorgung zu kürzen. Der 'Bild'-Zeitung sagte Innenminister Wolfgang Schäuble, der entsprechende Gesetzentwurf werde derzeit in der Koalition abgestimmt und solle noch im Herbst auf den Weg gebracht werden. Geplant ist nach 'Bild'-Informationen, das Pensionsalter für Beamte, Soldaten und Richter ab 2012 bis 2029 schrittweise von 65 auf 67 Jahre zu erhöhen. Auch Beamte sollen wie Rentner jedoch nach 45 Berufsjahren weiter abschlagfrei in den Ruhestand gehen können. Die SPD signalisierte wie der Deutsche Beamtenbund Zustimmung zu Schäubles Plänen. In der Rentenversicherung müsse Gleichheit zwischen Rentnern und Pensionären herrschen.

BANGKOK: In Thailand ist gegen den gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und dessen Ehefrau Haftbefehl erlassen worden. Das Gericht erklärte, es gebe Hinweise, dass das Paar versuche, sich in einem Korruptionsfall der Strafverfolgung zu entziehen. Dabei geht es um den Verkauf einer wertvollen Immobilie in Bangkok 2003, als Thaksin Regierungschef war. Der Ministerpräsident wurde bei einem Putsch im September vergangenen Jahres gestürzt. Ihm wird Korruption und Machtmissbrauch vorgeworfen.

ISLAMABAD: Pakistan feiert an diesem Dienstag den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit. Die Zeremonien in Islamabad und den Hauptstädten der vier Provinzen erinnern an den 14. August 1947, als mit dem Ende der britischen Kolonialherrschaft das überwiegend moslemische Pakistan und das hinduistisch geprägte Indien gegründet wurden. Überschattet werden die Feiern von einer innenpolitischen Krise. Präsident Pervez Musharraf rief seine 165 Millionen Landsleute auf, die noch für dieses Jahr geplanten Wahlen zu unterstützen und für gemäßigte Kräfte zu stimmen. Anschläge militanter Moslems haben besonders im Grenzgebiet zu Afghanistan zugenommen, seit die Armee vor einem Monat die von Extremisten besetzte Rote Moschee stürmte.

KABUL: Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist zu einem Besuch nach Afghanistan gereist. Dort will er mit seinem afghanischen Kollegen Hamid Karsai zusammenkommen. Vor seiner Abreise hatte Ahmadinedschad erklärt, beide Länder müssten ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Entwicklung ausbauen. Aus den USA waren in den vergangenen Wochen Vorwürfe laut geworden, Teheran unterstütze die radikalislamischen Taliban und trage zur Destabilisierung der afghanischen Regierung bei.

MOSKAU: Nach einem Bombenanschlag auf den Schnellzug von Moskau nach St. Petersburg hat die russische Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen Terrorverdachts eingeleitet. Mindestens 60 Menschen wurden verletzt, als die Lokomotive und mehrere Waggons am Montagabend entgleisten. Nach Angaben der Ermittler wurde an der Unglücksstelle bei Nowgorod ein Sprengsatz gefunden. In dem Reisezug befanden sich rund 250 Personen. Der Lokführer berichtete, er habe unmittelbar vor dem Unfall einen Explosionsknall gehört. Der gesamte Verkehr auf der Strecke -eine der meistbefahrenen in Russland- wurde eingestellt.

WASHINGTON: Nach den jüngsten Vorstößen Russlands und Kanadas schicken nun die USA ein Vermessungsschiff in die Arktis. Wissenschaftler betonten, es handele sich um ein seit Jahren geplantes Projekt. Sie räumten jedoch ein, dass die Vermessung der geologischen Formationen nördlich von Alaska auch für die Gewinnung von Bodenschätzen eine Rolle spiele. Russland hatte jüngst eine Flagge auf den Seeboden am Nordpol versenkt, um seinen Anspruch auf das Gebiet geltend zu machen. Kanada kündigte danach den Bau eines neuen Hafens in der Region an.

PJÖNGJANG: Durch Überschwemmungen sind in Nordkorea nach offiziellen Angaben hunderte Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst. Mehr als 30. 000 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt. Durch tagelange heftige Regenfälle wurden wichtige Eisenbahnstrecken, Straßen und Brücken zerstört. Zehntausende Hektar Ackerland stehen unter Wasser. Missmanagement im landwirtschaftliche Bereich haben dazu geführt, dass in dem kommunistischen Land seit Jahren Nahrungsmittelknappheit herrscht. Im vorigen Jahr hatte Nordkorea nach einem verheerenden Unwetter Südkorea um Nahrungsmittel und Materialien zur Behebung der Schäden gebeten.

PEKING: Beim Einsturz einer neu gebauten Brücke über einen Fluss in Zentralchina sind mindestens 22 Arbeiter ums Leben gekommen. Wie das staatliche Fernsehen berichtet, werden 46 Menschen vermisst. Die Brücke in der Provinz Hunan stand kurz vor ihrer Fertigstellung. Das über 300 Meter lange Bauwerk brach zusammen, als Arbeiter das Gerüst abbauen wollten.

LONDON: Umweltschützer haben in der Nähe des Londoner Flughafens Heathrow eine Protestaktion gegen Klimabelastungen durch Flugverkehr begonnen. Mit einem mehrtägigen Zeltlager wollen sie auf den Kohlendioxid-Ausstoß aufmerksam machen. Zugleich richtet sich der Protest gegen Pläne zur Erweiterung des größten europäischen Flughafens durch eine neue Start- und Landebahn. Mehrere hundert Polizisten sind im Einsatz, um eine Ausweitung der Aktion auf das Gelände des Flugplatzes zu verhindern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter, gebietsweise wolkig. Südlich des Mains kurze Schauer oder Gewitter. Tageswerte zwischen 23 und 28 Grad.

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