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Nachrichten

Dienstag, 13. Oktober 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STOCKHOLM: Die Alternativen Nobelpreise erhalten in diesem Jahr Persönlichkeiten, die sich besonders für den Klimaschutz, für eine atomwaffenfreie Welt und bei der Bekämpfung armutsbedingter Krankheit engagiert haben. Wie die Stockholmer Stiftung "Right Livelihood Awards" weiter mitteilte, gehen zwei der drei mit je 50.000 Euro dotierten Preise nach Afrika und einer nach Neuseeland. Den nicht dotierten Ehrenpreis erhält der kanadische Zoologe und Fernseh-Journalist David Suzuki für mehr als 20 Jahre Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Klimawandels. Der Biologe René Ngongo aus der Demokratischen Republik Kongo wird für seinen Einsatz zur Bewahrung des Regenwaldes im Kongo ausgezeichnet. Die in Australien geborene 85-jährige Ärztin Catherine Hamlin behandelt seit 50 Jahren in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba Frauen gegen Geburtsfisteln, die bei langen Wehen entstehen und unbehandelt oftmals zum Tod von Kind oder Mutter führen. Der neuseeländische Pädagoge Alyn Ware wird für sein Engagement für eine atomwaffenfreie Welt ausgezeichnet.

BERLIN: Die Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP gehen an diesem Dienstag weiter. Auf dem Programm steht die Wirtschafts- und Energiepolitik. Dabei wird auch über die Laufzeiten der Atomkraftwerke verhandelt. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg äußerte sich zuversichtlich, diese Themen bis zum Wochenende abzuschließen. Streit zwischen Union und FDP gibt es allerdings über die Türkei-Politik. FDP-Chef Guido Westerwelle möchte sich in der Frage eines möglichen EU-Beitritts nicht festlegen. CSU-Chef Horst Seehofer drängt nach Informationen der Tageszeitung "Münchner Merkur" dagegen auf die Absage einer Vollmitgliedschaft der Türkei im Koalitionsvertrag. Die Unionsparteien CSU und CDU wollen eine so genannte "privilegierte Partnerschaft" der EU mit der Türkei.

HANNOVER: Deutschlands drittgrößte Gewerkschaft hat einen neuen Vorsitzenden. Michael Vassiliadis ist als Nachfolger von Hubertus Schmoldt an die Spitze der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie gewählt worden. Der Gewerkschaftsrat votierte in Hannover mit großer Mehrheit für den 45-Jährigen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Schmoldt war nicht wieder angetreten. Er hatte die IG BCE 14 Jahre lang geführt.

TOKIO: Japan wird seine logistische Unterstützung des US-geführten Einsatzes in Afghanistan im Januar beenden. Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa erklärte vor Journalisten, das entsprechende Mandat laufe dann aus. Entsprechend würden die beiden Kriegsschiffe zur Treibstoffversorgung der NATO-Truppen aus dem Indischen Ozean abgezogen. Der neue Ministerpräsident Yukio Hatoyama von der Demokratischen Partei hat sich stets gegen den Militäreinsatz ausgesprochen und stattdessen alternative Methoden zur Friedenssicherung in Afghanistan gefordert.

MOSKAU: US-Außenministerin Hillary Clinton hat zum Auftakt ihrer politischen Gespräche in Russland mit ihrem Kollegen Sergej Lawrow Wege erörtert, wie der Iran zum Verzicht auf sein Programm zur Urananreicherung bewegt werden kann. Vor ihrer Ankunft hatte Clinton erklärt, die Welt werde nicht ewig auf den Beweis Teherans warten, dass die Führung nicht nach Atomwaffen strebe. Die US-Außenministerin will in Moskau auch über ein Nachfolgeabkommen für den Anfang Dezember auslaufenden START-Abrüstungsvertrag sprechen. Die Vereinbarung soll den weiteren Abbau der Atomwaffenarsenale in Europa festschreiben.

PEKING: Um die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise besser abfedern zu können, haben Russland und China Wirtschaftsverträge im Wert von 3,5 Milliarden Dollar unterzeichnet. Beide Seiten vereinbarten während des Besuchs von Regierungschef Wladimir Putin in Peking Investitionen chinesischer Unternehmen in der russischen Bauindustrie sowie Kredite der Chinesischen Entwicklungsbank und der Chinesischen Landwirtschaftsbank. Zur Lieferung von jährlich 70 Milliarden Kubikmeter Gas wurde nach Angaben von Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller ein vorläufiges Abkommen erzielt. Die Höhe des Preises ist noch umstritten. - Am Mittwoch wird Putin am Treffen der Regierungschefs der Shanghai-Kooperations-Organisation (SCO) teilnehmen. Diese 2001 gegründete Staatenorganisation umfasst China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan.

BERLIN: Deutsche und chinesische Unternehmen haben beim Berlin-Besuch des stellvertretenden chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping Verträge in einem dreistelligen Millionenvolumen unterzeichnet. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg führte mit Xi ein sehr offenes Gespräch, wie der CSU-Politiker sagte. Dabei seien auch kritische Themen nicht ausgespart worden. Zuvor hatte der Gast aus Peking mit Bundespräsident Horst Köhler und Kanzlerin Angela Merkel Wirtschaftsfragen, den Iran-Konflikt sowie die Klimapolitik erörtert. Das Kanzleramt betonte die "ausgesprochen freundschaftliche Atmosphäre", in der die Begegnung stattgefunden habe. An diesem Dienstag wird Xi gemeinsam mit Merkel die 61. Frankfurter Buchmesse eröffnen. China ist dort in diesem Jahr Ehrengast. Im Vorfeld hatte Peking versucht, den Auftritt missliebiger Dissidenten in Frankfurt zu verhindern.

SEOUL: Ungeachtet seiner fünf Raketentests vom Montag setzt das kommunistische Nordkorea den Kurs einer vorsichtigen Annäherung an Südkorea fort. Nordkorea habe den Vorschlag für Gespräche über weitere Familienzusammenführungen sowie über abgestimmte Maßnahmen zum Hochwasserschutz akzeptiert, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Die Treffen am Mittwoch und Freitag sollen im gemeinsamen Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong stattfinden. - Nach Informationen der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap bereitet Nordkorea die Tests weiterer Raketen von kurzer Reichweite an der Westküste des Landes vor.

HAMBURG: Der Vorstand der deutschen HSH-Nordbank hat laut einem Medienbericht umfangreiche Verlust-Geschäfte selbst genehmigt, obwohl er zuvor durch das Risikomanagement des Hauses davor gewarnt worden war. Nach Angaben des Senders "NDR Info" entstand der Bank dadurch ein Schaden von 500 Millionen Euro. Zudem sollen wichtige Fakten vor der Finanzaufsichtsbehörde BaFin geheim gehalten worden sein. Die Geschäfte wurden angeblich auch vom derzeitigen Chef des Instituts, Dirk Jens Nonnenmacher, genehmigt. Die HSH Nordbank war im Jahr 2003 aus einer Fusion der Hamburgischen Landesbank mit der Landesbank Schleswig-Holstein entstanden.

FRANKFURT AM MAIN: Die Schriftstellerin Kathrin Schmidt hat den Deutschen Buchpreis erhalten. Die Auszeichnung wird jährlich für die beste literarische Neuerscheinung vergeben. Schmidt setzte sich mit ihrem Roman "Du stirbst nicht" gegen fünf andere Bücher durch, unter anderem gegen das jüngste Werk der frischgekürten deutschen Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt, Richtung Norden örtlich längere Aufheiterungen. Besonders in der Osthälfte gelegentlich Schauer. Höchstwerte fünf bis 13 Grad Celsius.

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