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Nachrichten

Dienstag, 13. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

NEW YORK: Nach der Festnahme und angeblichen Misshandlung des wichtigsten Oppositionspolitikers in Simbabwe ist weltweit Besorgnis über die Lage in dem Land laut worden. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Regierung in Harare auf, den Politiker freizulassen. Auch die EU unterstrich die Verantwortung der Regierung für die Unversehrtheit von Morgan Tsvangirai und den anderen Verhafteten. Bei den Protesten am Sonntag waren in der simbabwischen Hauptstadt Harare neben Oppositionsführer Tsvangirai zahlreiche weitere Regierungsgegner festgenommen worden. Tsvangirai wurde nach Angaben seiner Partei 'Bewegung für einen demokratischen Wandel' so schwer misshandelt, dass er in Lebensgefahr schwebt.

BOGOTA: Bundespräsident Horst Köhler ist zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Kolumbien gereist. Es ist die letzte Station der Lateinamerikareise Köhlers, die ihn zunächst nach Paraguay und dann nach Brasilien führte. Am heutigen Dienstag trifft Köhler in der Hauptstadt Bogotá mit seinem Kollegen Álvaro Uribe zusammen. Neben Wirtschaftsvertretern will Köhler auch Richter des Obersten Gerichtshofs treffen. Die soziale Verantwortung von Unternehmern und die Entwicklung des Rechtsstaats sind Leitthemen der Reise Köhlers. Anlässlich seines Besuchs in Kolumbien beklagten Menschenrechtsgruppen, dass es trotz einer offiziellen Feuerpause dort weiterhin zu Übergriffen paramilitärischer Gruppen auf die Zivilbevölkerung komme.

BERLIN: Im Streit um das Bleiberecht für langjährig geduldete Ausländer in Deutschland haben sich die Spitzen der Koalition geeinigt. Im Kern blieb es bei der Ende vergangenen Jahres verabredeten Regelung, wonach geduldete Ausländer, die seit mehr als sechs Jahren in Deutschland leben, ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten. Voraussetzung ist, dass sie bis 2009 eine Arbeit finden. Für die Länder wurde eine Klausel vereinbart, die es erlaubt, Sachleistung zu vergeben. Vertreter der Union betonten, mit der Neuregelung sei gewährleistet, dass es keine Zuwanderung in deutsche Sozialsysteme geben werde.

GELSENKIRCHEN: Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen ist ohne ein Angebot der Arbeitgeber verlaufen. Bei einer weiteren Runde Anfang April wollen sie eine erste Offerte vorlegen. Sie soll bei mindestens zwei Prozent aber unterhalb von drei Prozent liegen. Die Gewerkschaftsseite warnte vor einer Verschärfung des Konflikts und bekräftigte ihre Forderung von 6,5 Prozent mehr Geld.

BERLIN: Bundespolitiker von Koalition und Opposition haben ein generelles Alkoholverbot für Minderjährige gefordert. Die Drogenbeauftragte der Unionsfraktion, Maria Eichhorn, begrüßte zugleich entsprechende Pläne der EU. Grundsätzlich sollte jede Möglichkeit genutzt werden, die hilft, Jugendliche vor einer Alkoholabhängigkeit zu bewahren. Unterstützung kommt auch von den Grünen. Dagegen lehnt die FDP ein generelles Alkoholverbot für Minderjährige ab. Notwendig sei mehr Aufklärungsarbeit. Die jungen Leute müssten lernen, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen, hieß es.

BERLIN: Nach der Freilassung aus iranischer Haft wird der Pfälzer Donald Klein in seiner Heimat zurückerwartet. Der Zeitpunkt seiner Rückkehr ist bislang unklar. Der 53-Jährige müsse zunächst auf ein Ausreisevisum warten, hieß es. Klein und sein französischer Begleiter Stéphane Lherbier waren im November 2005 bei einem Angeltrip mit ihrem Boot in iranische Hoheitsgewässer geraten. Kleins Begleiter Lherbier war bereits am 25. Februar vorzeitig freigelassen worden.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht kaum Chancen dafür, in der 'Berliner Erklärung' der Europäischen Union einen Bezug auf das christlich-jüdische Wertesystem aufzunehmen. Die Meinungen darüber gingen sehr weit auseinander, sagte Merkel in einem Fernsehinterview. Statt zu provozieren, solle in der Erklärung herausgestellt werden, was die europäischen Staaten eine, so Merkel. Die Berliner Erklärung soll zum 50. Jubiläum der Gründungsverträge für die EU Ende März von allen Staats- und Regierungschefs abgegeben werden. Sie soll auch als Grundlage dienen für weitere Verhandlungen über eine europäische Verfassung.

MEXIKO-STADT: US-Präsident George W. Bush ist in Mexiko, der letzten Station seiner Lateinamerikareise, eingetroffen. Zentrale Themen seiner Gespräche mit seinem mexikanischen Amtskollegen Felipe Calderón sind die Bekämpfung der Armut sowie Fragen der Migrations- und der Energiepolitik, des freien Handels und der Bekämpfung der Kriminalität. Zuvor hatte Bush in Guatemala einen Regionalplan gegen den Drogenhandel und die darin verwickelten Jugendbanden Mittelamerikas angekündigt. Er verteidigte zudem den freien Handel als Mittel zur Bekämpfung der Armut in Lateinamerika. Wie schon zuvor in Brasilien, Uruguay und Kolumbien gab es auch in Guatemala Proteste gegen den US-Präsidenten.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat einen Zeitungsbericht bestätigt, demzufolge das Pentagon an einer Rückzugsstrategie aus dem Irak arbeitet. Ein Regierungssprecher zitierte Verteidigungsminister Robert Gates mit den Worten, es sei fahrlässig, nicht über verschiedene Möglichkeiten des Einsatzes im Irak nachzudenken. Die Zeitung 'Los Angeles Times' hatte zuvor berichtet, die Rückzugspläne sollten umgesetzt werden, wenn die von US-Präsident George W. Bush im Januar verkündete Sicherheitsstrategie nicht erfolgreich sei oder vom Kongress behindert werde. Bush hatte Ende Januar seine neue Irak-Strategie vorgestellt, die eine Aufstockung der etwa 141.000 US-Soldaten im Irak um weitere 21.500 Mann vorsieht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Weiterhin sonnig und nur wenig Wolken bei Temperaturen zwischen zehn und 19 Grad Celsius.

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