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Nachrichten

Dienstag, 13. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MÜNCHEN: Vor dem Landgericht München hat der Prozess um den gewaltsamen Tod des Managers Dominik Brunner begonnen. Zwei junge Männer müssen sich wegen Mordes verantworten. Die beiden damals 17 und 18 Jahre alten Jugendlichen sollen Brunner im vergangenen Herbst am Münchner S-Bahnhof Solln zu Tode geprügelt haben, weil er vier Kinder vor gewaltsamen Übergriffen der beiden schützen wollte. Zuvor sollen die Jugendlichen die Schüler bedroht und 15 Euro verlangt haben. Auf Antrag der Verteidigung wurde der Prozess sofort nach der Eröffnung für eine dreiviertel Stunde unterbrochen. Die Rechtsanwälte wollten die Besetzung der Kammer überprüfen. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und eine Diskussion über Zivilcourage ausgelöst. Brunner bekam posthum das Bundesverdienstkreuz verliehen.

WASHINGTON: Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko ist möglicherweise ein Durchbruch gelungen. Elf Wochen nach Beginn der größten Öl-Katastrophe in der US-Geschichte haben Ingenieure des Energiekonzerns BP mit Hilfe ferngesteuerter Roboter einen neuen Absaugtrichter über dem Leck in 1.500 Metern Tiefe am Meeresgrund platziert. Zwei Tage lang werden jetzt Belastungstests durchgeführt. Bis Donnerstag soll sich zeigen, ob das Öl über den 100-Tonnen-Aufsatz vollständig abgesaugt oder die defekte Bohrleitung auf diese Weise sogar ganz verschlossen werden kann.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat ein neues Verbot für Tiefseebohrungen nach Rohöl verhängt. Innenminister Salazar erklärte, der Stopp sei angesichts der seit mehr als 80 Tagen andauernden Ölpest im Golf von Mexiko dringend notwendig, um die Umwelt zu schützen. Die Ölkonzerne hätten nun Zeit, bessere Sicherheitsstandards zu erarbeiten. Bis 30. November 2010 werde es von keiner Bohrinsel aus mehr Tiefenbohrungen geben. - Die US-Regierung war mit einem ersten Verbot für Tiefseebohrungen vor Gericht gescheitert, weil es nicht ausreichend begründet war. Das neue Moratorium nennt nun unter anderem ein konkretes Ende des Bohrstopps.

HAVANNA: Die kubanische Regierung hat mit der angekündigten Freilassung von insgesamt 52 politischen Häftlingen begonnen. Eine erste Gruppe von sieben Dissidenten befindet sich auf dem Flug ins spanische Exil. Spanien und die katholische Kirche in Kuba hatten die Freilassung in der vergangenen Woche mit der Führung in Havanna ausgehandelt. Es handelt sich um eine Gruppe von Dissidenten, die bei einer Razzia im Jahr 2003 festgenommen und zu Haftstrafen von bis zu 28 Jahren verurteilt worden waren. - Erstmals seit seiner schweren Erkrankung vor vier Jahren und seinem fast vollständigen Rückzug aus der Öffentlichkeit hat Kubas Revolutionsführer Castro wieder ein Fernsehinterview gegeben. Dabei nahm der 83-Jährige frühere Präsident zu aktuellen Themen der internationalen Politik Stellung.

ROM: In Italien hat die Polizei bei einer landesweiten Razzia mehr als 300 Verdächtige festgenommen, die Verbindungen zur kalabrischen Mafia "'Ndrangheta" haben sollen. Die Vorwürfe reichen nach Angaben der Behörden von der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung bis zu Geldwäsche, Entführung und Bestechung. Einige Festnahmen soll es auch in den USA gegeben haben. Schätzungen zufolge machte die "'Ndrangheta" mit Drogen- und Waffenhandel, Prostitution und Erpressung allein im Jahr 2007 rund 44 Milliarden Euro Umsatz.

MADRID: Nachdem Spanien zum ersten Mal die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen hat, ist die Nationalmannschaft in Madrid von Hunderttausenden Menschen begeistert gefeiert worden. Die Spieler, die zuvor von König Juan Carlos empfangen worden waren, fuhren stundenlang in einem offenen Doppeldeckerbus durch das Zentrum der spanischen Hauptstadt. Als Höhepunkt des Triumphzuges ließ sich das Team von rund 150.000 Menschen auf einer Riesenparty nahe dem Stadtpark Casa de Campo feiern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel aus Sonne und Wolken und nicht mehr ganz so heiß. Im Osten gebietsweise Schauer oder Gewitter. Tageshöchstwerte zwischen 22 und 30 Grad.

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