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Nachrichten

Dienstag, 13. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

PEKING: Nordkorea hat sich im Rahmen der Sechsparteien-Gespräche zum schrittweisen Abbau seines Atomprogramms bereit erklärt. Dazu soll innerhalb von 60 Tagen ein erster Reaktor abgeschaltet werden, hieß es in Peking. Im Gegenzug erhält Nordkorea umfangreiche Energie- lieferungen. Außerdem soll es bilaterale Verhandlungen mit den USA geben.

BERLIN: Die Bundesregierung hat sich noch immer nicht zur Identität und zum Schicksal der beiden im Irak vermissten Deutschen geäußert. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes machte dazu auf Anfrage keine Angaben. Nach einem Bericht des Berliner 'Tagesspiegel' handelt es sich bei den Opfern um eine über 60 Jahre alte deutsche Frau und um ihren 20 Jahre alten Sohn. Der Mann arbeite im irakischen Außenministerium, hieß es unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die Geiselnehmer hätten gedroht, ihn zu erschießen.

BAGDAD: Bei einem neuen Selbstmordanschlag in Bagdad hat der Attentäter mindestens 16 Menschen mit in den Tod gerissen. Knapp 40 Menschen erlitten nach Behördenangaben Verletzungen. Die Bombe detonierte im Westen der irakischen Hauptstadt in einem Lastwagen, der in der Nähe einer Privatschule und eines Lebensmittel-Lagers abgestellt worden war.

BEIRUT: Bei Bombenanschlägen auf zwei Busse nahe der libanesischen Hauptstadt Beirut sind bis zu zwölf Menschen getötet worden. Mindestens zehn Menschen wurden verletzt. Die Sprengsätze seien im Abstand von wenigen Minuten detoniert, heißt es in libanesischen Medienberichten. Über die möglichen Täter ist noch nichts bekannt. Am Mittwoch jährt sich das Attentat auf den libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri zum zweiten Mal. Seit dessen Ermordung erschütterten schon mehrere Anschläge den Libanon.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2006 überraschend stark gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte real um 2,7 Prozent statt der zunächst berechneten 2,5 Prozent zu. Das gab das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt. Grund waren die unerwartet guten Exporte zum Jahresende. Aber auch die Industrie und das Baugewerbe hätten im gesamten Jahr bessere Ergebnisse geliefert als erwartet. 2006 ist damit das beste Ergebnis seit dem Boomjahr 2000.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos trifft an diesem Dienstag in Berlin Airbus-Chef Louis Gallois, um über die Zukunft der deutschen Standorte des Flugzeugherstellers zu verhandeln. Dabei will der CSU-Politiker auf einen fairen Lastenausgleich zwischen Frankreich und Deutschland pochen. Seine Verhandlungsstrategie hatte Glos am Montag mit den vier betroffenen Ländern Niedersachsen, Hamburg, Bremen und Baden-Württemberg abgestimmt. Airbus, eine Tochter des deutsch-französischen EADS-Konzerns, plant wegen zusätzlicher Milliardenlasten durch die Verkehrsflugzeuge A380 und A350 Stellenstreichungen. Von insgesamt rund 57.000 Mitarbeitern beschäftigt Airbus rund 25.000 in Deutschland.

LUXEMBURG: Im Rechtsstreit um das so genannte VW-Gesetz zeichnet sich eine Niederlage Deutschlands ab. Der Gutachter des Europäischen Gerichtshofes, Damazo Ruiz-Jarabo Colomer, teilte in einer in Luxemburg veröffentlichten Stellungnahme mit, das 47 Jahre alte Gesetz zur Verhinderung feindlicher Übernahmen in Wolfsburg behindere den freien Kapitalverkehr in der Europäischen Union. Das Urteil wird in einigen Monaten erwartet.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht entscheidet an diesem Dienstag, ob heimlich durchgeführte Vaterschaftstests künftig vor Gericht als Beweismittel zugelassen werden sollen. Heimliche Gentests sind bislang verboten, weil sie gegen Grundrechte verstoßen. Im konkreten Fall focht ein Mann mit einem heimlichen DNA-Test seine Vaterschaft an. Mehrere gerichtliche Instanzen entschieden aber, dass heimliche Tests ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters des Kindes nicht zulässig sind.

BERLIN: Die Freilassung der Ex-Terroristin Brigitte Mohnhaupt nach 24 Jahren Haft stößt in der Politik auf unterschiedliche Reaktionen. Bundestagspräsident Norbert Lammert begrüßte die Entscheidung der Stuttgarter Richter. Die Freilassung sei nicht populär, aber sachgerecht, sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Wenn die Voraussetzungen für ein Haft-Ende gegeben seien, dürfe man keine zusätzlichen Anforderungen nachlegen. Ähnlich äußerte sich Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. Die Entlassung sei geltende Rechtslage. Kritik kam dagegen vom CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Gehb. Er sprach von einer Ohrfeige für das Rechtsempfinden der Menschen. Auch wenn die Freilassung rechtlich in Ordnung sei, bleibe ein bitterer Nachgeschmack.

CONAKRY: Nach anhaltenden gewaltsamen Protesten gegen die von ihm ernannte Regierung hat der Präsident des westfarikanischen Guinea, Lansana Conté, den Ausnahmezustand ausgerufen. Dabei gehe es darum, einen Bürgerkrieg zu verhindern, sagte Conté in einer von Radio und Fernsehen übertragenen Ansprache. Er rief die Armee auf, Recht und Ordnung wiederherzustellen. Während des zunächst für zwölf Tage ausgerufenen Ausnahmezustands gilt eine Ausgangssperre, die nur am Nachmittag für vier Stunden unterbrochen wird. Die Pressefreiheit, das Versammlungsrecht und das Postgeheimnis wurden eingeschränkt.

SALT LAKE CITY: In den USA sind bei zwei Amokläufen insgesamt elf Menschen getötet worden. In Salt Lake City schoss ein Mann in einem Einkaufszentrum mit einem Gewehr um sich und tötete dabei fünf Menschen. Anschließend wurde der Täter von Polizeibeamten erschossen. Der zweite Amoklauf ereignete sich in einem Bürogebäude in Philadelphia. Dort erschoss ein Mann vier Menschen, ehe er sich selbst umbrachte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft, jedoch meist stark bewölkt. Zeitweise Regen, in Höhenlagen auch Schnee. Höchstwerte vier bis zehn Grad.

Am Vormittag meldeten bei regnerischem Wetter:

Hamburg: 5 Grad; Berlin und Dresden: 6 Grad; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 7 Grad und München: 6 Grad.

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