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Nachrichten

Dienstag, 12. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Die UN-Vollversammlung bestimmt an diesem Dienstag fünf der zehn nichtständigen Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums für die Jahre 2011 und 2012 neu. Zwei der Sitze sind für westliche Staaten reserviert. Als Favorit geht nach Einschätzung von Diplomaten Deutschland in die Abstimmung. Mitbewerber sind Kanada und Portugal. Bundesaußenminister Westerwelle wirbt in New York bei den 192 UN-Mitgliedstaaten schon seit Tagen für die deutsche Bewerbung. Kurz vor der Entscheidung gab sich Westerwelle optimistisch.

BUKAREST: Bundeskanzlerin Merkel hat den Iran aufgefordert, die beiden festgenommenen deutschen Reporter freizulassen. Merkel sagte am Rande ihres Rumänien-Besuchs in Bukarest, ihre Regierung unternehme alles, was in ihren Möglichkeiten stehe. Ein Sprecher der iranischen Justiz hatte zuvor mitgeteilt, die beiden Ausländer seien mit Touristenvisum eingereist und hätten den Sohn von Sakineh Mohammad-Aschtiani interviewt, die wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden war. Die Reporter müssten bis zur Klärung der Angelegenheit in Haft bleiben. Der Iran hatte das Steinigungs-Urteil nach heftigem internationalem Protest vorläufig ausgesetzt.

STUTTGART: Nach der Absage von Bahnchef Grube an einen Baustopp steht die Schlichtung im Streit um das Bahnhofprojekt Stuttgart 21 auf der Kippe. Grube sagte, es könne und dürfe keinen Baustopp geben, weil dieser wöchentlich Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro verursachen würde. Die Gegner des Bahnprojekts machen aber ein vorläufiges Ende der Arbeiten zur Bedingung für die Teilnahme an der Schlichtung. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt demonstrierten abermals zehntausende Menschen gegen das Projekt.

PEKING: Bei seinem China-Besuch hat Bundeswirtschaftsminister Brüderle angesichts des anhaltenden Streits um Wechselkurse vor einem internationalen Handelskrieg gewarnt. Die internationale Gemeinschaft müsse verhindern, dass der Konflikt auf Kosten des freien Handels ausgetragen werde, sagte Brüderle in Peking. Insbesondere China wird vorgeworfen, seine Währung Yuan künstlich niedrig zu halten, um seine Exportwirtschaft zu unterstützen. Die USA planen daher Strafzölle auf chinesische Waren.

ANKARA: Der türkische Europaminister Bagis hat seine Landsleute und die türkisch-stämmigen Deutschen zu einer besseren Integration aufgerufen. In der "Bild"-Zeitung forderte Bagis, die deutsche Sprache zu lernen und sich den Sitten und Gebräuchen des Gastlandes anzupassen. Es gehe nicht darum, die eigene Kultur aufzugeben, sondern sich als "Botschafter der Türkei" zu verstehen.

SARAJEVO: US-Außenministerin Clinton hat zum Auftakt einer dreitägigen Balkanreise politische Gespräche mit den drei Mitgliedern des bosnischen Staatspräsidiums aufgenommen. Bei dem Treffen mit der Staatsspitze in Sarajevo will sie vor allem für die von USA und Europäischer Union seit langem geforderten Verfassungsänderungen werben, mit denen der zerstrittene Balkanstaat politisch funktionsfähig gemacht werden soll. Ziel sei es auch, die Integration der gesamten Region in EU und NATO voranzubringen, verlautete aus dem Umfeld der US-Außenministerin.

SANTIAGO: In Chile laufen die letzten Vorbereitungen zur Bergung der seit über zwei Monaten mehr als 600 Meter unter der Erdoberfläche eingeschlossenen 33 Bergleute. Die eigens gebaute Rettungskapsel "Phoenix 1", mit der die Kumpel durch den 65 Zentimeter engen Schacht nach oben gezogen werden sollen, absolvierte vier fehlerfreie Testläufe. Die Stabilisierungsarbeiten am Rettungsschacht waren bereits am Montag abgeschlossen worden. Offiziell heißt es, die Bergung solle in der Nacht zum Mittwoch beginnen.

KIEW: In der Ukraine sind beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. In ersten Meldungen aus dem Innenministerium in Kiew ist von mindestens 37 Toten und zwölf Verletzen die Rede. Der Busfahrer versuchte nach Angaben von Bahn-Mitarbeitern trotz eines blinkenden Haltesignals, mit seinem Fahrzeug einen Bahnübergang zu passieren. Der Zug habe nicht mehr stoppen können.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig und trocken, gebietsweise hält sich dichter Nebel. Höchstwerte zwischen acht und 16 Grad.

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