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Nachrichten

Dienstag, 12. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat zum Abschluss der Entschädigungszahlungen an frühere NS-Zwangsarbeiter die Arbeit der zuständigen Bundesstiftung gewürdigt. Während eines Festaktes in Berlin sagte Köhler, mehr als anderthalb Millionen NS-Opfer hätten wenigstens eine symbolische materielle Entschädigung bekommen. Kanzlerin Angela Merkel sagte, das zugefügte Leid könne jedoch mit finanziellen Mitteln nicht wieder gut gemacht werden. Die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" hatte am Montag offiziell die Auszahlungen an frühere NS-Zwangsarbeiter beendet. Insgesamt wurden fast 4,4 Milliarden Euro an ehemalige Zwangsarbeiter ausgezahlt.

BRÜSSEL: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich zuversichtlich über die Chancen einer Einigung auf einen neuen EU-Vertrag geäußert. Steinmeier forderte auf einer Parlamentarier-Debatte über die Zukunft der europäischen Verfassung in Brüssel alle Beteiligten zur Kompromissbereitschaft auf. Kommissionspräsident José Manuel Barroso warnte eindringlich vor den Folgen eines Scheiterns. Ohne einen neuen Vertrag werde Europa geschwächt, und die Tendenzen zu nationalen Egoismen würden verstärkt, sagte er. Das weitere Vorgehen im Verfassungsprozess ist ein Thema des EU-Gipfels Ende nächster Woche.

GAZA-STADT: Die Kämpfe zwischen den rivalisierenden Palästinenser-Organisationen Fatah und Hamas im Gaza-Streifen eskalieren weiter. Seit dem neuen Ausbruch der Gewalt am Montag wurden nach Agenturberichten mindestens 20 Menschen getötet. Das Haus von Ministerpräsident Ismail Hanijia wurde durch ein Geschoß beschädigt. Der Politiker der radikal-islamischen Hamas blieb unverletzt. In der Nähe eines Büros von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas von der Fatah schlugen Granaten ein. - Abbas warf der Hamas vor, die Macht im Gaza-Streifen mit Gewalt an sich reißen zu wollen. Die Hamas plane eine Putsch gegen die legitimen Institutionen, heißt es in einer Erklärung von Abbas. Die Milizen der Hamas forderten die von der Fatah geführten Polizeikräfte im Norden des Gaza-Streifens zur Kapitulation auf. - In Ramallah im Westjordanland stürmte die Präsidentengarde nach Angaben aus Sicherheitskreisen eine von der Hamas kontrollierte Fernsehstation.

KABUL: Wegen eines Missverständnisses haben US-Soldaten in der Nacht zum Dienstag im Osten Afghanistans sieben Polizisten getötet. Nach Angaben afghanischer Regierungsvertreter waren US-Soldaten und Kampfhubschrauber zur Unterstützung gegen Taliban-Rebellen angefordert worden. Irrtümlich habe ein US-Hubschrauber allerdings auf die Stellung mit den Polizisten gefeuert. - Die afghanische Regierung kündigte eine Untersuchung an. Die US-Streitkräfte äußerten sich bislang nicht. - Bei einem weiteren Zwischenfall erschossen Soldaten der Internationalen Afghanistan-Schutztruppe ISAF drei Zvilisten. Sie seien in der östlichen Provinz Kunar auf einen Kontrollpunkt zugefahren, ohne anzuhalten, teilte die ISAF mit.

DEN HAAG: Das UN-Kriegsverbrecher-Tribunal für Ex-Jugoslawien hat den ehemaligen Präsidenten der kroatischen Serben, Milan Martic, zu 35 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht in Den Haag zog den 52-Jährigen damit für Verbrechen zur Verantwortung, die in der einseitig ausgerufenen Serben-Republik Krajina während des Krieges in den 90er Jahren begangen worden waren. Maric wurde wegen Mordes, Vertreibung und Folter von Kroaten und Muslimen verurteilt. Das Gericht erinnerte ausdrücklich auch an die von Martic befohlene Bombardierung der kroatischen Hauptstadt Zagreb im Jahre 1995.

ROM: Der Kampf gegen die Armut in der so genannten Dritten Welt ist nach Ansicht der Vereinten Nationen die beste Strategie gegen die Kinderarbeit. Die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung , FAO, erklärte in Rom zum Internationalen Tag gegen die Kinderarbeit, notwendig sei es, die Armut in ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer zu verringern und damit Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. - Weltweit gebe es schätzungsweise 218 Millionen Kinder, die zum Arbeiten gezwungen würden. 132 Millionen unter ihnen seien in der Landwirtschaft tätig, darunter Kinder, die erst fünf Jahre alt seien.

ISTANBUL: Der türkische Küstenschutz hat nach eigenen Angaben innerhalb von drei Tagen in der Ägäis fünf Schiffe mit 274 Bootsflüchtlingen aufgebracht. Die meisten der Immigranten stammten aus dem Nahen Osten und afrikanischen Ländern. Ziel der Bootsflüchtlinge seien griechische Ägäisinseln gewesen. - Seit Beginn des Jahres hat der türkische Küstenschutz damit nach eigenen Angaben insgesamt 1.884 Bootsflüchtlinge aufgegriffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden trocken und teils sonnig, nach Süden hin Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 22 bis 32 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 22°, leicht bewölkt;
Berlin: 30°, leicht bewölkt;
Dresden: 27°, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 17°, bedeckt;
Frankfurt am Main: 23°, wolkig und
München: 22°, wolkig.

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