1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Dienstag, 11. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die milliardenschwere Beteiligung Deutschlands am Finanz-Hilfspaket für angeschlagene Euro-Staaten beschlossen. Unter Leitung von Bundeskanzlerin Merkel brachte das Kabinett den Gesetzesentwurf auf den Weg. Die Fraktionen im Bundestag werden im Tagesverlauf über die Hilfen beraten. In der nächsten Woche könnte der Gesetzentwurf dann in den Bundestag gehen. Deutschland will zunächst für Kredite bis zu 123 Milliarden Euro bürgen. Die Summe könnte aber auf rund 148 Milliarden Euro steigen, falls Euro-Länder nicht zahlen können, da sie selbst Finanzhilfen zur Abwehr eines Staatsbankrotts brauchen.

BRÜSSEL: Nach Griechenland hat die EU-Kommission auch die hochverschuldeten Euro-Staaten Spanien, Portugal, Italien und Frankreich zu einem strikten Sparkurs ermahnt. Die vier Länder müssen nach Angaben von EU-Währungskommissar Rehn Anfang nächster Woche in der Gruppe der Euro-Finanzminister weitere Sparvorschläge für dieses Jahr vorlegen. Rehn plädierte dafür, dass die Kommission künftig nicht nur die Haushalte der Mitgliedstaaten, sondern auch deren Wettbewerbsfähigkeit stärker überwacht. Die ökonomischen Ungleichgewichte in der Euro-Zone müssten beseitigt werden, sagte Rehn dem "Handelsblatt".

ATHEN: Die griechische Regierung will aus dem Hilfspaket der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds eine erste Tranche von 20 Milliarden Euro beantragen. Aus dem Finanzministerium in Athen verlautete, die Auszahlung müsse sofort erfolgen, nach Möglichkeit innerhalb eines Tages. EU und IWF haben dem Land Kredite von bis zu 45 Milliarden Euro allein für dieses Jahr zugesagt. Innerhalb von drei Jahren sollen bis zu 110 Milliarden Euro fließen.

MANILA: Aus der Präsidentenwahl auf den Philippinen ist der Favorit, der 50-jährige Senator Benigno Aquino, als Sieger hervorgegangen. Der Sohn der verstorbenen früheren Staatschefin Corazon Aquino baute seine Führung jüngsten Hochrechnungen zufolge weiter aus. Nach Auszählung von etwa 80 Prozent der Stimmen liegt er mit etwa 40 Prozent deutlich vor seinem schärfsten Konkurrenten, Ex-Präsident Estrada. Dieser bekam 25 Prozent.

PORT-AU-PRINCE: Auf Haiti ist die Polizei mit Tränengas und Warnschüssen gegen Demonstranten vorgegangen, die den Rücktritt von Präsident Preval forderten. Die 2.000 Anhänger des ins Exil gegangenen früheren Staatschefs Aristide warfen der politischen Führung schlechtes Krisenmanagement nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar vor.

MADRID: Wegen einer neuen Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll sind die Flughäfen im Süden Spaniens und auf den Kanarischen Inseln gesperrt worden. Nach Angaben eines Behördensprechers ist noch unklar, wann der Flugverkehr wieder aufgenommen werden kann.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel hat Steuersenkungen bis zum Jahr 2012 ausgeschlossen. Für die Bundesregierung habe die Konsolidierung des Haushalts nun Priorität, sagte Merkel. Das Kabinett werde dazu in den kommenden Wochen Vorschläge machen. Auch Hessens Ministerpräsident Koch forderte im "Hamburger Abendblatt" einen Verzicht auf baldige Steuersenkungen. Zudem regte Koch an, weitere Koalitions-Vorhaben zu überprüfen.

DRESDEN: Der Ärztemangel und die Finanzierung des Gesundheitswesens sind die wichtigsten Themen des 113. Deutschen Ärztetages. Im Beisein von Bundesgesundheitsminister Rösler eröffnete in der Dresdner Semperoper der Präsident der Bundesärztekammer, Hoppe, die Tagung. Hoppe kritisierte im Vorfeld der viertägigen Konferenz eine unzureichende Finanzierung des Gesundheitswesens. Laut der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, werden in Deutschland nur 6,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Krankenversicherung ausgegeben.

Das Wetter in Deutschland: Wechselnd bis stark bewölkt und am Nachmittag in der Südhälfte einige zum Teil kräftige Schauer und Gewitter. Im Nordosten meist trocken. Die Temperaturen liegen im Westen zum Teil nur bei sieben Grad, im Südosten werden bis 22 Grad erreicht. Zuletzt meldeten: Berlin: sieben Grad, leichter Regen;
Hamburg: sechs Grad, wolkig; Dresden: neun Grad, etwas Regen; Köln/Bonn: sieben Grad, bedeckt; Frankfurt am Main: zehn Grad, stark bewölkt und München: zehn Grad, wolkig.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema