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Nachrichten

Dienstag, 11. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

BONN: UN-Generalsekretär Kofi Annan wird an diesem Dienstag gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel das neue Domzil der Vereinten Nationen in der früheren Bundeshauptstadt eröffnen. Auf dem so genannten UN-Campus rund um das ehemalige Abgeordnetengebäude 'Langer Eugen' werden elf der zwölf in Bonn angesiedelten UN-Einrichtungen zusammengefasst. Sie waren bisher über das Stadtgebiet verteilt. Geplant ist der Zuzug weiterer Einrichtungen der Vereinten Nationen auf dem Gelände, zunächst des UN-Klimasekretariates.

BERLIN: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die EU-Länder zu einem langfristigen Engagement bei der Friedenssicherung in der Demokratischen Republik Kongo aufgefordert. Es werde mit der Absicherung der ersten freien Wahlen wohl nicht getan sein, sagte Annan auf einer Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung in Berlin. Nach der Schließung der Wahllokale sei Hilfe bei der Reform des Sicherheitswesens, der Polizeiausbildung und der Verbesserung der Regierungsführung notwendig. - Am Montag hatte die Bundeswehr mit der Verlegung ihres Hauptkontigents für den Kongo-Einsatz begonnen.

KABUL: US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist zu einem unangekündigten Besuch in die afghanische Hauptstadt gereist. In Kabul wird er mit Präsident Hamid Karsai sprechen, dessen Regierung wegen der zunehmenden Gewalt im Land unter Druck steht. Zudem soll über die weitere Ausdehnung des militärischen Einsatzes der US-geführten Koalitionstruppen und der Nato im besonders unruhigen Süden beraten werden. Die US-Soldaten dort sollen Ende des Monats dem Nato-Kommando unterstellt werden. Bei neuen Militäraktionen in der südafghanischen Provinz Helmand haben die Koalitionstruppen und afghanische Soldaten nach eigenen Angaben mindestens 30 mutmaßliche Taliban-Kämpfer getötet.

BAGDAD: Bei Anschlägen in der irakischen Hauptstadt sind wieder mehrere Menschen getötet worden. Am folgenschwersten war ein Überfall auf einen Kleinbus mit schiitischen Moslems in einem sunnitischen Stadteil, bei dem nach Polizeiangaben mindestens zehn Menschen getötet wurden. Im Zentrum der Stadt riss ein Selbstmordattentäter mindestens drei Menschen mit in den Tod. Außerdem wurde ein hochrangiger Mitarbeiter des Außenministeriums von Unbekannten verschleppt.

GAZA-STADT: Die israelische Armee hat ihre Luftangriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Dabei wurden von Kampfhubschraubern aus eine Brücke und Stellungen militanter Palästinenser im Norden des Autonomiegebietes beschossen. Israel hatte zuvor die Ausweitung der seit zwei Wochen andauernden Offensive im Gazastreifen angekündigt.

MOSKAU: Der Tod des tschetschenischen Terroristenführers Schamil Bassajew ist sowohl von russischer Seite als auch von den Rebellen bestätigt worden. Beide Seiten machen jedoch unterschiedliche Angaben zur Todesursache. Der russische Inlandsgeheimdienst teilte mit, Bassajew sei von einer Sondereinheit der Armee im Nordkaukasus bei den Vorbereitungen zu einem Terroranschlag getötet worden. Die tschetschenischen Aufständischen erklärten hingegen, ihr Anführer sei bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der Rebellenchef galt als Drahtzieher unter anderem der blutigen Geiselnahme in einem Moskauer Theater 2002 und in der Schule von Beslan 2004. In Beslan hatte es mehr als 330 Tote gegeben, die meisten von ihnen Kinder.

BRÜSSEL: Im Atomstreit mit dem Iran berät der EU-Außenbeauftragte Javier Solana erneut mit Teherans Chefunterhändler Ali Laridschani das von der internationalen Gemeinschaft vorgelegte Angebot. Nach Ansicht der Führung in Teheran gibt es in dem Angebot Unklarheiten, über die bei dem Treffen in Brüssel beraten werden soll. Das von den fünf Veto-Mächten im UN-Sicherheitsrat sowie Deutschland geschnürte Paket bietet wirtschaftliche und politische Unterstützung an, falls der Iran die auch militärisch nutzbare Anreicherung von Uran aussetzt.

RABAT: Nach immer neuen Flüchtlingsdramen im Mittelmeer wollen afrikanische und europäische Staaten die illegale Einwanderung gemeinsam eindämmen. An der zweitägigen Migrationskonferenz in der marokkanischen Hauptstadt Rabat nehmen 27 afrikanische und 30 europäische Staaten teil. Zum Auftakt des Treffens sagte Frankreichs Präsident Jaques Chirac, Afrikas Jugend müsse - auch durch mehr Wohlstand - eine Zukunft in Würde erhalten. So ließen sich die tieferen Ursachen der Migration lösen. Seit Beginn dieses Jahres sind schon gut 10.000 Menschen aus Afrika illegal auf die Kanarischen Inseln gelangt - mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2005.

DÜSSELDORF: Die Tarifverhandlungen für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern sind in der Nacht zu Dienstag unterbrochen worden. Die Gespräche sollen am Mittag fortgesetzt werden. Die kommunalen Arbeitgeber hatten dem Marburger Bund am Montag ein neues Angebot vorgelegt. Die Ärztegewerkschaft hatte die Offerte jedoch als 'Mogelpackung' bezeichnet und abgelehnt. Sie fordert zwischen 15 und 20 Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeber hatten nach eigenen Angaben für Assistenzärzte ein Gehaltsplus von bis zu 600 Euro im Monat geboten, für Fachärzte einen Zuwachs von bis zu 500 Euro.

VILNIUS: Der Kölner Dom gehört wieder zum regulären Welterbe. Die UNESCO strich die gotische Kathedrale auf ihrer Tagung im litauischen Vilnius von der so genannten Roten Liste der bedrohten Kulturstätten. Wegen geplanter Hochhausbauten hatte die UNESCO das berühmte Bauwerk vor zwei Jahren auf die Liste der bedrohten Kulturstätten gesetzt und damit die Aberkennung des Welterbe-Status angedroht. Inzwischen änderte die Stadt die Baupläne.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Niederrhein bis nach Schleswig-Holstein wolkig, zeitweise Regen oder Schauer, vereinzelt Gewitter. Im Osten und Süden meist trocken und sonnig. Höchstwerte an der Küste bis 26 Grad, sonst bis 34 Grad Celsius.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: leicht bewölkt, 21 Grad;
Berlin: wolkig, 24 Grad;
Dresden: fast wolkenlos, 24 Grad;
Köln/Bonn: wolkig, 22 Grad;
Frankfurt am Main: fast wolkenlos, 23 Grad und
München: wolkenlos, 22 Grad.

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