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Nachrichten

Dienstag, 11. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

ROM: In Italien hat sich Oppositionsführer Romano Prodi zum Sieger der Parlamentswahl erklärt. Sein Mitte-Links-Bündniss hat einen hauchdünnen Vorsprung von 0,1 Prozentpunkten vor der rechts- konservativen Regierungskoalition von Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Wie das Innenministerium in Rom mitteilte, erhielt Prodis Allianz bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus 49,8 Prozent der Stimmen, für Berlusconis Koalition stimmten 49,7 Prozent. Noch immer unklar sind die Mehrheitsverhältnisse im Senat, der zweiten Parlamentskammer. Dort führt derzeit das Berlusconi-Lager mit einem Mandat. Allerdings sind die Stimmen der Auslands-Italiener noch nicht ausgezählt, für die sechs Sitze im Senat reserviert sind. Sollte sich zwischen den gleichberechtigten Kammern Abgeordnetenhaus und Senat ein Patt ergeben, wäre Italien faktisch unregierbar.

BERLIN: Die SPD muss nach Ansicht ihres kommissarischen Vorsitzenden Kurt Beck neue Wählerschichten gewinnen. In den zurückliegenden Jahren sei das Arbeitermilieu dramatisch zusammengeschmolzen, sagte Beck der 'Bild'-Zeitung. Daher müsse sich die SPD für Ingenieure ebenso öffnen wie etwa für Ärzte oder Anwälte. Zugleich bekräftigte er, dass der Parteivorsitzende das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur habe. Ein Bündnis mit der in Linkspartei umbenannten PDS auf Bundesebene lehnte Beck ab. Er war am Montag zum kommissarischen SPD-Chef ernannt worden, nachdem Matthias Platzeck aus gesundheitlichen Gründen überraschend dieses Amt abgegeben hatte.

HANNOVER: Trotz des sinkenden Hochwassers entlang der Elbe bleibt die Lage in den Krisengebieten von Niedersachsen und Schleswig- Holstein weiter angespannt. Tausende Helfer sind weiterhin im Einsatz, die aufgeweichten Deiche zu stabilisieren. Die Menschen in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg rechnen damit, dass die Situation bis zu einer Woche anhalten wird. In Hitzacker ging das Wasser zwar spürbar zurück. Doch immer noch steht die Altstadt komplett unter Wasser. Menschen in Niedersachsen, deren Wohnungen durch das Hochwasser zerstört sind, können ab sofort Hilfe vom Land beantragen. Mit Blick auf die Katastrophenbewältigung forderte die SPD-Fraktion im Bundestag die alleinige Kompetenz des Bundes beim Hochwasserschutz. Es sei nicht sinnvoll, dass es je nach Bundesland unterschiedliche Standards für den Deichbau gebe, hieß es.

BERLIN: Zur Suche nach einer Lösung im Geiseldrama im Irak ist in Berlin erneut der Krisenstab des Auswärtigen Amtes zusammengekommen. Die Bemühungen um Freilassung der beiden Ingenieure würden intensiv fortgesetzt, sagte eine Sprecherin. Am Sonntag war ein neues Video aufgetaucht, das die beiden Entführten René Bräunlich und Thomas Nitzschke zeigt. Nitzschke bat darin eindringlich um Hilfe. Ergebnisse der Auswertung des Bandes wurden aus Sicherheitsgründen nicht mitgeteilt. Die Leipziger waren vor zweieinhalb Monaten im Irak verschleppt worden.

DARMSTADT: Die europäische Raumsonde 'Venus Express' hat die Umlaufbahn unseres Nachbarplaneten erreicht. Nach fünf Monaten Flug und 400 Millionen Kilometern durch unser Sonnensystem wurde das Haupttriebwerk gezündet, um die Sonde abzubremsen. Die 'Venus Express' soll vor allem das Klima auf der Venus erforschen, deren Oberflächentemperatur im Durchschnitt 470 Grad Celius beträgt. Eine Landung ist nicht vorgesehen.

TEL AVIV: Israels Verteidigungsminister Schaul Mofas hat eine weitere Verschärfung der militärischen Angriffe auf den Gazastreifen angeordnet. Bei einem Truppenbesuch am Rande des Gazastreifens habe Mofas gesagt, militante Palästinenser müssten noch härter bekämpft werden, melden israelische Medien. Auch am Dienstagmorgen schlugen im israelischen Grenzgebiet zum Gazastreifen wieder Kassam-Raketen ein, die aus dem Autonomiegebiet abgefeuert wurden. Die israelische Armee beschoss daraufhin Ziele im nördlichen Gazastreifen. - Das israelische Kabinett erklärte inzwischen den seit drei Monaten im Koma liegenden Ministerpräsidenten Ariel Scharon auch offiziell für dauerhaft amtsunfähig.

KABUL: Bei Raketeneinschlägen auf einem Schulhof in der afghanischen Stadt Asadabad sind mindestens sechs Kinder getötet und mehrere weitere verletzt worden. Die Schüler seien zum Zeitpunkt der Explosion auf dem Hof unterrichtet worden, berichtet die örtliche Polizei. Alle Toten seien zwischen sieben und zehn Jahre alt. Die Schule in der Provinz Kunar liegt in der Nähe eines von den US-Truppen geführten Militärstützpunktes. Ein Polizeisprecher machte Taliban-Kämpfer für den Angriff verantwortlich.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden nachlassender Schnee oder Regen. Sonst erst freundlich, später von Nordwesten Wolken und neue Niederschläge. Höchstwerte fünf bis 12 Grad.

  • Datum 11.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8FcV
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