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Nachrichten

Dienstag, 10. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

NEW YORK: Nach dem nordkoreanischen Atomwaffentest haben die fünf Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrates über Sanktionen gegen das kommunistische Land beraten. Eine von den USA eingebrachte Resolution sieht unter anderem ein Waffenembargo sowie ein Handelsverbot für alle anderen militärischen Güter und Luxuswaren vor. Darüber hinaus sollen Auslandsguthaben eingefroren werden können, die im Zusammenhang mit dem nordkoreanischen Atomprogramm stehen könnten. Inspektoren sollen die Befugnis haben, sämtliche Fracht nach Nordkorea zu kontrollieren. Die Beratungen sollen an diesem Dienstag fortgesetzt werden. Am Montag hatte der UN-Sicherheitsrat den Atomtest Nordkoreas aufs Schärfste verurteilt.

KARLSRUHE: Die Bundesanwaltschaft hat in der Nähe von Osnabrück einen Iraker festnehmen lassen, der Botschaften von El-Kaida-Anführern per Internet verbreitet haben soll. Dem 36-Jährigen wird Unterstützung des Terrornetzwerks zur Last gelegt. Die Wohnung des Mannes wurde durchsucht. Der Beschuldigte soll am Mittwoch dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

KABUL: Bei einem Bombenanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens acht Polizisten und zwei Zivilisten verletzt worden. Der Sprengsatz sei auf einem Fahrrad montiert und mit einem Fernzünder zur Explosion gebracht worden, als ein Polizeibus vorbeifuhr, teilte ein Sprecher der afghanischen Polizei mit. Es ist der jüngste einer ganzen Serien von Anschlägen in Kabul.

BERLIN: Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke, hat den jüngsten Mord an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja scharf verurteilt. Es handele sich um einen politischen Mord, der nur die Spitze eines Eisbergs darstelle, sagte Nooke der 'Netzeitung'. Es werde deutlich, wie die Presse- und Meinungsfreiheit in Russland gefährdet sei. Nooke äußerte die Erwartung, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutsch-russischen Gespräche in Dresden an diesem Dienstag nutzen werde, um mit Präsident Wladimir Putin die aktuellen Probleme zu erörtern. Merkel hatte angekündigt, sie werde mit Putin auch über die Krise im Verhältnis Russlands zu Georgien sprechen.

LUXEMBURG: Die EU-Finanzminister wollen an diesem Dienstag das deutsche Defizit-Strafverfahren auf Eis legen. Das wurde bei einem Treffen der Euro-Ressortminister in Luxemburg deutlich. Damit rückt eine milliardenschwere EU-Strafe für Deutschland wegen der hohen Neuverschuldung in weite Ferne. Schon vor einem Monat hatte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück der EU-Kommission für das laufende Jahr ein erwartetes Defizit von 2,6 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt gemeldet. Damit folgt Berlin zum ersten Mal seit Jahren wieder den Regeln des Stabilitätspakts, der eine Höchstgrenze von drei Prozent vorschreibt. Im kommenden Jahr soll die Neuverschuldung weiter sinken.

WIESBADEN: Die Entspannung am Arbeitsmarkt und ein geänderter Beitragseinzug haben der Sozialversicherung im ersten Halbjahr einen Rekordüberschuss beschert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erzielte die gesetzliche Sozialversicherung in den ersten sechs Monaten ein Plus von 8,5 Milliarden Euro. Das ist der höchste Wert in einem ersten Halbjahr seit der Wiedervereinigung. Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte die Sozialversicherung noch ein Defizit von 7,1 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit. Wie hoch der Überschuss der Sozialversicherung im Gesamtjahr sein werde, lässt sich nach Einschätzung des Amtes aber noch nicht beziffern.

PARIS: Der neue Airbus-Chef Louis Gallois will den Sanierungsplan seines Vorgängers Christian Streiff voll umsetzen. Dies bedeute einen schmerzhaften Verlust von Arbeitsplätzen in der Verwaltung, sagte Gallois im französischen Rundfunk. Die jetzige Verwaltung sei zu unbeweglich. Mit dem Sanierungsplan sollen die Kosten binnen vier Jahren um mindestens zwei Milliarden Euro gesenkt werden. Eine Entscheidung über die künftige Struktur des Airbus-Konzerns werde in den nächsten Monaten fallen. Dabei dürften Werksschließungen nicht ausgeschlossen werden, so Gallois. Streiff war am Montag nach nur drei Monaten in Amt zurückgetreten. Hintergrund sind die neuerlichen Verzögerungen bei der Auslieferung des Großraumflugzeugs A380.

NEW YORK: Der Internetsuchmaschinen-Betreiber Google kauft das Onlinevideoportal YouTube für 1,65 Milliarden Dollar in Aktien. Die Übernahme solle noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden, kündigte Google in New York an. Auf YouTube können Internetnutzer Videoclips veröffentlichen. Nach Firmenangaben werden von der YouTube-Seite täglich rund 100 Millionen Videos abgerufen. Google verdient sein Geld fast ausschließlich mit Onlinewerbung und betonte, der Zukauf sei Teil einer breit angelegten Strategie, in den wachsenden Markt für Videos im Internet zu investieren.

ATHEN: Heftiger Regen hat in Nord- und Mittelgriechenland zu Überschwemmungen und Stromausfällen geführt. Mehrere Straßen wurden von Schlamm und Geröll blockiert. Zwischen den Städten Thessaloniki und Kavala stürzte eine Brücke ein. Nach amtlichen Schätzungen entstanden Schäden in Höhe von mehreren Millionen Euro. Meteorologen haben bis Freitag weitere Regenfälle vorhergesagt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten teils wolkig, sonst mehr Sonne als Bewölkung. Örtlich zäher Nebel. Die Höchsttemperaturen reichen von zehn bis 23 Grad.

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