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Nachrichten

Dienstag, 10. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SAARBRÜCKEN: CDU-Landeschef Peter Müller ist wieder zum neuen Ministerpräsidenten des Saarlandes gewählt worden. Mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen wurde er zum ersten Regierungschef einer schwarz-gelb-grünen Landesregierung in Deutschland bestimmt. SPD und Linkspartei bilden die Opposition im Landtag von Saarbrücken. Der Linke-Fraktionschef und ehemalige Regierungschef Oskar Lafontaine war der Sitzung fern geblieben. Die Landesvorsitzenden von CDU, FDP und Grünen hatten am Vortag den Koalitionsvertrag unterzeichnet. Müller ist bereits seit 1999 Ministerpräsident. Seine bisher allein regierende CDU hatte bei der Landtagswahl Ende August herbe Verluste hinnehmen müssen.

BRÜSSEL: Die Bundesregierung will die gestiegenen Staatsschulden ab dem Jahr 2011 bis 2013 entsprechend den Vorgaben der EU-Kommission abbauen. Das kündigte Finanzminister Wolfgang Schäuble bei einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel an. Zugleich sagte er, er halte den Schuldenabbau bei gleichzeitigen Steuersenkungen für möglich. Am kommenden Mittwoch will die EU-Kommission die Frist zum Schuldenabbau bis 2013 beschließen. Der Spielraum für Steuersenkungen in Deutschland wird damit geschmälert. Das deutsche Defizit liegt in diesem Jahr nach Kommissionsangaben bei 3,4 Prozent und dürfte im kommenden Jahr auf fünf Prozent steigen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt zur Stunde im Bundestag die erste Regierungserklärung seit ihrer Wiederwahl ab. Darin will sie die Schwerpunkte der neuen Koalition von Union und FDP für die nächsten vier Jahre darlegen. Mit Interesse wird erwartet, ob und wie sie zu dem schwelenden Steuerstreit quer durch das Regierungslager und zwischen Bund, Ländern und Gemeinden Stellung bezieht. Uneinig sind die schwarz-gelben Koalitionäre auch beim Umbau des Gesundheitswesens. Die SPD forderte, Merkel müsse in ihrer Erklärung auch zu der überraschenden Absage des Opel-Verkaufs durch die US-Konzernmutter General Motors Stellung beziehen.

BERLIN: Deutschland hat den 20. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert. Zehntausende Menschen kamen zum Brandenburger Tor in Berlin, um mit mehr als 30 aktiven und ehemaligen Staats- und Regierungschefs das historische Ereignis zu würdigen. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte den Mauerfall eine der glücklichsten Stunden der deutschen und europäischen Geschichte. US-Präsident Barack Obama sagte in einer Videobotschaft, der 9. November 1989 sei eine deutliche Zurückweisung von Tyrannei und ein starkes Zeichen für die Freiheit gewesen. Optischer Höhepunkt der Feier war ein symbolischer Mauerfall. Mehr als 1.000 überdimensionale Domino-Steine aus Styropor fielen auf zwei Kilometern Länge zwischen Potsdamer Platz und Brandenburger Tor.

SEOUL: Im Gelben Meer haben sich zwei Kriegsschiffe aus Nord- und Südkorea ein Feuergefecht geliefert. Wie ein Militärsprecher in Seoul mitteilte, griff ein südkoreanisches Kriegsschiff ein Patrouillenboot aus dem Norden an, nachdem dieses die Seegrenze überschritten und auch auf Warnschüsse nicht reagiert habe. Das nordkoreanische Schiff schoss zurück, wurde im Verlauf des Gefechts jedoch schwer beschädigt. Berichte über Tote oder Verletzte liegen bisher nicht vor. Der ungeklärte Verlauf der Grenze westlich der koreanischen Halbinsel hatte bereits 1999 und 2002 zu tödlichen Zwischenfällen auf See geführt.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama ist zu einem kurzfristig anberaumten Gespräch mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Begegnung hinter verschlossenen Türen stand der immer noch festgefahrene Nahost-Friedensprozess. Auch die beiderseitigen Beziehungen und das Thema Iran seien erörtert worden, verlautete nach dem Treffen aus dem Weißen Haus. In Israel haben die deutlichen Forderungen Obamas nach einem völligen Siedlungsstopp in den Palästinenser-Gebieten für Beunruhigung gesorgt. Netanjahu lehnt dies strikt ab.

TOKIO: Japan hat Finanzhilfen für Afghanistan angekündigt. Innerhalb der nächsten fünf Jahre seien fünf Milliarden Dollar für den Aufbau der Polizei, die Landwirtschaft sowie für Infrastrukturprojekte geplant, teilte das Außenministerium in Tokio mit. Diese Unterstützung soll das militärische Engagement Japans im Afghanistan-Konflikt ersetzen. Derzeit betankt die japanische Marine im Indischen Ozean noch Schiffe der USA und anderer Nationen zur Unterstützung des Anti-Terror-Kampfes. Die neue Regierung in Tokio unter Ministerpräsident Yukio Hatoyama lehnt die Mission aber mit der Begründung ab, dass hierfür die Billigung der Vereinten Nationen fehle.

BAGDAD: Im Irak soll am 21. Januar ein neues Parlament gewählt werden. Staatspräsident Dschalal Talabani und seine beiden Stellvertreter hätten einen entsprechenden Vorschlag bestätigt, teilte die Wahlkommission in Bagdad mit. Das neue Parlament werde insgesamt 323 Mandate umfassen. Derzeit sitzen 275 Abgeordnete in der irakischen Volksvertretung. Erst am Vortag hatte diese nach wochenlangem Streit zwischen Arabern und Kurden um die Erdöl-Stadt Kirkuk das neue Wahlgesetz verabschiedet.

SAN SALVADOR: Nach dem Unwetter-Tod von mindestens 130 Menschen hat das Parlament im mittelamerikanischen El Salvador eine dreitägige Staatstrauer beschlossen. Mindestens 60 Menschen werden weiterhin in einer Kleinstadt etwa 50 Kilometer östlich von San Salvador vermisst. Nach dem verheerenden Durchzug des Hurrikans "Ida" sind nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 10.000 Menschen im Land auf Lebensmittelhilfe angewiesen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Westhälfte stark bewölkt oder neblig-trüb und zeitweise Regen. Im Osten trocken bei Temperaturen zwischen drei und neun Grad Celsius.

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