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Nachrichten

Dienstag, 10. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BELFAST: In Nordirland ist zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ein tödlicher Anschlag auf die Sicherheitskräfte verübt worden. In der Kleinstadt Craigavon in der Grafschaft Armagh südlich von Belfast wurde ein Polizist erschossen. Nach Angaben der Polizei hatte der Beamte zusammen mit einem Kollegen in einem vor allem von Katholiken bewohnten Stadtviertel verdächtige Aktivitäten untersucht. Bislang bekannte sich niemand zudem Anschlag. Erst am Samstag waren bei einem Terroranschlag auf eine Kaserne in der Stadt Antrim zwei Soldaten erschossen und vier weitere Menschen verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich die 'Wahre IRA', eine Splittergruppe der ehemaligen katholischen Untergrundorganisation Irisch Republikanische Armee.

COLOMBO: Ein Selbstmordattentäter hat im Süden Sri Lankas mindestens zehn Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 20 weitere Menschen, unter ihnen der Postminister, seien verletzt worden, als sich der Attentäter vor einer Moschee in der Stadt Akuressa in die Luft sprengte, teilten die Behörden mit. Der Anschlag galt möglicherweise sechs Ministern der Regierung, die nach Akuressa gekommen waren, um an den Feiern anlässlich des Geburtstages des Propheten Mohammed teilzunehmen. Das Verteidigungsministerium macht Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam , LTTE, für die Tat verantwortlich. - Die srilankische Armee geht derzeit gegen letzte Stellungen der LTTE in Norden der Insel vor, die dort seit 25 Jahren für einen eigenen Staat kämpfen. Dabei sollen nach Angaben der Rebellen in den vergangenen beiden Tagen mehr als 70 Zivilisten getötet und mehr als 100 weitere verletzt worden sein.

NEU DELHI: Der Dalai Lama hat zum 50. Jahrestag des Tibeteraufstands der chinesischen Regierung eine brutale Unterdrückung in Tibet vorgeworfen. In einer Rede in seinem indischen Exil in Dharamsala sagte das geistige Oberhaupt der Tibeter, China habe seit den 1950er Jahren tausende Tibeter getötet und die Region zur Hölle auf Erden gemacht. Die tibetische Kultur und Identität stünden kurz vor der Auslöschung. Dennoch strebe sein Volk nicht nach Unabhängigkeit, sondern nach einer rechtmäßigen Autonomie. Die chinesischen Behörden hatten im Vorfeld des Jahrestages zusätzliche Truppen an den Grenzen der autonomen Region Tibet aufmarschieren lassen und die Sicherheitsvorkehrungen überall im Lande verschärft. Bei Unruhen im vergangenen Jahr waren nach Regierungsangaben 19 Menschen getötet worden, Exiltibeter sprechen dagegen von 200 Todesopfern.

MASAR-I-SCHARIF: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat noch einmal gemahnt, in Afghanistan nur mit denjenigen Taliban-Gruppen zu verhandeln, die sich zweifelsfrei von Gewalt distanziert hätten. Bei Gesprächen mit gemäßigten Rebellen sei aber vor allem die Regierung von Präsident Hamid Karsai am Zug, sagte Jung bei einem Besuch im nordafghanischen Bundeswehr-Feldlager Masar-i-Scharif. Die radikalislamischen Taliban selbst lehnten die von US-Präsident Barack Obama erwogenen Verhandlungen erneut strikt ab. Wenn es sich bei "gemäßigten" Taliban um Männer handele, die nicht kämpften, sei das Gespräch mit ihnen bedeutungslos, erklärte Taliban-Sprecher Kari Mohammad Jusuf der Agentur Reuters.

BERLIN/ MOMBASA: Eine Woche nach ihrer Gefangennahme durch die deutsche Marine sollen an diesem Dienstag neun somalische Piraten an die Behörden Kenias übergeben werden. Sie waren nach einem fehlgeschlagenen Angriff auf einen Frachter im Golf von Aden von der Besatzung der Fregatte "Rheinland-Pfalz" festgesetzt worden. Die Männer sollen in Mombasa ausgeliefert werden und müssen sich aufgrund des jüngsten Abkommens zwischen der EU und Kenia vor einem Gericht in dem ostafrikanischen Land verantworten. Deutschland verzichtete auf eine Strafverfolgung.

BRÜSSEL: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hält derzeit keine zusätzlichen Finanzmittel der EU für die von der Krise besonders bedrohten osteuropäischen Länder für erforderlich. Forderungen nach einer Aufstockung des EU-Krisenfonds erteilte er vor einem Treffen der EU-Finanzminister eine Absage. Ungarn und Lettland hatten 2008 Notkredite von der EU erhalten, Rumänien hat einen Antrag auf Hilfe angekündigt. Die EU-Kommission darf zur Unterstützung von Staaten außerhalb der Eurozone, Kredite im Umfang von bis zu 25 Milliarden Euro aufnehmen und diese an die betroffenen Länder weiterreichen.

WASHINGTON: Der Internationale Währungsfonds rechnet mit weiteren milliardenschweren Verlusten im Finanzsektor. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte der 'Süddeutschen Zeitung', ein Teil der Risiken sei noch immer nicht aufgedeckt. Nach seiner Einschätzung kommen die Industriestaaten vor allem bei der Stabilisierung ihrer Banken nicht schnell genug voran. Sorge bereitet dem IWF-Chef, dass die Finanzkrise jetzt auch die sogenannten Schwellenländer in großem Umfang erreicht hat. Strauss-Kahn ergänzte, wegen des deutlichen Rückgangs des internationalen Handels gerieten auch die Kapitalströme in die ärmeren Länder sowie nach Osteuropa ins Stocken. Er warnte vor allem Deutschland und Frankreich davor, Kapital aus Osteuropa abzuziehen.

BERLIN: Die deutschen Exporte sind im Januar so stark eingebrochen wie seit 16 Jahren nicht mehr. Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 66,6 Milliarden Euro ins Ausland und damit 20,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Wegen der weltweiten Nachfrageflaute rechnet der Exportverband BGA für 2009 mit einem Umsatzrückgang von bis zu acht Prozent. Es wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Gründung der Bundesrepublik.

KIEL: Der Handball-Rekordmeister THW Kiel hat die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Betrugsvorwürfe zurückgewiesen. Es seien keinerlei belastbare Fakten bekannt, die die Gerüchte um Spielmanipulationen bestätigten, teilte der Verein mit. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Kiel bestätigt, dass sie gegen den Vereins-Geschäftsführer Uwe Schwenker wegen des Verdachts der Untreue und gegen den früheren THW-Trainer Zvonimir Serdarusic wegen Beihilfe zur Untreue ermittelt. Medienberichten zufolge soll der Verein bei Champions-League-Spielen Schiedsrichter bestochen haben. Handball-Bundestrainer Heiner Brand bezeichnete den Vorgang als ärgerlich und negativ für die gesamte Sportart.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und von Westen her vermehrt Regen. Nur nordöstlich der Elbe teils aufgelockert. Maximal vier bis acht Grad.


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