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Nachrichten

Dienstag, 10. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag

ISLAMABAD: Nach mehrtägiger Belagerung haben Sicherheitskräfte die Rote Moschee im Zentrum der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gestürmt. Dabei lieferten sie sich schwere Kämpfe mit den militanten Islamisten, die sich in dem Gebäudekomplex verschanzt hatten. Inzwischen habe man das Areal weitgehend unter Kontrolle, teilte ein Militärsprecher mit. Jetzt durchsuche man die Kellerräume, in denen sich zahlreiche Frauen und Kinder aufhalten sollen, die von den Besetzern als lebende Schutzschilde festgehalten werden. Bei den Kämpfen wurden den Armee-Angaben zufolge etwa 50 Islamisten und acht Soldaten getötet. Vor der Erstürmung waren neue Verhandlungen mit dem Anführer der Besetzer, Abdul Rashid Ghazi, über eine friedliche Lösung des Konflikts gescheitert . Die Rote Moschee, zu der auch zwei Koranschulen gehören, gilt als Hochburg des militanten Islamismus in Pakistan.

TEL AVIV: Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad zu einer Wiederaufnahme der Friedensgespräche aufgefordert. Assad könne sich den Ort für das Treffen aussuchen, sagte Olmert dem Fernsehsender Al-Arabija. Die letzte Runde der israelisch-syrischen Friedensgespräche war im März 2000 gescheitert. Damals wurde keine Annäherung in der Frage eines eventuellen Rückzugs Israels von den Golanhöhen erzielt. Israel hatte den Höhenzug im Sechs-Tage-Krieg vor 40 Jahren erobert; Syrien verlangt die Rückgabe als Vorbedingung für einen Friedensvertrag.

BERLIN: Das Arbeitsgericht Mainz hat die Warnstreiks der Gewerkschaft der Lokomotivführer Deutschlands GDL per einstweiliger Verfügung untersagt. Die Streiks richteten sich gegen bestehende und nicht gekündigte Tarifverträge, sagte eine Sprecherin des Gerichts. Deshalb seien die Arbeitsniederlegungen rechtswidrig. Die GDL beendete daraufhin die Streiks vorzeitig. Dennoch kam es bundesweit zu erheblichen Behinderungen in Bahnverkehr. Die GDL fordert bis zu 31 Prozent mehr Lohn und einen eigenen Tarifvertrag. Am Freitag kommen Bahnvorstand und GDL zu einem Tarifgespräch zusammen. Mit den anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA hatte das Unternehmen am Montag eine Einigung erzielt. Danach bekommen die 134.000 Beschäftigten ab 1. Januar des kommenden Jahres 4,5 Prozent mehr Lohn sowie für dieses Jahr eine Einmalzahlung von 600 Euro.

BERLIN: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble gerät mit seinem Vorstoß für verschärfte Sicherheitsmaßnahmen auch in den eigenen Reihen in die Kritik. Der stellvertretende Fraktionschef der Union, Wolfgang Bosbach, sagte, eine gezielte Tötung von Terroristen sei mehr als problematisch. Dafür gebe es im innerstaatlichen Recht keine Grundlage. Auch der Koalitionspartner SPD wies die Forderung als zu weit gehend zurück. Der Weg zu mehr Sicherheit auf Kosten der Freiheit sei mit seiner Partei nicht zu machen, sagte Fraktionschef Peter Struck. Reden könne man jedoch über die vorbeugende Festsetzung potentieller Gefährder. Die FDP warf Schäuble einen Angriff auf die Verfassung vor. Grüne und Linksfraktion verlangten seinen Rücktritt. Schäuble hatte außerdem einen neuen Tatbestand der Verschwörung vorgeschlagen.

BRÜSSEL: Malta und die Republik Zypern können Anfang 2008 den Euro einführen. Die Finanzminister der Europäischen Union beschlossen während ihres Treffens in Brüssel den Beitritt der beiden Staaten zur Eurozone. Mit Malta und dem griechischsprachigen Südteil Zyperns haben dann 15 der 27 EU-Staaten die Gemeinschaftswährung. Außerdem verständigten sich die Finanzminister auf den französischen Ex-Finanzminister Dominique Strauss-Kahn als gemeinsamen Kandidaten für den Chefposten des Internationalen Währungsfonds - IWF. Der jetzige IWF-Direktor Rodrigo de Rato scheidet im Oktober aus dem Amt. Der Posten wird traditionell von einem Europäer besetzt.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag im Süden Afghanistans sind mindestens 17 Menschen getötet worden, darunter auch Kinder. Wie der Polizeichef der Provinz Urusgan mitteilte, sprengte sich der Selbstmordattentäter auf einem Markt der Ortschaft Dehrawood in die Luft. Zum Zeitpunkt der Explosion war ein Nato-Militärkonvoi in der Nähe. Die südafghanische Provinz war in den vergangenen Wochen Schauplatz schwerer Gefechte zwischen den ausländischen Streitkräften und den radikalislamischen Taliban.

PEKING: In China ist der ehemalige Chef der Nahrungs- und Arzneimittelaufsicht, Zheng Xiaoyu, hingerichtet worden. Der 63-Jährige war im Mai wegen Korruption zum Tode verurteilt worden. Die Richter hatten Zheng für schuldig befunden, gegen Bestechungsgelder von Pharma-Unternehmen Medikamente zugelassen zu haben, die nur unzureichend getestet worden waren. Nach der Einnahme der Medikamente waren mindestens zehn Menschen gestorben. Sicherheitsmängel bei einer Reihe von Produkten hatten China in jüngster Zeit weltweite Aufmerksamkeit beschert. So starben im vergangenen Jahr in Panama 83 Menschen, nachdem sie Hustensaft eingenommen hatten, der mit einer in China hergestellten Chemikalie verunreinigt war.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Nachmittag verbreitet Schauer und Gewitter, an den Küsten länger sonnig und nur selten Schauer. Höchstwerte 14 bis 20 Grad.

Am Mittag meldeten:

Hamburg: 18°, wolkig;
Berlin: 14°, nach Regen;
Dresden: 14°, Schauer;
Köln/Bonn: 15°, Gewitter;
Frankfurt am Main: 13°, nach Gewittern und
München: 13°, stark bewölkt.

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