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Nachrichten

Dienstag, 10. Februar 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

JERUSALEM: In Israel hat die vorgezogene Parlamentswahl begonnen. Sie wurde notwendig, weil es Außenministerin Zipi Livni nach der Rücktrittsankündigung von Ministerpräsident Ehud Olmert nicht gelungen war, eine neue Regierung zu bilden. In den letzten Umfragen lieferte sich Livnis konservative Kadima-Partei ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem rechtsgerichteten Likud-Block von Oppositionsführer Benjamin Netanjahu. Der Wahlkampf stand im Schatten der jüngsten Gaza-Offensive. Gute Chancen kann sich Umfragen zufolge auch Avigdor Lieberman von der ultranationalistischen Partei "Unser Haus Israel" ausrechnen. Rund 5,3 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, die 120 Abgeordneten der Knesset zu bestimmen. Zur Wahl stehen insgesamt 33 Parteien oder politische Gruppierungen.

WASHINGTON: Nach dem Senatsvotum über sein Konjunkturpaket hofft US-Präsident Barack Obama auf eine rasche Umsetzung des mehr als 800 Milliarden Dollar schweren Programms. Bei seiner ersten Pressekonferenz seit Amtsantritt forderte Obama den gesamten Kongress auf, das Gesetzgebungsverfahren bis kommende Woche abzuschließen. Das Konjunkturprogramm müsse ohne Verzögerungen verabschiedet und so schnell wie möglich in Kraft gesetzt werden. Die Wirtschaftskrise werde sich verschärfen und Millionen Amerikaner würden noch stärker leiden, wenn nicht gehandelt werde, sagte Obama. - Die für Dienstag geplante Verabschiedung des Programms im US-Senat ist praktisch beschlossene Sache. Mit drei Stimmen der Republikaner hatten am Montag 61 Senatoren dafür gestimmt, die Debatte über den Entwurf abzuschließen. Das war eine Stimme mehr als notwendig.

TEHERAN: Mit staatlich organisierten Massendemonstrationen feiert der Iran den 30. Jahrestag der islamischen Revolution. Nach Angaben der staatlichen Medien sollen Millionen von Iranern landesweit an den Demonstrationen teilnehmen, um den Sieg der Revolution vor 30 Jahren zu würdigen. Bei den zentralen Feiern in der Hauptstadt Teheran begrüßte Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Bereitschaft der USA zu einer diplomatischen Annäherung an den Iran. Der von US-Präsident Barak Obama angebotene direkte Dialog müsse jedoch auf der Basis des gegenseitigen Respekts erfolgen, sagte Ahmadinedschad.

BAGDAD: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy ist zu einem vorher nicht angekündigten Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingetroffen. Er wurde vom irakischen Staatschef Dschalal Talabani empfangen. Sarkozys Besuch im Irak ist der erste eines französischen Staatsoberhaupts seit dem Sturz des früheren irakischen Diktators Saddam Hussein im Jahr 2003. Geplant ist auch ein Treffen mit Regierungschef Nuri el Maliki.

KARLSRUHE: Vor dem Bundesverfassungsgericht hat die Anhörung zum EU-Reformvertrag von Lissabon begonnen. Die Kläger beanstanden, dass das Reformwerk der Europäischen Union zu viele Zuständigkeiten einräumt und die Souveränität Deutschlands aushöhlt. Ein Nein aus Karlsruhe würde den Vertrag, der Anfang 2010 in Kraft treten soll, zum Platzen bringen. Geklagt haben unter anderem eine Grupe um den früheren CSU-Abgeordnteten Peter Gauweiler. Eine Entscheidung wird für Mai oder Juni erwartet.

BERLIN: Der neue CSU-Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erhält an diesem Dienstag von Bundespräsident Horst Köhler seine Ernennungsurkunde. Guttenberg folgt seinem Parteikollegen Michael Glos, der nach mehr als drei Jahren im Amt um seine Entlassung gebeten hatte. Der 37-jährige Guttenberg wird der bisher jüngste Bundeswirtschaftsminister. Inzwischen regt sich in der CSU Kritik am Führungsstil des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer. Der frühere CSU-Ministerpräsident Günther Beckstein sagte der 'Süddeutschen Zeitung', Glos hätte mehr Unterstützung von allen Beteiligten verdient.

ROM: Nach 17 Jahren im Wachkoma ist die Italienerin Eluana Englaro gestorben. Der Vater der 38-Jährigen hatte seit Jahren vor Gericht um Sterbehilfe für seine Tochter gekämpft, deren Ärzte in einer Klinik in Udine am Freitag die künstliche Ernährung der Frau gestoppt hatten. Der Fall hatte auch über die Landesgrenzen hinaus für Diskussionen gesorgt. Bis zuletzt hatten sich der Vatikan und Regierungschef Silvio Berlusconi gegen die Sterbehilfe eingesetzt. - - Ende Januar hatte ein Mailänder Verwaltungsgerichthof einen Verwaltungsbescheid aufgehoben, der dem Pflegepersonal die Beendigung der künstlichen Ernährung der Kranken verbot. Damit war der Weg für ein Abschalten der Geräte frei. Mit einem am Freitag beschlossenen Dekret wollte die Regierung Berlusconi den Abbruch der künstlichen Ernährung für die Frau jedoch in letzter Minute untersagen. Staatspräsident Giorgio Napolitano verweigerte aber seine Unterschrift. Berlusconi wollte daraufhin mit einem Eilgesetz den Tod der Frau verhindern.

MELBOURNE: Bei den verheerenden Buschfeuern im Südosten Australiens hat sich die Zahl der Toten nach Polizeiangaben auf 181 erhöht. Der Premierminister des am schwersten betroffenen Bundesstaates Victoria, John Brumby, fürchtet einen Anstieg der Totenzahl auf mehr als 200. Es sei davon auszugehen, dass dutzende Opfer noch nicht gefunden seien. - Eine Spezialeinheit der Polizei mit rund 100 Beamten untersucht unterdessen die Ursachen der Brände und fahndet nach möglichen Brandstiftern.

PARIS: Ein Sturmtief mit Böen bis 148 Stundenkilometern hat für 14 Stunden den Flugverkehr in Frankreich lahmgelegt. In Paris mussten 3.000 Passagiere in Hotels übernachten. Rund 600.000 Haushalte an der Atlantikküste waren ohne Strom, wie die Energieversorger mitteilten. Der Sturm "Quinten" zog in der Nacht zum Dienstag über die Nordhälfte des Landes und wurde in abgeschwächter Form auch in Deutschland erwartet. Über Opfer war zunächst nichts bekannt.

Der Betrieb an den drei Pariser Flughäfen Charles de Gaulle, Orly und Le Bourget war von Montag 20.00 Uhr bis Dienstag 10.00 Uhr eingestellt, zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Regen, der im Tagesverlauf auch in tieferen Lagen immer mehr in Schnee übergeht. Tagestemperaturen zwischen Null und zehn Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 0 Grad, Schneefall;

Berlin und Dresden: 1 Grad, Schneefall;

Köln/Bonn: 8 Grad, bedeckt;

Frankfurt am Main: 8 Grad, Regen und

München: 5 Grad, leichter Regen.

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