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Nachrichten

Dienstag, 10. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Mit Blick auf die angespannte Haushaltslage in den USA nehmen die Sparpläne im Verteidigungshaushalt immer deutlicher Gestalt an. Nach dem Willen von Pentagon-Chef Gates sollen tausende Stellen gestrichen und zahlreiche Truppen-Standorte geschlossen werden. Konkret kündigte Gates jetzt unter anderem das Aus für ein Oberkommando im Bundesstaat Virginia an, bei dem knapp 6.000 Militärs und Zivilisten beschäftigt sind. Den Plänen zufolge soll künftig außerdem die Zahl der Generäle reduziert und weniger Geld für externe Dienstleister ausgegeben werden. Der Minister erklärte, die Schritte seien Teil des Ziels, innerhalb der kommenden fünf Jahre mehr als 100 Milliarden Dollar bei der Verteidigung einzusparen.

MOSKAU: In Russland versuchen weiter tausende Einsatzkräfte zu verhindern, dass die schweren Waldbrände auf Atomanlagen und radioaktiv verseuchte Gebiete des Landes übergreifen. In der Stadt Osersk im Ural wollen die Behörden in einer Krisensitzung beraten, wie die Gefahr für das dortige Atommüllaufbereitungszentrum Majak abgewendet werden kann. Das Feuer ist derzeit noch etwa 80 Kilometer von dem Gelände entfernt. Umweltschützer äußerten sich besorgt. In der Umgebung liege viel radioaktives Material, sagte ein Experte der Organisation Greenpeace der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". Majak war 1957 Schauplatz der größten Atomkatastrophe vor dem Unglück von Tschernobyl.

KIGALI: Ruandas Staatschef Kagame hat die Präsidentschaftswahl in dem ostafrikanischen Land mit deutlicher Mehrheit gewonnen. Wie die Wahlkommission mitteilte, errang er ersten Teilergebnissen zufolge knapp 93 Prozent der Stimmen. Kagame, der schon vor der Bekanntgabe mit tausenden Anhängern im Fußballstadion der Hauptstadt Kigali gefeiert hatte, sprach in einer ersten Reaktion von einem Sieg für die Bevölkerung von Ruanda. Die Präsidentenwahl war die zweite seit dem Völkermord von 1994. Zwei Oppositionsparteien waren nicht zugelassen worden, sie kritisierten die Wahl als Farce.

POTSDAM: In den Hochwassergebieten an Spree und Neiße in Brandenburg hat sich die Lage leicht entspannt. Die Deiche halten bisher, entlang der Neiße sinkt der Pegel in vielen Orten bereits wieder, wie ein Sprecher des Innenministeriums in Potsdam mitteilte. In Cottbus und im Landkreis Spree-Neiße gilt weiter Katastrophenalarm. Auch in Sachsen geht das Wasser zurück. - Im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien hinterließen die Fluten der Neiße eine Spur der Verwüstung. Die Kleinstadt Bogatynia im polnischen Teil der Oberlausitz stand vollkommen unter Wasser, sämtliche Gebäude müssen abgerissen werden.

HALLE: Nach anderen Instituten hat jetzt auch das Institut für Wirtschaftsforschung Halle seine Prognose für das Wachstum in Deutschland deutlich angehoben. Man könne wohl für dieses Jahr von einem Wachstum von etwa 2,5 Prozent ausgehen, sagte Konjunkturexperte Ludwig der "Berliner Zeitung". Zur Begründung verwies er auf den - wie er sagte - überraschend guten Zustand der deutschen Wirtschaft, die vor allem von ihren Absätzen in Russland sowie in Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien profitiere.

SACRAMENTO: Das Internet-Unternehmen Google wird seinen umstrittenen Kartendienst Street View bis Ende des Jahres auch in Deutschland starten. Das Angebot soll zunächst für 20 Städte zwischen München und Hamburg eingeführt werden, wie das US-Unternehmen in Kalifornien mitteilte. Mieter und Hausbesitzer können per Online-Formular oder per Brief ihren Widerspruch anmelden. Die entsprechenden Gebäude sollen dann weitgehend unkenntlich gemacht werden.

TOKIO: Der japanische Ministerpräsident Kan hat sich bei Südkorea für die Kolonialherrschaft seines Landes über die koreanische Halbinsel von 1910 bis 1945 entschuldigt. 100 Jahre nach der Annektierung des Gebietes zeigte er sich in einer in Tokio verbreiteten Erklärung betroffen über das Leid, das über die Menschen in Korea gebracht worden sei. Zugleich kündigte Kan die Rückgabe von Kulturgütern in naher Zukunft an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter und meist niederschlagsfrei. Nur an der Nordsee etwas Regen. Höchstwerte zwischen 20 und 28 Grad.

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