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Nachrichten

Dienstag, 10. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

TEHERAN: Ungeachtet internationaler Appelle will der Iran sein umstrittenes Atomprogramm massiv ausbauen. Nach Angaben der nationalen Atomenergiebehörde sollen in der Anlage Natans bis zu 50.000 Zentrifugen zur Uran-Anreicherung installiert werden. Bereits am Montag hatte Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad mitgeteilt, sein Land sei nun in der Lage, sich mit Atombrennstoff selbst zu versorgen. Die USA warfen dem Iran daraufhin vor, den Willen der internationalen Staatengemeinschaft zu missachten. Russland sprach von einer 'Provokation'. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Führung in Teheran auf, den Resolutionen des Weltsicherheitsrates Folge zu leisten und die Uran-Anreicherung zu stoppen.

TOKIO: Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki hat einen Zeitplan für den Abzug der US-Truppen aus seinem Land abgelehnt. Bei seinem Besuch in Japan sagte er, zunächst müsse sich die Sicherheitslage verbessert haben. Al-Maliki reagierte damit auf Forderungen des US-Kongresses an Präsident George W. Bush, einen Abzugsplan aufzustellen. Derweil wurden bei einem neuen Selbstmordanschlag im Irak fast 20 Menschen getötet, als sich vor einer Polizeistation in Mukdadijah eine Frau in die Luft sprengte.

JERUSALEM: Der israelische Geheimdienst Schin Bet hat nach eigenen Angaben einen Ring mutmaßlicher palästinensischer Terroristen zerschlagen. 19 Mitglieder des militärischen Arms der Hamas seien Ende März in Kalkilija im Westjordanland festgenommen worden, teilte der Geheimdienst mit. Sie sollen an der Planung eines Autobomben-Anschlags in Tel Aviv beteiligt gewesen sein. Dieser wurde laut Schin Bet nicht ausgeführt, da der Selbstmord-Attentäter aus ungeklärtem Grund von Israel wieder ins Westjordanland zurückgefahren sei.

LONDON: Den kürzlich aus iranischer Gefangenschaft freigekommenen britischen Marinesoldaten ist es künftig verboten, ihre Erlebnisse zu vermarkten. Nach heftigen Protesten zog Verteidigungsminister Des Browne eine ursprünglich erteilte Genehmigung wieder zurück. Politiker, Verteidigungsexperten und ehemalige Kommandeure hatten zuvor erklärt, der Verkauf der Geschichten schade dem Militär. Die britische Regierung nutze die Soldaten in einer Propaganda-Schlacht aus und verhalte sich damit kaum besser als der Iran.

BISCHKEK: Der kirgisische Präsident Kurmanbek Bakijew hat der Opposition mit harten Maßnahmen gedroht, falls bei Kundgebungen gegen ihn die - so wörtlich - öffentliche Ordnung gestört werde. Mit der am Montag begonnenen Protestwoche will die Opposition Bakijews Rücktritt erreichen. Sie wirft ihm Korruption, Vetternwirtschaft und mangelnden Reformwillen vor. Größere Kundgebungen sind für Mittwoch geplant.

DILI: Der künftige Präsident von Ost-Timor wird voraussichtlich erst in einer Stichwahl im Mai ermittelt. Nach Angaben der Wahlkommission zeichnet sich bei der Auszählung der Stimmen aus der ersten Wahlrunde keine absolute Mehrheit für einen der acht Kandidaten ab. In Führung liegt nach Teilergebnissen der amtierende Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger Jose Ramos-Horta. Es war die erste Präsidentenwahl in Ost-Timor seit seiner Unabhängigkeit von Indonesien 2002.

SEOUL: Chinas Regierungschef Wen Jiabao hat zum Auftakt seines Südkorea-Besuchs die guten Beziehungen beider Länder gewürdigt. Bei einem Treffen mit seinem südkoreanischen Kollegen Han Duck-Soo sagte Wen, seit 1992 hätten sich die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen in ungeahntem Ausmaß entwickelt. China ist inzwischen Südkoreas wichtigster Handelspartner. Neben Wirtschaftsthemen dürfte auch das Atomabkommen mit Nordkorea im Mittelpunkt weiterer Gespräche in Seoul stehen. Beide Staaten waren neben den USA, Russland und Japan am Zustandekommen des Abkommens vom Februar beteiligt.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat seine Forderung nach Steuersenkungen gegen Kritik aus den Reihen der Koalition verteidigt. Das Geld müsse in den Taschen der Bürger bleiben, die es verdienten, betonte der CSU-Politiker. Die SPD wies den Vorstoß des Ministers hingegen als 'unfinanzierbar' zurück. Auch Politiker der Union zeigten sich skeptisch, ob es schon nach der Bundestagswahl 2009 finanzielle Spielräume für eine Senkung der Einkommenssteuer geben werde. Unterstützung erhielt Glos hingegen von der FDP und vom Bund der Steuerzahler.

FRANKFURT AM MAIN: Angesichts des Wirtschaftsaufschwungs rechnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen in der Dienstleistungsbranche. Die Dienstleistungskonjunktur mache in diesem Frühjahr einen großen Satz nach vorne. Dies werde fühlbar auf den Arbeitsmarkt durchschlagen, sagte der Hauptgeschäftsführer des DIHK, Martin Wansleben, der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'. Nach seiner Einschätzung könnten 450.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

MÜNCHEN: Der französische Luxusgüterkonzern 'Pinault-Printemps-Redoute' will den deutschen Sportartikelhersteller Puma übernehmen. Wie das im fränkischen Herzogenaurach ansässige Unternehmen bestätigte, haben die Franzosen bereits etwa ein Viertel der Puma-Aktien erworben. Für die restlichen Anteile will 'Pinault-Printemps-Redoute' 330 Euro pro Aktie zahlen. Der Puma-Vorstand sprach von einem 'fairen Angebot'.

ZUM SPORT: Fußball-Bundesligist Hertha BSC hat sich von seinem Cheftrainer Falko Götz getrennt. Der Hauptstadtklub zog damit die Konsequenz aus der sportlichen Talfahrt der Berliner. Bis zum Saisonende soll der bisherige Amateur-Coach Karsten Heine die Hertha-Profis trainieren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden teils dichte Wolken, örtlich Regen. Nach Süden hin freundlicher und weitgehend trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 13 und 21 Grad.

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