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Nachrichten

Dienstag, 1. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: SPD-Chef Gabriel hat die Regierungskoalition vor einer parteipolitischen Lösung bei der Wahl eines neuen Bundespräsidenten gewarnt. Der Kandidat müsse die Mitte des Volkes repräsentieren, sagte Gabriel im Deutschlandfunk. Bundeskanzlerin Merkel kündigte an, Union und FDP wollten sich zunächst auf einen Kandidaten einigen und anschließend die Opposition dafür gewinnen. Der Nachfolger des zurückgetretenen Präsidenten Köhler muss laut Grundgesetz innerhalb von 30 Tagen von der Bundesversammlung gewählt werden. Es wird erwartet, dass Parlamentspräsident Lammert noch an diesem Dienstag einen Termin für die Wahl festlegt. Der CDU-Politiker kündigte für den Mittag eine Erklärung an.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat die Gewalttätigkeiten bei der israelischen Militäraktion gegen die Gaza-Hilfsflotte einstimmig verurteilt. Nach zwölfstündigen Beratungen forderte das höchste UN-Gremium zudem die sofortige Freilassung der von Israel festgenommenen Aktivisten sowie die Freigabe der aufgebrachten Schiffe. Verlangt wurde ferner eine unparteiische und transparente Untersuchung des Armee-Einsatzes. Dabei waren am Montag nach israelischen Angaben neun pro-palästinensische Aktivisten getötet worden. Aus dem Süden Israels wurden unterdessen Feuergefechte zwischen Soldaten und radikalen Palästinensern gemeldet. Dabei starben zwei Palästinenser.

TEL AVIV: Nach dem Militäreinsatz Israels gegen den Gaza-Schiffskonvoi sind bislang 480 Aktivisten in das Gefängnis Beerscheva in der Negev-Wüste gebracht worden. Dies berichtete der israelische Rundfunk. Nach den Worten von Minister Aharonovitch werden die meisten Festgenommenen nach einem Verhör freigelassen. Vor Gericht müssten allerdings diejenigen Aktivisten, die der Gewaltanwendung verdächtigt würden. Wie es in den Berichten weiter heißt, wurden knapp 50 Teilnehmer der Hilfsflotte bereits zum Flughafen von Tel Aviv gebracht, um sie direkt abzuschieben. 45 Menschen würden noch in Krankenhäusern behandelt. Die übrigen der insgesamt rund 700 Aktivisten dürften sich noch in der Hafenstadt Aschdod aufhalten. Israel lässt keinen Kontakt zu den Festgenommenen zu. Deshalb ist eine unabhängige Überprüfung der Angaben derzeit nicht möglich.

LONDON: Die Bekämpfung der Ölpest im Golf von Mexiko kommt den britischen Energiekonzern BP immer teurer zu stehen. Die Kosten beliefen sich bislang auf knapp eine Milliarde Dollar, teilte das Unternehmen mit. Die BP-Aktie stürzte kurz nach Eröffnung der Börse in London mehr als zwölf Prozent ab. Bislang waren alle Versuche des Konzerns erfolglos, das lecke Ölbohrloch in 1500 Meter Tiefe abzudichten. Nach Einschätzung von Experten könnte es noch bis Ende August dauern, bis der Ölfluss ins Meer gestoppt ist. Dies soll vor allem durch zeitaufwändige Entlastungsbohrungen erreicht werden.

GUATEMALA-STADT: Die Zahl der Toten durch den Tropensturm "Agatha" in Mittelamerika steigt weiter an. In Guatemala, El Salvador und Honduras kamen nach jüngsten Behördenangaben mindestens 150 Menschen ums Leben, mehr als 90 werden noch vermisst. In den Bergen Guatemalas sind viele Städte und Dörfer weiter von der Außenwelt abgeschnitten.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai weiter zurückgegangen. Die Bundesagentur für Arbeit führte 3,24 Millionen Menschen als erwerbssuchend, die Quote fiel um 0,4 auf 7,7 Prozent. Agentur-Chef Weise sagte bei der Vorstellung der neuen Statistik, der Frühjahrsaufschwung habe sich in den vergangenen Wochen weiter fortgesetzt. Auch die Zahl der Kurzarbeiter sei zurückgegangen.

BERLIN: Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat die Regierungskoalition davor gewarnt, an der falschen Stelle zu sparen. Die Einschnitte müssten in Bürokratie und Verwaltung erfolgen, sagte Verbands-Präsident Keitel der "Süddeutschen Zeitung". Die Diskussion, ob der Staat bei sich sparen könne, finde bislang nicht statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten Auflockerungen, sonst wechselnd bis stark bewölkt und vereinzelt Regen. Tageshöchsttemperaturen 11 bis 20 Grad.

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